Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider

Steckbrief
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Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider stellt in Niederwinkling Dichtungen für die Automobilindustrie her. Um die Beschäftigten gesund zu erhalten, setzt das Unternehmen seit über zehn Jahren auf Betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt von der AOK Bayern.
Branche
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren
Region
Bayern
Unternehmensgröße
Insgesamt 646 Beschäftigte

Aus BGF wird BGM: Professionalisierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei Wallstabe & Schneider

Von der Einzelmaßnahme zum Strukturpaket

Steigende Lebensarbeitszeit, aber auch der sich abzeichnende demographische Wandel waren für Wallstabe & Schneider nur einige Gründe dafür, sich mit der Gesunderhaltung der Mitarbeiter intensiv zu beschäftigen. So startete 2009 das Gesundheitsmanagement beim niederbayerischen Dichtungstechnikunternehmen. Eine Mitarbeiterbefragung deckte erste Handlungsfelder auf. Mit Einzelmaßnahmen wie Vorträgen, Kursen und Aktionen wie einem Gesundheitstag wurde auf die Wünsche der Mitarbeiter reagiert.

Um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen, wurde dem Betrieb bewusst, dass eine Professionalisierung des BGM zwingend erfolgen muss. Richtungsweisend war 2012 die Bildung eines Steuerkreises BGM bestehend aus der Technischen und Kaufmännischen Geschäftsleitung, dem Betriebsarzt, dem Betriebsrat, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Personalwesen. Der Steuerkreis BGM wird durch Experten der AOK Bayern begleitet und beschäftigt sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen Fragen zum BGM. Erste Aufgabe war die Abstimmung, wo es im BGM hingehen soll, die Definition konkreter Ziele und daraus abgeleitet notwendige Maßnahmen und Aktionen. Die Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements war ein weiterer wichtiger Meilenstein im Projekt.

Intensive Einbindung von Führungskräften und Beschäftigten

Ein zentraler Schritt war die frühzeitige Einbindung der Führungskräfte zum Projektstart, um das Bewusstsein und die Verantwortung für die eigene Gesundheit und für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu stärken. Dazu wurden Workshops "Fit zum Führen" und "Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung" durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse wie Unterstützungsbedarfe und Handlungsempfehlungen aus den Workshops wurden in die Praxis umgesetzt. Interne Fachkräfte (Arbeitssicherheit, Betriebsarzt) ermittelten über Arbeitsplatzanalysen den Bedarf der Mitarbeiter. Umfangreiche Investitionen für neue Arbeitsmittel wurden getätigt.

Über Gesundheitszirkel wurden die Mitarbeiter direkt in das Projekt eingebunden. Die entwickelten Verbesserungsvorschläge konnten dank der Einbindung der Führungskräfte im Vorfeld zielgerichtet und schnell umgesetzt werden.

Die Erfolge können sich sehen lassen

Neben Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, der Arbeitsplatzgestaltung und der Arbeitsprozesse bereichern weitere zahlreiche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zum Thema Bewegung und Ernährung den Berufsalltag der Beschäftigten. Die Maßnahmen werden von den Mitarbeitern gerne angenommen. Somit verbesserten sich zudem das Betriebsklima und die Arbeitszufriedenheit. Nicht zuletzt hat sich der Krankenstand über die letzten vier Jahre positiv entwickelt.

Hervorzuheben ist das große Engagement der projektverantwortlichen Koordinatorinnen, die den BGM-Prozess im Betrieb stetig vorantreiben. Der hohe persönliche Einsatz der „BGM-Kümmerer“ gewährleistet Kontinuität und Erfolg im Projekt.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Heiko Bibrack
Berater für Betriebliches Gesundheitsmanagement
AOK Bayern - Die Gesundheitskasse
Bereich Gesundheitsförderung
Bahnhofstraße 28
94315 Straubing
09421 – 865256
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