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Patientenrechte im Krankenhaus

Freie Krankenhauswahl, das Recht auf Aufklärung, Einwilligung und Dokumentation – nicht alle Patienten kennen ihre Rechte im Krankenhaus. Dabei gilt: Je mehr Sie darüber wissen, desto besser können Sie Wünsche oder Bedenken äußern und den Behandlungsverlauf mitbestimmen.

Ihr Recht auf freie Krankenhauswahl

Sie haben grundsätzlich das Recht, sich ein Krankenhaus Ihrer Wahl für ein Informationsgespräch und eine anstehende Behandlung auszusuchen. Einzige Voraussetzung ist, dass es sich um ein öffentliches Krankenhaus und nicht um eine Privatklinik handelt.

Das passende Krankenhaus finden

Bei der Wahl eines Krankenhauses ist ein wichtiges Auswahlkriterium die Antwort auf die Frage: Wird die anstehende Behandlung dort häufig erfolgreich durchgeführt und bestehen damit hinreichende Erfahrungen in der Therapie?

Der AOK-Krankenhausnavigator beantwortet diese Frage für die Kliniken in Ihrer Region. Das Portal gibt Ihnen einen Eindruck davon, wie groß die Erfahrung der Ärzte- und Pflegeteams in den jeweiligen Häusern ist. Grundsätzlich gilt: Je häufiger eine Behandlung erfolgreich durchgeführt wird, desto mehr Routine und Erfahrung haben die Mediziner.

Weitere Auswahlkriterien sind:

  • Erreichbarkeit des Krankenhauses mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Flexibilität der Besuchsregelung
  • Unterbringungsmöglichkeiten für Begleitpersonen
  • Barrierefreiheit

Die AOK Nordost berät Sie bei der Krankenhauswahl

Vor einem Krankenhausaufenthalt tauchen viele Fragen auf: Ist der Eingriff auch ambulant möglich? Welche Krankenhäuser sind geeignet? Wie zufrieden waren andere Patienten? Im Servicecenter Ihrer AOK Nordost – Die Gesundheitskasse unterstützen Sie unsere Kundenberater fachkompetent und stehen Ihnen mit gutem Rat zur Seite. So können Sie Ihre Entscheidung auf der Basis von Fakten und der Empfehlung des Arztes treffen. Sprechen Sie uns an!

Krankenhaus für bestimmte Diagnosen oder Behandlungen finden

Patientenrechte auf Aufklärung, Einwilligung und Dokumentation

  • Der behandelnde Arzt muss Sie umfassend über alle für Ihre Erkrankung verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten aufklären – einschließlich der Risiken und gegebenenfalls Alternativen zur Maßnahme, sofern es mehrere übliche Behandlungsmethoden gibt, die aber unterschiedliche Belastungen und Heilungschancen mit sich bringen. Er sollte auch darauf hinweisen, wenn anstelle der stationären Behandlung eine ambulante Behandlung möglich ist. Er darf das Gespräch nicht dem Pflegepersonal übertragen.
  • Sie haben vor einer Operation das Recht, über die möglichen Narkoseverfahren aufgeklärt zu werden – inklusive aller Risiken. Das ist die Pflicht des Arztes.
  • Ebenso müssen Sie über den Ablauf und die möglichen Folgen der Operation, einschließlich damit verbundener Risiken, in einem Aufklärungsgespräch informiert werden.
  • Es gilt der Anspruch auf Nichtwissen. Sie können darauf verzichten, informiert und aufgeklärt zu werden. Bei Notfällen oder wenn Sie nicht ansprechbar sind, kann die Aufklärung entfallen. Dann gilt die Vermutung, dass Sie eingewilligt hätten, wenn man Sie hätte aufklären können (zum Beispiel bei schweren Verkehrsunfällen).
  • Die ordnungsgemäße Aufklärung wird in der Patientenakte dokumentiert. Sie als Patient haben das Recht auf die Aushändigung von Abschriften der Unterlagen, die Sie im Zusammenhang mit der Aufklärung oder Einwilligung unterzeichnet haben (§ 630e Absatz 2 BGB).
  • Abgesehen von Notfällen haben Sie das Recht, Ihre Einwilligung zu einer Behandlung abzugeben. Ohne diese darf keine Behandlung durchgeführt werden. Das gilt für eine Blutentnahme ebenso wie für eine größere Operation.
  • Sind Sie nicht fähig zuzustimmen, wird entweder Ihre Einwilligung vermutet (Verkehrsunfall) oder es gilt Ihre Patientenverfügung. Gibt es diese nicht, werden Ihre Angehörigen gefragt.
  • Sie können Ihre Einwilligung jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen.
  • Ob Sie eingewilligt haben oder nicht, wird in der Patientenakte dokumentiert.
  • Sie haben das Recht auf eine zeitnahe Dokumentation der wesentlichen Umstände der Behandlungsabläufe in einer Patientenakte – in schriftlicher oder elektronischer Form.
  • Sie haben das Recht, jederzeit Ihre Patientenakte einzusehen (§ 630d BGB). Das darf Ihnen nur verweigert werden, wenn der Einsicht erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen.
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