Pflegebedürftigkeit kündigt sich oft Jahre vorher an

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Altersleiden – und damit oft auch für Pflegebedürftigkeit. Wer diese hinauszögern oder vermeiden will, kann mit Prävention viel erreichen. So unterstützt die AOK.
Eine ältere Frau steht in einem Wohnzimmer und treibt Sport. In beiden Händen hält sich eine Hantel, mit denen sie ihre Muskulatur kräftigt.© iStock / Lordn

Häufige Leiden, die zu Pflegebedürftigkeit führen

In Deutschland nimmt der Anteil der Menschen über 65 Jahren immer mehr zu. Damit steigt auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen. Laut Statistischem Bundesamt sind derzeit rund 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig. Im Jahr 2035 können es bereits 6,8 Millionen Menschen sein. Eine aktuelle Analyse der Charité Berlin in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) zeigt nun, dass Pflegebedürftigkeit nicht von heute auf morgen entsteht, sondern sich häufig schon vorher mit bestimmten Altersleiden oder Einschränkungen ankündigt. Ausgewertet wurden dafür anonymisierte Daten des Medizinischen Dienstes (MD) von AOK-Versicherten ab 60 Jahren. Diese zeigen, dass neben Senilität vor allem Polyarthrose, Demenz und Herzinsuffizienz zu den häufigsten Gründen für die Einstufung in einen Pflegegrad gehören.

Grafik der AOK. Die Grafik enthält ein Balkendiagramm mit den fünf häufigsten ersten Diagnosen für eine Pflegebegründung. Dies sind in absteigender Reihenfolge: Senilität (8,7%), Polyarthrose (6,6%), Nicht näher bezeichnete Demenz (5,9%), Störung des Ganges und der Mobilität (5,6%), Herzinsuffizienz (4,9%). Neben dem Balkendiagramm ist ein älteres Paar abgebildet.
Die Charité Berlin hat mit dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) anonymisierte Daten von AOK-Versicherten analysiert, um Potenziale zur Vermeidung oder Verzögerung von Pflegebedürftigkeit zu ermitteln.

Mit Prävention Pflegebedürftigkeit hinauszögern oder vermeiden

Pflegebedürftigkeit wird sich aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung nicht immer vermeiden lassen. Aber wann und ob Pflegebedürftigkeit beginnt, können viele Menschen beeinflussen. So kann zum Beispiel das Risiko an Bluthochdruck oder Diabetes zu erkranken, mit einem gesunden Lebensstil reduziert werden – und damit auch das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken.

Gesundheitsrisiken vorbeugen – so unterstützt die AOK

Um typischen Altersleiden und damit auch Pflegebedürftigkeit vorzubeugen, ist es wichtig, frühzeitig viel für die eigene Gesundheit zu tun. Dazu zählen in erster Linie eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein bewusster Umgang mit Stress sowie ein reduzierter Alkoholkonsum und Rauchverzicht. Aber auch wenn chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes bereits diagnostiziert wurden, können Betroffene viel tun, um ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern. Die AOK unterstützt Sie dabei mit Online-Programmen und kostenfreien Gesundheitskursen, die Ihnen viele Anregungen für einen gesunden Lebensstil bieten:

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Aktualisiert: 01.09.2026

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