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Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkassen in Westfalen-Lippe beschließen Schutzschirm für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten

Pressemitteilung

Dortmund, 08.06.2020. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und die gesetzlichen Krankenkassen in der Region haben gemeinsam und als bundesweit eine der Ersten den Schutzschirm für Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten gemäß der gesetzlichen Vorgaben beschlossen.  

Die seitens der Patienten geringere Inanspruchnahme der ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung im Zuge der Corona-Krise hat für viele westfälisch-lippische Praxen deutliche Honorareinbußen zur Folge. Ziel des nun beschlossenen Schutzschirms ist es, Praxisschließungen aus wirtschaftlichen Gründen in Folge der Corona-Krise zu vermeiden und die ambulanten Versorgungsstrukturen in Westfalen-Lippe im Sinne der Patienten zu bewahren.

Ärzte und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe erhalten somit ab dem 1. Quartal 2020 Ausgleichszahlungen für Honorarverluste in Folge der Corona-Pandemie, wenn sich das Gesamthonorar einer Praxis in Bezug auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal verringert hat. Voraussetzung ist, dass diese Einbußen auf einen pandemiebedingten Rückgang der Behandlungsfälle mit persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt zurückzuführen sind.

„Der Schutzschirm in Westfalen-Lippe steht! Wir haben mit Hochdruck mit den gesetzlichen Krankenkassen verhandelt und können nun gemeinsam ein wirklich gutes Verhandlungsergebnis präsentieren. Das ist eine sehr gute Nachricht für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe, die sich in den vergangenen Monaten außerordentlich engagiert und dafür gesorgt haben, dass alle Patienten in der Region auch und gerade während der Corona-Krise adäquat versorgt werden können. Sie haben Infizierte in unseren Behandlungszentren getestet, Infektionsketten unterbrochen, die stationäre Versorgung vor einer Überlastung bewahrt und zugleich auch den regulären Praxisbetrieb aufrechterhalten. Mit dem nun beschlossenen Schutzschirm geben wir unseren Ärzten und Psychotherapeuten die Garantie, dass die wirtschaftliche Existenz ihrer Praxen nicht durch die Corona-Pandemie bedroht wird“, betont Dr. Dirk Spelmeyer, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.  

Auch Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST, erklärt: „Der zwischen den Krankenkassen und der KVWL vereinbarte Schutzschirm würdigt die engagierte Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe, erhält ihre Liquidität und sichert damit gleichzeitig die gute Patientenversorgung. Die Pandemie hat unter Beweis gestellt, dass wir eine hohe Flexibilität benötigen und bei der Krisenbewältigung vor allem auch auf erfahrene und gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeuten sowie auf eine gute Koordination der Ressourcen vertrauen können. Diese Ausnahmesituation hat aber auch deutlich gemacht, dass Versorgung sektorenübergreifend organisiert und flexibel koordiniert werden muss. Und wie dringend wir digitale Lösungen benötigen, um die Versorgungskapazitäten besser und schneller zu koordinieren. Wenn wir diesen Gedanken beibehalten, werden wir auch in Zukunft Versorgung aktiv gestalten können.“

„Es ist richtig gewesen, infolge der Corona-Pandemie mit dem Schutzschirm für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten außerordentliche Maßnahmen zu ergreifen. Finanzielle Absicherung und Aufrechterhaltung der Versorgung waren das Gebot der Stunde. In den pragmatischen und lösungsorientierten Gesprächen konnten sachgerechte Ergebnisse erzielt werden. Diese geben den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe Umsatzgarantien und Kalkulationssicherheit, auch wenn die Zahl der Patienten zurückgegangen ist. Das alles wird die niedergelassenen Ärzte und die Psychotherapeuten vor zu hohen finanziellen Einbußen schützen und die Versorgung weiterhin sichern“, sagt Dirk Ruiss, Leiter der Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek) in Nordrhein-Westfalen.

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„Die Pandemie hat deutlich gemacht, dass Versorgung sektorenübergreifend organisiert und flexibel koordiniert werden muss“, so Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
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