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Lockdown: Viele Klinikbetten blieben leer

In der akuten Corona-Lockdown-Phase sollten Krankenhäuser nur noch dringend notwendige Behandlungen erbringen. Die daraus resultierenden Fallzahl-Rückgänge bei den 27 Millionen AOK-Versicherten hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) untersucht.

Deutlicher Rückgang im Lockdown

Das Ergebnis ist deutlich: In den ersten drei Wochen des Lockdowns wurden gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bundesweit 39 Prozent weniger Patienten stationär aufgenommen. In Westfalen-Lippe (WL) gingen die Fallzahlen um 40 Prozent zurück, in Schleswig-Holstein (SH) um 38 Prozent. Dabei sanken die Fallzahlen in beiden Ländern in Kliniken mit weniger als 200 Betten am stärksten. Insgesamt wurden die Vorgaben der Politik effektiv umgesetzt. So gingen die planbaren, nicht dringlichen Eingriffe, etwa Hüftersatz-OPs, besonders stark zurück (Bund -79 %, WL -72 %, SH -76 %). Unerwartet gab es aber auch bei lebensbedrohlichen Notfällen wie Herzinfarkten (-30 %) und Schlaganfällen (-18 %) deutliche Rückgänge. Offenbar wurde während des Lockdowns der Rettungsdienst seltener alarmiert. Über die Gründe hierfür und das Ausmaß möglicher Folgeerkrankungen liefern die Daten keinen Aufschluss. Die Experten empfehlen, zu einem späteren Zeitpunkt Sterblichkeitsraten und die Entwicklung von Folgeerkrankungen zu analysieren.