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AOK-Gesundheitsbericht 2019: Westfalen-Lippe hat nach wie vor Rücken - Ausfalltage wegen Rückenerkrankungen weiter gestiegen

Pressemitteilung

Dortmund (19.06.2019). Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen unverändert die meisten Fehltage in Westfalen-Lippe. Mit 23,4 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Alleine auf Rückenschmerzen entfallen mehr als 1,47 Millionen Ausfalltage. Deren Anzahl ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50.000 Ausfalltage weiter gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NORDWEST hervor. Auf den weiteren Plätzen folgen Atemwegserkrankungen (13,4 Prozent), Verletzungen (10,8 Prozent) und psychische Erkrankungen (10,3 Prozent). „Diese Ergebnisse machen deutlich, dass die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr insbesondere wegen Rückenbeschwerden krankgeschrieben wurden. Hier können gezielte Präventionsangebote helfen und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK AOK NORDWEST.

So unterstützt die AOK NORDWEST nicht nur ihre Versicherten mit speziellen Kursangeboten, sondern hilft auch den Unternehmen in Westfalen-Lippe mit speziellen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung dabei, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu identifizieren und abzubauen, um nicht zuletzt auch den Krankenstand im Betrieb nachhaltig zu senken. „Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es nicht von der Stange, sondern muss sehr individuell auf die Belange, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten jedes einzelnen Unternehmens abgestimmt werden“, so Ackermann. Hier bietet die AOK NORDWEST spezielles Know-how durch eigene qualifizierte Präventionsfachkräfte an, die beratend durch die jeweiligen Prozesse führen. Situationsanalyse, Hilfe bei der Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen sind Teil der Begleitung. Im letzten Jahr nutzten über 400 Betriebe in Westfalen-Lippe diesen besonderen AOK-Service.

Insgesamt stieg der Krankenstand bei den rund 1,1 Millionen versicherten Arbeitnehmern der AOK NORDWEST in der Region Westfalen-Lippe im vergangenen Jahr von 5,9 Prozent auf 6,0 Prozent. Ursache war vor allem die Erkältungswelle Anfang des Jahres mit deutlich mehr Krankschreibungen als im Vorjahreszeitraum. Von Mitte Januar bis Ende März verzeichnete die Gesundheitskasse allein in Westfalen-Lippe rund 37 Prozent mehr Krankheitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen als im selben Zeitraum 2017.

Fast 59 Prozent der Beschäftigten meldeten sich einmal oder mehrfach krank. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag bei 11,4 Kalendertagen. Insgesamt war jeder bei der AOK versicherte Erwerbstätige in Westfalen-Lippe durchschnittlich an 21,8 Tagen krankgeschrieben. Dabei wurden fast 40 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage von Langzeitkranken verursacht.

Die höchsten Fehlzeiten gibt es in Westfalen-Lippe in den Berufsgruppen Ver- und Entsorgung (34,9 Tage), Straßen- und Tunnelwärter (32,6 Tage), Industrielle Gießerei (31,9 Tage) und schleifende Metallverarbeitung (31,7 Tage). Die niedrigsten Fehlzeiten sind in den Berufsgruppen der Hochschullehre und -forschung (3,5 Tage), der technischen Forschung und Entwicklung (7,2 Tage) sowie in der Softwareentwicklung (8,6 Tage) festzustellen.

Mehr Informationen zu den AOK-Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung gibt es unter www.aok-bgf.de/nw im Internet.

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Bilder

Westfalen-Lippe hat weiter Rücken: Mehr als 1,47 Millionen Ausfalltagen entfielen im vergangenen Jahr allein auf Rückenschmerzen. Foto: AOK/hfr.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de