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Studie "ImPuls": Mit Sport die Psyche stärken

Regelmäßige sportliche Aktivität kann die Symptome von Depressionen, Panikstörungen, Posttraumatischer Belastungsstörung oder Schlafstörungen lindern. Jedoch haben Patienten mit psychischen Erkrankungen in der ambulanten Akutversorgung bislang kaum Zugang zu sport- und bewegungstherapeutischen (SBT) Interventionen. Diesen Missstand möchte das Projekt "ImPuls" der Universität Tübingen in Kooperation mit der AOK verändern.

Das "ImPuls"-Programm

Mit dem ImPuls-Programm hat das Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen ein sport- und bewegungstherapeutisches Programm entwickelt, das sich speziell an Menschen mit psychischen Erkrankungen richtet und auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut. Ziel des Programms ist es, Teilnehmende zu motivieren, sportliche Aktivität zu initiieren und langfristig aufrechtzuerhalten.

Die "ImPuls"-Studie

Seit März 2021 haben 600 Patient*Innen die Möglichkeit, sich für das "ImPuls"-Programm in Ballungszentren in Baden-Württemberg (Tübingen, Bietigheim-Bissingen, Crailsheim, Karlsruhe, Göppingen, Ulm, Weingarten, Heidelberg) im Rahmen einer vom Innovationsfonds des G-BA geförderten wissenschaftlichen Studie vormerken zu lassen. Die Wirksamkeit und Implementierung des Programms wird durch zwei externe Zentren (LMU München, TU München) evaluiert.

Eine Studienteilnahme ist für Versicherte der AOK Baden-Württemberg ab März 2021 an regionalen, sport- und bewegungstherapeutischen Zentren in Baden-Württemberg (Tübingen, Bietigheim-Bissingen, Crailsheim, Karlsruhe, Göppingen, Ulm, Weingarten, Heidelberg) möglich.

Checkliste für Patienten

Sie können an der "ImPuls"-Studie teilnehmen, wenn folgende Aussagen auf Sie zutreffen:

  • Ich bin zwischen 18 und 65 Jahren alt.
  • Ich leide an mindestens einem der folgenden Symptome/ einer der folgenden Erkrankungen
    • Mittelgradige bis schwere depressive Verstimmungen
    • Ängste in bestimmten Situationen nicht oder schwer entkommen zu können, z.B. Aufzug, Menschenmenge Höhen, Autofahren (Agoraphopie)
    • Regelmäßig widerkehrende Panikattacken (Panikstörung)
    • Regelmäßige Erinnerungen, z.B. Flashbacks an ein traumatisches Ereignis (Posttraumatische Belastungsstörung)
    • Schlafstörungen
  • Ich habe in innerhalb der letzten drei Monate über einen Zeitraum von 6 Wochen weniger als zweimal pro Woche für 30 Minuten Sport gemacht.
  • Ich habe Interesse daran, mich in einem Zeitraum von 3 Monaten 2-3 Mal in der Woche sportlich zu betätigen (keine Vorkenntnisse nötig).
  • Bei mir besteht keine sportmedizinische Kontraindikation, d.h., dass mein Arzt mir versichert hat, dass ich Sport machen darf.
  • Da es ein Forschungsprojekt ist, könnte es sein, dass ich bei der zufälligen Zuteilung in die Kontrollgruppe komme. Das bedeutet, dass ich beim Bewegungsprogramm nicht teilnehme. Damit bin ich einverstanden.

Bis wann können sich Interessierte anmelden?

Eine Teilnahme ist seit März 2021 bis Februar 2022 möglich.

Wie läuft die Studie ab?

Teilnehmer werden entweder dem "ImPuls"-Programm oder einer Kontrollgruppe zugeteilt. Die Teilnehmer am "ImPuls"-Programm durchlaufen zusätzlich zur gesetzlichen Regelversorgung das sport- und bewegungstherapeutische Programm. Die Kontrollgruppe erhält keine Intervention, wird weiterhin im Rahmen der Regelversorgung versorgt, nimmt jedoch an regelmäßigen Befragungen teil. Dafür wird die Kontrollgruppe mit 450 Euro vergütet.

Das Impuls-Programm erstreckt sich insgesamt über 6 Monate. Die 13 Einheiten der ersten 4 Wochen finden hauptsächlich unter therapeutischer Leitung und in Kleingruppen von sechs Personen statt. Eine Einheit besteht aus einer Gruppensitzung und einem gemeinsamen Lauftraining oder aus einem selbstständigen Training.

In den darauffolgenden 5 Monaten werden die Teilnehmer*Innen zum bestmöglichen Transfer in den Alltag durch eine Handy App, durch Unterstützertreffen und durch regelmäßige telefonische Kontakte zum Therapeuten unterstützt.

Den genauen Ablauf sowie Programmbausteine finden Sie hier.

Wer ist an der Studie beteiligt?

Das ImPuls Projekt ist ein vom Innovationsfonds des G-BA gefördertes Projekt aus dem Bereich der neuen Versorgungsformen (Förderkennzeichen: 01NVF1902). Dr. Sebastian Wolf (Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Sportwissenschaft, Bildungs- und Gesundheitsforschung im Sport) hat die Konsortialführung inne.

Weiterhin beteiligt ist das Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie am Universitätsklinikum Tübingen.

Konsortialpartner sind neben der AOK Baden-Württemberg die LMU München (Lehrstuhl für klinische Psychologie und Psychotherapie), die TU München (Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie), die Techniker Krankenkasse (TK) und der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS, Ansprechpartner: Dr. Stefan Peters).

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