Magnet-Schultz GmbH Co. KG

Steckbrief
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Mitarbeiterfragen und das Aufgreifen der Ergebnisse in Gesundheitszirkeln – dieses Vorgehen führte bei der Magnet-Schultz in Memmingen zum erfolgreichen BGM und zur Zertifizierung als „Gesundes Unternehmen“ in Silber.
Branche
Herstellung von Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren, Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Region
Bayern
Unternehmensgröße
Insgesamt 2.700 Mitarbeiter

Durch ein systematisches Vorgehen vom BGF zum zertifizierten BGM-Unternehmen

Die Magnet-Schultz GmbH & Co. KG (im folgenden MSM) ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit 2.700 Beschäftigten und Standorten in Deutschland, Schweiz, USA, Großbritannien, Italien und China. Am Hauptstandort Memmingen und dem Werk in Memmingerberg werden mit ca. 2.000 Beschäftigten elektromagnetische Aktorik und Sensorik für die Investitionsgüter-, Aerospace-, Automotive-Industrie sowie Medizintechnik entwickelt und produziert.

„Die Grundidee, den Unternehmenserfolg auf zufriedene und gesunde Mitarbeiter zu gründen, besteht schon seit über 20 Jahren“ berichtet der Leiter der Personalabteilung Herr Lasser. Um für die wachsenden Herausforderungen gerüstet zu sein und mit Blick auf die demografische Entwicklung wurde 2011 der Arbeitskreis Gesundheit installiert und betriebliche Gesundheitsmaßnahmen zur Prävention und Sensibilisierung der Belegschaft systematisiert. Schichtdienst und körperliche Arbeit, aber auch zunehmende Tätigkeiten vor dem Bildschirm erfordern eine hohe Konzentration. Um den steigenden Arbeitsbelastungen gewachsen zu sein, werden die bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen.

Gesundheitszirkel als Mittel der Wahl

Um die Arbeitsplätze von allen Seiten zu beleuchten bzw. zu optimieren, erscheint das Analyseinstrument „Gesundheitszirkel“ als ideale Lösung für MSM. Die Beschäftigten sind die Experten ihres Arbeitsplatzes, d.h. sie wissen selbst am besten, was gut läuft und wo Verbesserungen nötig sind. So werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv an der Arbeitsplatzoptimierung beteiligt.

Eine Besonderheit am Vorgehen von MSM ist, dass vor jedem Gesundheitszirkel eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt wird. Die Ergebnisse dieser Befragung werden im Gesundheitszirkel aufgegriffen: von der „richtigen Beleuchtung“ am Arbeitsplatz bis zur ergonomischen Ist-Analyse, von der Organisation bis zum kollegialen Miteinander in der Abteilung werden alle Themen diskutiert und praxisnahe Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Das Einbeziehen der entsprechenden Führungskraft, der Sicherheitsfachkraft sowie des Betriebsarztes und des betriebsärztlichen Dienstes erfolgt systematisch. MSM startete 2012 mit dem ersten Gesundheitszirkel. Inzwischen wurde in allen Abteilungen der MSM ein Gesundheitszirkel bzw. teilweise die „kleinere“ Form der Arbeits- und Situationserfassung mit einer vorhergehenden Befragung durchgeführt.

Zusätzlich organisiert das Steuerungsteam weitere Maßnahmen wie Ergonomie-Schulungen, Gesundheitswochen, Workshops zum Thema Suchtprävention für Vorgesetzte sowie für Auszubildende. Die Ideen dazu resultieren oft aus den Gesundheitszirkeln und sind damit direkt auf die Bedürfnisse der Beschäftigten ausgerichtet.

BGM-Erfolge durch Zertifizierung „gesundes Unternehmen“ gewürdigt

Der Erfolg des BGM bei MSM steht auf vielen Säulen: die Fürsprache der Geschäftsleitung, der gut arbeitende Arbeitskreis Gesundheit, die engagierte BGM-Fachkraft als „Kümmerer“, das klare und transparente Konzept, der Einsatz der Führungskräfte als Lotsen und nicht zuletzt die beschriebene Mitarbeiterbeteiligung. Die Bestätigung, dass sich der Aufwand lohnt, zeigt sich in vielerlei Hinsicht: die Betriebsorganisation wurde optimiert, Umgebungsbelastungen, physische und psychische Belastungen verringert, die Arbeitssicherheit erhöht, die Kommunikation untereinander, das Betriebsklima und die Arbeitszufriedenheit verbessert. Zu guter Letzt wird das starke Engagement mit der Zertifizierung „Gesundes Unternehmen“ gewürdigt.

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Zertifizierung Gesundes Unternehmen

Mit dem Zertifikat Gesundes Unternehmen können Unternehmen dokumentieren, dass sie sich in besonderer Weise im BGM engagieren. Zudem erfahren sie, wo sie im BGM stehen und wie Maßnahmen optimiert werden können.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Edgar Grofmeyer
Berater für Betriebliches Gesundheitsmanagement
AOK Bayern - Die Gesundheits­kasse
Bereich Gesund­heits­förderung
Carl-Wery-Str. 28
81739 München
089 62730-831
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