HE System Electronic GmbH

Steckbrief
Logo der Firma HE System Electronic GmbH
Die HE System Electronic GmbH hat seit der erfolgreichen Einführung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement die „Bewegte Pause“ vorbildlich in ihren Arbeitsalltag etabliert. Sie ist gewissermaßen ein Selbstläufer geworden.
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen und Leiterplatten
Region
Bayern - Mittelfranken
Unternehmensgröße
ca. 100 Beschäftigte

Schrittweise zum gesunden Unternehmen

HE System Electronic ist ein leistungsstarkes mittelständisches Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung und innovativen Strategien im Bereich der SMT-, Hybridtechnik und Leistungselektronik mit Sitz in Veitsbronn (Landkreis Fürth). Ihre internationalen Kunden stammen vor allem aus den Branchen der Industrie, der Medizintechnik und der Automobilindustrie. Damit ist sie seit Jahren eine feste Größe als Dienstleister für Elektronikfertigung und elektronische Systeme mit etwa 100 Mitarbeitern. Eingebunden ist sie in die TKH Group, einen börsennotierten, niederländischen Technologiekonzern.

Neben der Entwicklung und Produktion kundenspezifischer elektronischer Module und Sensoren wird auch das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bei HE großgeschrieben. Eine intensive Auseinandersetzung rund um das Thema Mitarbeitergesundheit erfolgt im Arbeitskreis, der im Jahr 2018 ins Leben gerufen wurde. Der Arbeitskreis ist mit den wesentlichen Entscheidungsträgern besetzt und wird von der AOK Bayern fachlich begleitet. Die in einem Strategie-Workshop erarbeiteten Ziele der Führungskräfte wurden bei der Ableitung einer Gesamtstrategie im Arbeitskreis miteingearbeitet. Neben der Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit steht vor allem die sichere und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung im Vordergrund.

Mit der zu Beginn (September 2018) von der AOK-Sportfachkraft durchgeführten Arbeitsplatzbegehung wurde der erste Grundstein gelegt, um sich einer optimalen Arbeitsplatzgestaltung hinsichtlich Sicherheit und Ergonomie anzunähern. Mit diesen ersten Erkenntnissen konnte der Arbeitskreis erste bedarfsgerechte Maßnahmen ableiten, die mit der Anschaffung neuer Stühle und höhenverstellbarer Schreibtische realisiert wurden.

„Bewegte Pause“

Nach einer Multiplikatorenschulung Anfang 2019 von 18 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelang es schließlich, die gesamte Belegschaft für praktische Übungen zur Aktivierung, Mobilisation, Koordination und Lockerung des Körpers zu begeistern. Seitdem ist die täglich durchgeführte „Bewegte Pause“ in diesem Unternehmen in allen Abteilungen nicht mehr wegzudenken, da diese bereits einen hohen Stellenwert bei den Mitarbeitenden erreicht hat und sogar aktiv eingefordert wird.

Die „Bewegte Pause“ wird immer zur gleichen Zeit um 10.30 Uhr praktiziert und dauert 10-15 Minuten. Sie findet direkt am Arbeitsplatz statt und geht auf Arbeitszeit. Die Multiplikatoren weisen die Übungen an, wobei sich hier aber auch alle Mitarbeitenden miteinbringen können und selbst Übungen vorschlagen. Hervorzuheben ist, dass sogar in Zeiten von Corona, in denen Homeoffice von einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen wird, die „Bewegte Pause“ nicht an Bedeutung verliert. Die Beschäftigten „treffen“ sich weiterhin via Skype und führen die Übungen dann virtuell gemeinsam durch. Wichtig zu erwähnen ist, dass sich besonders eine Mitarbeiterin diesem Thema angenommen hat und regelmäßig „Guten Morgen-Emails“ an ihre Kolleginnen und Kollegen schreibt und darin auch auf die Bewegte Pause am Vormittag hinweist. Somit werden alle noch einmal an die „Bewegte Pause“ erinnert.

Besser ein nachhaltiges BGM als Aktionismus

Der Arbeitskreis tagt regelmäßig mehrmals im Jahr und hat sich eine nachhaltige Veränderung und Verbesserung auf die Fahne geschrieben, denn „Hauruck-Aktionen bzw. reiner Aktionismus, ohne die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu berücksichtigen, sind wenig zielführend“, so Personalmanagerin Stephanie Billerbeck.

Gemäß der HE- Überzeugung, dass die Mitarbeitenden ihr höchstes Gut sind und deren Schulung und Weiterentwicklung selbstverständlich ist, wurden die Führungskräfte basierend auf den Ergebnissen einer Mitarbeiterbefragung zu den Themen gesunde Kommunikation & Information sowie gesundes Konfliktmanagement geschult.

Gesundheitstage

An den durchgeführten Gesundheitstagen wurde auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Thema Gesundheit nähergebracht. Alle Beschäftigten hatten die Möglichkeit mittels verschiedener Geräte ihren Gesundheitszustand prüfen zu lassen (zum Beispiel der Cardio-Scan zur Analyse des persönlichen Stresslevels sowie des Fitnesslevels des Teilnehmers). Zudem werden durch den Einsatz des digitalen Gesundheitsprogramms „AOK bewegt“ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützt, Gesundheitsziele in ihrem Arbeitsalltag, zum Beispiel mit Tipps gegen Stress oder Informationen für eine gesunde Ernährung, aktiv und nachhaltig umzusetzen. Auch der wöchentlich vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Obstkorb macht deutlich, wieviel Wert die Geschäftsführung auf die Motivation und damit auf die Gesundheit seiner Mitarbeitenden legt.

Psychische Gesundheit

Um die psychische Gesundheit seiner Beschäftigten zu verbessern, entscheidet sich der Arbeitskreis für den Einsatz eines weiteren AOK – Instrumentes, die Arbeitssituationserfassung (ASE). Dieses Analyseinstrument wird eingesetzt, um arbeitsbedingte gesundheitliche Belastungen sowie Ressourcen innerhalb eines Workshops zu erfassen und Verbesserungsvorschläge seitens der Belegschaft zu entwickeln. Auch hier nimmt die Geschäftsleitung von HE die protokollierten Belastungen sehr ernst und zögert nicht, daraus Maßnahmen im Arbeitskreis abzuleiten und auch umzusetzen. Eine engmaschige Information der Belegschaft zum aktuellen Stand des BGMs bei HE ist dabei selbstverständlich.

BGM-Fachkraft

Um selbst zukünftig weiter das eingeführte BGM zu verankern, nimmt die Personalmanagerin von HE das AOK-Angebot einer BGM-Fachkraft-Ausbildung wahr. Schwerpunkt dieser Ausbildung ist die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und Kenntnisse zum BGM-Prozess, sowie deren praxisnahe Anwendung im jeweiligen betrieblichen Kontext.

„Auf dem Laufenden bleiben“

Da Laufen in der Gruppe erwiesenermaßen mehr Spaß macht, hat sich eine ambitionierte Laufgruppe von rund sieben Kolleginnen und Kollegen etabliert, die sich wöchentlich zum sportlichen „Sauerstofftanken“ trifft. Die erfolgreiche Teilnahme an mehreren Firmenläufen (B2run) und Laufevents ist ein gutes Indiz dafür, dass das Thema Gesundheit von den Mitarbeitenden positiv angenommen wird. Ein Ergebnis, das HE sehr erfreut, jedoch „gibt es noch viel zu tun bzw. wollen wir auf dem Laufenden bleiben, um zukünftig noch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Aktionen dieser Art zu gewinnen“, so der HE-Geschäftsführer Axel Weber. 

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Sandra Loscher
Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement
AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Zentrale Gesundheitsförderung / Fachbereich Arbeitswelt
Frauentorgraben 49
90443 Nürnberg
0911 218-533
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