Pressearchiv Westfalen-Lippe

Inanspruchnahme der Krebsvorsorge in Westfalen-Lippe zu gering

Dortmund (29.12.2021). In Westfalen-Lippe wird die Krebsvorsorge auch nach dem Pandemie-Jahr 2020 zu wenig genutzt. Die Teilnahme an den kostenfreien Krebs-Früherkennungsuntersuchungen ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 zwar leicht gestiegen, liegt aber immer noch auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre. Das bestätigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach waren im ersten Halbjahr 2021 nur 11,6 Prozent der Männer über 45 Jahren bei der Krebs-Früherkennung. Im gleichen Zeitraum 2020 waren es 10,5 Prozent. Bei den Frauen gingen immerhin 19,9 Prozent und damit etwas mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 19,3 Prozent zur Vorsorge. „Die Corona-Pandemie hat besonders im ersten Halbjahr 2020 zu starken Einbrüchen bei den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen geführt, da die Menschen Arztbesuche unbedingt vermeiden wollten. Trotz der verbesserten Tendenz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Inanspruchnahme nach wie vor viel zu gering”, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest. Mit der Kampagne ‚Deutschland, wir müssen über Gesundheit reden‘ will die AOK gegensteuern und die Aufmerksamkeit für das Thema Krebs-Früherkennung erhöhen.

Zukunft vom Bündnis für Krebsprävention NRW gesichert

Düsseldorf, 23.12.2021 – Die erfolgreiche Arbeit des Bündnisses für Krebsprävention NRW wird weitergeführt, darin sind sich die gesetzlichen Krankenkassen, die Krebsgesellschaft NRW und die beiden Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) einig. Deshalb ist eine weitere Zusammenarbeit für die Jahre 2022 und 2023 vereinbart worden. Das Ziel des bundesweit einmaligen Bündnisses ist die Stärkung der Krebsprävention in NRW. Dazu wurde das Webportal „Sei mal zu früh“ entwickelt. Dort finden sich Informationen zur Vermeidung von Krebserkrankungen und für ein gesundes Leben.

Großer Aufschwung bei Videosprechstunden in Westfalen-Lippe

Dortmund (23.12.2021). In Westfalen-Lippe ist durch die anhaltende Corona-Pandemie die Anzahl der Videosprechstunden weiter stark gestiegen. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest: Danach finden Arztbesuche in Westfalen-Lippe immer mehr digital statt. So wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt 29.979 Videosprechstunden von Versicherten der AOK NordWest mit Ärzten in Westfalen-Lippe durchgeführt. Das sind fast 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2020 mit 20.137 digitalen Beratungen. Im ersten Halbjahr 2019 ließen sich gerade einmal 90 AOK-Versicherte per Bildschirm beraten. „Die Videosprechstunden erfahren einen enormen Aufschwung. Angesichts der Infektionsgefahr mit COVID-19 konsultieren immer mehr Patientinnen und Patienten ihren Arzt digital per Video über PC, Laptop oder Smartphone. Durch die Corona-Pandemie erfährt die Digitalisierung im Gesundheitswesen einen riesengroßen Schub“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Das Norovirus ist zurück: Infektionen in Westfalen-Lippe deutlich angestiegen

Dortmund (20.12.2021). Die Norovirus-Infektionszahlen sind in Westfalen-Lippe aktuell wieder erheblich angestiegen und haben sogar das Niveau von 2019 überschritten. Nach einem deutlichen Rückgang aufgrund der verstärkten Hygieneregeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden seit Anfang Oktober wieder steigende Infektionszahlen gemeldet. Das teilte heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. Danach wurden in Westfalen-Lippe von Anfang Oktober (39. KW) bis Anfang Dezember (49. KW) insgesamt 1.578 Infektionsfälle gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 75 Fälle und im Vergleichszeitraum 2019 insgesamt 1.226 Fälle. „Die Corona-Pandemie hatte spürbare Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. Der Lockdown im Frühjahr 2020 und vor allem Ende des vergangenen Jahres sowie die strengen Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hatten einen positiven Nebeneffekt und ließen die Infektionszahlen deutlich purzeln. Mit den Lockerungen der Maßnahmen und den flächendeckenden Öffnungen von Schulen und KiTas sowie vielen öffentlichen Einrichtungen und Freizeitangeboten nach den Sommerferien hat sich die Situation nun wieder deutlich verändert“, sagt AOK-Chef Tom Ackermann.

AOK-Verwaltungsrat verabschiedet Haushalt für 2022: Neue Ampel-Koalition muss für dauerhaft stabile Kassenfinanzen sorgen

Dortmund (16.12.2021). Einen Rekord-Haushalt für 2022 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund zwölf Milliarden Euro verabschiedete heute einstimmig der Verwaltungsrat der AOK NordWest. Mit über 55.000 neuen Mitgliedern in diesem Jahr bleibt die größte gesetzliche Krankenkasse in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein mit insgesamt 2,9 Millionen Versicherten weiter auf Wachstumskurs. Positiv bewertet der Verwaltungsrat, dass die Ampel die Finanzierungsprobleme der Krankenversicherung erkannt hat und Verantwortung übernehmen will. Hier hätte sich der Verwaltungsrat jedoch ein klares Bekenntnis zur Beitragsstabilität gewünscht. „Die Einnahmen und Ausgaben müssen schnellstens wieder ins Gleichgewicht gebracht werden“, sagte Lutz Schäffer, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender und Versichertenvertreter. Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat dabei eine Menge Arbeit vor sich.