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Elektronische Gesundheitskarte: die wichtigsten Fragen und Antworten

Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) können Sie Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. In unserem FAQ erfahren Sie, was Sie über Verwendung, Erstellung, Funktionen und Datennutzung der eGK wissen möchten.

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der AOK

Allgemeine Fragen zur eGK

Alle Versicherten, also auch mitversicherte Familienangehörige, erhalten eine eigene elektronische Gesundheitskarte. Mit ihr weisen Sie sich als AOK-Versicherter aus und können Leistungen von Ärzten oder Zahnärzten beanspruchen. Neben der Behandlung sowie Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen können das auch weitere veranlasste Leistungen, wie zum Beispiel Arzneimittel, sein.

Wer für Versicherte der AOK NORDWEST Gesundheitsleistungen erbringt, kann einfach mit der AOK abrechnen. Die dazu notwendigen Daten werden in der Praxis, dem Krankenhaus oder bei einem anderen Leistungserbringer beim Einlesen der Karte dem integrierten Chip entnommen.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie immer die aktuelle (also Ihnen zuletzt zugesandte) elektronische Gesundheitskarte vorlegen. Ältere Karten verlieren mit der Zustellung einer neuen elektronischen Gesundheitskarte ihre Gültigkeit.

Die elektronische Gesundheitskarte dient als Versicherungsnachweis gegenüber Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und weiteren Leistungserbringern im Gesundheitswesen genutzt. Sie erleichtert den Zugang zu den gesetzlichen Leistungen. Alle für eine Abrechnung mit Ihrer AOK NORDWEST erforderlichen Daten werden elektronisch auslesbar und stets aktuell vorgehalten. Das minimiert den Verwaltungsaufwand in den Praxen. Zudem wird durch das aufgebrachte Foto einem Missbrauch der Karte vorgebeugt.

Die auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte hinterlegten Zertifikate haben eine begrenzte Lebensdauer. Dies gibt das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor, um ein hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Mit jeder neuen Chip-Generation werden höhere Sicherheitsanforderungen erfüllt. Zudem wird die Karte damit leistungsfähiger. Sie ist schneller als ihre Vorgänger und geeignet für neue Funktionen.

Die erste Kartengeneration (G1) läuft aus. Seit dem 1. Januar 2019 dürfen Sie nur noch Karten der zweiten Generation nutzen. Vorgelegte G1-Karten werden in der Praxis als ungültig abgewiesen. Sie erhalten kostenfrei eine neue elektronische Gesundheitskarte der zweiten Generation. Das gewährt Ihnen eine größere Sicherheit. Der Chip ist auch schneller und bereit für neue Funktionen.

Vorderseite:

  • Microprozessorchip: Die eGK enthält einen Chip, der die persönlichen Daten speichert, die Ihr Arzt, Zahnarzt oder anderer Leistungserbringer für die Abrechnung mit der AOK benötigt. Für von Ihnen gewünschte weitere Anwendungen steht ebenfalls Speicherplatz zur Verfügung.
  • Foto: Die Karte ist für Versicherte ab dem 15. Geburtstag grundsätzlich mit einem Foto versehen. Dies bietet Schutz gegen Kartenmissbrauch. Für Versicherte, die bei der Erstellung eines Fotos wegen ihres Gesundheitszustandes nicht mitwirken können, ist das Foto auf der elektronischen Gesundheitskarte freiwillig.
  • Versicherung: Das angegebene Institutionskennzeichen zeigt an, dass die Karte von der AOK NORDWEST stammt.
  • Versichertennummer: Mit Hilfe Ihrer persönlichen Identifikationsnummer können alle Sie betreffenden Anfragen eindeutig zugeordnet werden.
  • Kartenfolgenummer: Die fortlaufende Nummerierung erleichtert Ihnen, die alte Karte von der aktuellen elektronischen Gesundheitskarte zu unterscheiden.
  • Versionsnummer: Die erste Stelle gibt die Generation des verwendeten Kartenchips an. Ab dem 01.01.2019 dürfen nur noch Karten der zweiten Generation (G2) verwendet werden. Folgenummern nach einem Punkt (zum Beispiel 2.1) weisen auf Erweiterungen der Funktionen hin. Bei der 2.1-Karte kann beispielsweise der PIN für den Medikationsplan abgeschaltet werden, damit Sie nicht bei jedem Apothekenbesuch Ihre PIN eingeben müssen.

Rückseite:

  • Unterschriftenfeld: Die elektronische Gesundheitskarte ist nicht übertragbar. Sie ist nur mit einer entsprechenden Unterschrift in diesem Feld gültig. Die Unterschrift ist grundsätzlich vom Versicherten selbst zu leisten. Ausnahmen bestehen
     - bei Kindern bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres sowie
     - bei anderen Geschäftsunfähigen oder beschränkt Geschäftsfähigen.
    Hier unterschreibt der gesetzliche Vertreter.
  • Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC): Mit der aufgedruckten EHIC erhalten Sie auch außerhalb der Bundesrepublik Deutschland medizinische Leistungen beim Arzt, Zahnarzt oder im Krankenhaus, falls Sie einen Unfall erleiden oder eine akute Erkrankung eintritt. Das gilt für alle Länder der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, die Schweiz und Serbien.

Bitte beachten Sie: Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt – soweit Sie bei der AOK NORDWEST versichert sind – bis zum aufgedruckten Ablaufdatum. Aus unterschiedlichen Gründen können Sie bereits vor diesem Datum eine neue Karte erhalten. In diesem Fall endet die Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte unabhängig vom aufgedruckten Datum. Sie können dann nur noch die neue Karte verwenden.

Sind die Felder auf der Rückseite nicht ausgefüllt, stehen Ihnen die Leistungen im Ausland nicht zur Verfügung. Die Kennnummer der Karte ist allerdings unabhängig vom Anspruch immer aufgedruckt.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Faltblatt (PDF, 1,7 MB).

Auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte ist seit Ende 2018 ein Symbol aufgebracht. Der durchgestrichene Mülleimer weist darauf hin, dass die Karte als Elektrogerät gilt und damit nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden darf. Bitte senden Sie uns alte Karten zurück. Wir entsorgen sie datenschutz- und umweltgerecht.

Fragen zu Erhalt und Erstellung der eGK

Wenn Sie Ihre elektronische Gesundheitskarte noch nicht erhalten haben oder sie verloren oder vergessen haben, können Sie dennoch Gesundheitsleistungen beziehen.

Melden Sie sich vor einem Arztbesuch bei uns, sollten Sie noch keine Karte bekommen oder Ihre Karte verloren haben. Wir senden Ihnen eine Bescheinigung als vorläufigen Ersatz zu. Bitte legen Sie das Dokument bei Ihrem Arzt beziehungsweise Zahnarzt vor. Er kann dann mit uns abrechnen.

Sollten Sie Ihre aktuelle elektronische Gesundheitskarte vergessen haben oder eine ungültige ältere Karte vorlegen, darf der Arzt beziehungsweise Zahnarzt Ihnen nach zehn Tagen die von ihm erbrachten Leistungen privat in Rechnung stellen. Sie haben allerdings die Möglichkeit, bis zum Quartalsende eine gültige elektronische Gesundheitskarte einlesen zu lassen. Bitte beachten Sie, dass wir gegebenenfalls privat verauslagte Kosten nicht erstatten dürfen. Daher empfehlen wir, die gültige Karte möglichst innerhalb von zehn Tagen nachzureichen.

Das Bild für die elektronische Gesundheitskarte entspricht dem gängigen Passfoto in Größe 35 x 45 mm (ohne Rand). Bitte achten Sie darauf, dass Sie frontal klar erkennbar sind. Falls Sie aus religiösen oder anderen wichtigen Gründen eine Kopfbedeckung tragen, sollte diese Ihr Gesicht nicht bedecken. Ihre Augen sollten geöffnet und zu sehen sein (auch bei Brillenträgern). Ihr Kopf befindet sich in der Mitte und füllt 70 bis 80 Prozent des Bildes aus. Der Hintergrund ist neutral, ohne störende Elemente oder Schatten.

Beachten Sie bitte, dass wir Ihnen, wenn Sie uns ein Foto schicken, das Bild nicht zurücksenden können. Sie wollen uns lieber ein digitales Bild zusenden? Das geht ganz einfach über unseren digitalen Service.

Wussten Sie, dass wir Sie auch online betreuen? Hier geht es zu Ihrem Online-ServiceCenter.

Erst mit der Vollendung des 15. Lebensjahres ist ein Foto Pflicht. Wir setzen uns rechtzeitig zuvor mit Ihrem Kind in Verbindung.

Bei Kindern unter 15 unterschreibt der Erziehungsberechtigte. Bei Vollendung des 15. Lebensjahres erhalten Jugendliche eine elektronische Gesundheitskarte mit Foto. Dann unterschreibt der versicherte Jugendliche selbst.

Falls Sie noch keine elektronische Gesundheitskarte haben oder eine neue benötigen (zum Beispiel weil Sie das Bild aktualisieren wollen), beantragen Sie diese bei Ihrer AOK. Ihr AOK-Berater hilft Ihnen gern. Sie können auch einfach unseren digitalen Kundendienst nutzen. Hier geht es zu Ihrem Online-ServiceCenter.

Sie wollen nur Ihr Foto aktualisieren oder erstmalig ein Foto zur Verfügung stellen? Auch das geht ganz einfach über unseren digitalen Service.

Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn Ihre elektronische Gesundheitskarte verloren ging oder gestohlen wurde. Wir sorgen umgehend für einen Ersatz. Um Missbrauchsversuche abzuwehren, sperren wir die Karte. Übrigens: Die neue elektronische Gesundheitskarte stellen wir Ihnen kostenfrei zur Verfügung.

Sollten Sie einen Arzttermin haben, stellen wir Ihnen als vorläufigen Ersatz eine Bescheinigung zu. Bitte legen Sie diese bei Ihrem Arzt beziehungsweise Zahnarzt vor. Er kann dann mit uns abrechnen.

Wussten Sie, dass wir Sie auch online betreuen? Hier geht es zu Ihrem Online-ServiceCenter.

Ändern sich Ihre Personendaten (mit Ausnahme des Geburtsdatums und Geschlechts) oder Ihr Versichertenstatus, wird die eGK beim erstmaligen Auslesen im Quartal automatisch aktualisiert. Dazu wird eine besonders sichere Verbindung genutzt, die Telematik-Infrastruktur.

Eine neue elektronische Gesundheitskarte wird erstellt, wenn ...

  • sich Ihr Name ändert. Dies ist erforderlich, weil der alte Name auch auf dem Kartenkörper aufgedruckt ist. Die alte Karte können Sie bis zum Erhalt der neuen weiter verwenden.
  • das Geburtsdatum oder Geschlecht korrigiert wird. Das ist erforderlich, weil in diesem Fall eine neue Versichertennummer zu vergeben und die alte Nummer auch auf dem Kartenkörper aufgedruckt ist. Die alte Karte können Sie bis zum Erhalt der neuen weiter verwenden.
  • Sie ein (neues) Bild einreichen, weil das Bild ausschließlich auf dem Kartenkörper aufgedruckt ist. Nutzen Sie zur Aktualisierung einfach unseren digitalen Service. Die alte Karte können Sie bis zum Erhalt der neuen weiter verwenden.
  • die vom Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgeschriebenen Sicherheitszertifikate ablaufen. Sie erhalten rechtzeitig vor Ablauf eine neue Karte. Bitte verwenden Sie nach Erhalt nur noch diese Karte, da die ältere gesperrt wird.
  • die Karte verloren ging oder gestohlen wurde. Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn das der Fall sein sollte, damit Sie schnell eine neue Karte erhalten und wir Missbrauchsversuche durch eine Kartensperrung verhindern können.
  • die Karte beschädigt wurde und nicht mehr in einem Lesegerät eingelesen werden kann oder der Chip einen Defekt aufweist. Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn das der Fall sein sollte, damit Sie schnell eine neue Karte erhalten.

Sie müssen nicht aktiv werden. Wir senden Ihnen eine neue elektronische Gesundheitskarte zu – unkompliziert und kostenfrei.

Bitte informieren Sie uns, wenn Ihre elektronische Gesundheitskarte defekt ist. Wir sorgen umgehend für einen kostenfreien Ersatz.

Sollten Sie einen Arzttermin haben, stellen wir Ihnen als vorläufigen Ersatz eine Bescheinigung zu. Bitte legen Sie diese bei Ihrem Arzt beziehungsweise Zahnarzt vor. Er kann dann mit uns abrechnen.

Wussten Sie, dass wir Sie auch online betreuen? Hier geht es zu Ihrem Online-ServiceCenter.

Elektronische Gesundheitskarten enthalten einen Mikroprozessorchip. Damit zählen sie zu den Elektrogeräten und dürfen nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte senden Sie uns alte Karten zurück. Wir entsorgen sie datenschutz- und umweltgerecht.

Fragen zu Verwendung und Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte

Einige Funktionen der Gesundheitskarte können nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch genutzt werden. Hierfür ist zusätzlich ein Schutz durch Eingabe einer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) vorgesehen. Die PIN wird Ihnen wenige Tage nach der Gesundheitskarte per Brief zugestellt.

Bitte achten Sie bei Erhalt des Briefes darauf, dass das Schutzsiegel über der Nummer nicht beschädigt ist. Sollte dies der Fall sein, kontaktieren Sie uns umgehend, damit wir Sie mit einer neuen Gesundheitskarte und auch einer neuen PIN versorgen können. Gleiches gilt, wenn die PIN unbefugten Personen zugänglich wurde. Bitte bewahren Sie daher den Brief gut auf. Zeigen Sie die PIN niemandem, dem Sie nicht vertrauen, auch nicht den Beratern Ihrer AOK. Diese dürfen aus Gründen des Datenschutzes von der PIN keine Kenntnis haben.

Geben Sie die PIN mehrfach fehlerhaft ein, wird der Zugriff auf die PIN-geschützten Daten gesperrt. Derzeit gibt es leider noch keine Möglichkeit, bei mehrfacher Eingabe einer falschen PIN eine Rücksetzung durch einen Entsperrschlüssel (Personel-Unlocking-Key – PUK) vorzunehmen. Bitte setzen Sie sich dann mit uns in Verbindung. Ihr AOK-Berater wird Ihnen eine neue Karte mit einer neuen PIN bestellen. Oder nutzen Sie einfach unseren digitalen Kundendienst. Hier geht es zu Ihrem Online-ServiceCenter.

Die elektronische Gesundheitskarte selbst können Sie uneingeschränkt in der ganzen Bundesrepublik Deutschland bei allen zugelassenen Leistungserbringern nutzen. Die auf der Rückseite aufgedruckte Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC) wird im staatlichen Gesundheitssystem der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, der Schweiz und Serbien anerkannt.

Für andere Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen wurde, benötigen Sie eine spezielle Anspruchsbescheinigung. Bitte setzen Sie sich dazu mit uns in Verbindung, wenn Sie nach Bosnien-Herzegowina, Tunesien oder in die Türkei reisen wollen.

Beachten Sie bitte für alle Auslandsreisen: Es werden nur sofort notwendige Leistungen erbracht. Es gelten die Regelungen, die im Aufenthaltsland verbindlich sind. So können einige gewohnte Leistungen nicht oder nur gegen Zuzahlungen erlangt werden. Deutsche Krankenkassen dürfen keine Rücküberführungen aus dem Urlaubsland erbringen.

Wir empfehlen bei allen Auslandsreisen den Abschluss einer Zusatzversicherung. Kennen Sie schon unseren Wahltarif?

Wussten Sie, dass wir Sie auch online betreuen? Hier geht es zu Ihrem Online-ServiceCenter.

Ein Near-Field-Communication-Chip (NFC-Chip) nutzt einen Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung. Dabei müssen sich zwei Geräte (hier Lesegerät oder Smartphone und Karte) in einem Abstand von nur wenigen Zentimetern befinden. NFC bietet daher eine große Sicherheit gegen das Abhören, da mögliche Spione sich Ihnen auf engsten Raum nähern müssten.

Die Technik wird bereits regelmäßig beim neuen Personalausweis sowie vielen Bankkarten verwendet. Eine Abschirmung vor unbefugten Zugriffen ist leicht durch den Einsatz von Schutzhüllen, aber auch durch das Stapeln mehrerer solcher Chip-Karten zum Beispiel im Portemonnaie möglich.

Die AOK NORDWEST bietet zurzeit noch keine elektronischen Gesundheitskarten mit NFC-Chip an. Es gibt noch keine zugelassenen Anwendungen, die diese Technik nutzen könnten.

Das Bundesgesundheitsministerium plant allerdings, eine NFC-Ausstattung der elektronischen Gesundheitskarte verpflichtend einzuführen, damit Sie zukünftige Anwendungen auch einfach mittels PC, Tablet-PC oder Smartphone nutzen können.

Aktualisierungsdienst: Seit Dezember 2017 werden Praxen, Krankenhäuser und andere Leistungserbringer an die Telematik-Infrastruktur (TI) angeschlossen. Die TI soll alle Beteiligten im Gesundheitswesen wie zum Beispiel Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheken und Krankenkassen datenschutzgerecht miteinander vernetzen: Dies ermöglicht eine Online-Kommunikation aller Beteiligten. Wer eine neue elektronische Gesundheitskarte erhält, kann nur noch diese Karte verwenden. Ältere Karten werden gesperrt und dürfen nicht mehr akzeptiert werden.

Für die Aktualisierung der Personendaten und Daten zur Krankenversicherung hält Ihre AOK einen Versichertenstammdatendienst vor. Beim ersten Stecken der elektronischen Gesundheitskarte bei Ihrem Arzt oder Zahnarzt im Quartal werden die Daten auf dem Chip automatisch mit den Daten des Dienstes abgeglichen und ggf. aktualisiert. Zugleich wird die Gültigkeit der Karte geprüft. Auf diese Weise soll ein möglicher Missbrauch verhindert werden, wenn Ihre Gesundheitskarte in falsche Hände gelangt ist.

Für den Datenabgleich in der Praxis ist keine PIN-Eingabe erforderlich. Es erfolgt allerdings ein Abgleich der Zertifikate, damit die gegebenenfalls erforderliche Änderung (zum Beispiel der Anschrift) nur in der geschützten Umgebung der Praxis erfolgen kann.

Notfalldaten – ab 2019: Damit insbesondere der Rettungsdienst gegebenenfalls bestehende Unverträglichkeiten (zum Beispiel gegen Medikamente oder einzelne Wirkstoffe) oder andere Gefährdungen (zum Beispiel Informationen über Vorerkrankungen, Allergien, regelmäßig eingenommene Medikamente oder aktuelle Diagnosen) erkennen kann, bietet der Chip auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte Platz für einen Notfalldatensatz. Diese Daten unterstützen Ärzte dabei, schnell eine geeignete Behandlung zu wählen.

Nur ihr behandelnder Arzt kann den Notfalldatensatz erstellen. Wir wissen nicht, welche technischen Möglichkeiten Ihr Arzt nutzt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an ihn.

Für die Erstellung oder Änderung eines Notfalldatensatzes benötigen Sie eine persönliche Identifikationsnummer (PIN). Die PIN wird Ihnen wenige Tage nach der Gesundheitskarte per Brief zugestellt. Sollten Sie noch keine PIN erhalten haben oder eine neue benötigen, kontaktieren Sie uns. Unter Umständen ist dazu auch eine neue elektronische Gesundheitskarte auszustellen.

Im Notfall ist der Arzt übrigens berechtigt, auf den Datensatz auch ohne Ihre PIN zuzugreifen. Dazu erfolgt ein Zertifikatsabgleich. So sind Sie vor unbefugten Zugriffen geschützt. Eine Änderung der Notfalldaten ist dabei nicht möglich.

Medikationsplan – ab 2019: Der Chip auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte bietet Platz für einen Medikationsplan. Dieser kann nur von Ihrem behandelnden Arzt erstellt werden. Wir wissen nicht, welche technischen Möglichkeiten Ihr Arzt nutzt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an ihn.

Ärzte und Apotheken nutzen und ergänzen bei Bedarf den elektronischen Medikationsplan (zum Beispiel auch um rezeptfreie Medikamente). So wird sichergestellt, dass Unverträglichkeiten oder unerwünschte Gegenwirkungen ausgeschlossen werden. Das erleichtert die Therapiesicherheit sowie die Beratung durch Ärzte oder Apotheker.

Für die Erstellung eines Medikationsplanes benötigen Sie eine persönliche Identifikationsnummer (PIN). Die PIN wird Ihnen wenige Tage nach der Gesundheitskarte per Brief zugestellt. Sollten Sie noch keine PIN erhalten haben oder eine neue benötigen, setzen Sie sich bitte kurz mit uns in Verbindung. Unter Umständen ist dazu auch eine neue elektronische Gesundheitskarte auszustellen.

Elektronisches Rezept: Die elektronische Gesundheitskarte soll Papierrezepte überflüssig machen: Die Daten werden mit der Karte transportiert. Das Rezept wird dazu in einem geschützten Bereich, der nur Patienten, Ärzten und Apothekern zugänglich ist, gespeichert.

Persönliche Erklärungen: Damit wichtige Unterlagen schnell gefunden werden können, bietet der Chip auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte Platz für die Hinterlegung von Aufbewahrungsorten. Insbesondere können Sie dort vermerken, wo Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten oder der Organspende-Ausweis zu finden sind. Im Notfall ist der Arzt übrigens berechtigt, auf diese Daten auch ohne Ihre PIN zuzugreifen.

Patientenakte: In der Patientenakte können Sie alle medizinisch relevanten Daten ablegen. Das sind zum Beispiel Befunde und Berichte Ihrer Ärzte sowie auch Ihre selbst erstellten Daten für Schmerzprotokolle, zum Beispiel aus Blutdruck- oder –zuckermessungen. Sie haben selbst immer Zugriff auf diese Daten und können anderen (insbesondere Ärzten, Krankenhäusern, Apothekern) Einblick gestatten.

Fragen zur Datennutzung durch die elektronische Gesundheitskarte

Die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte sind verschlüsselt. Der Datenaustausch erfolgt ausschließlich über besonders gesicherte Verbindungen, die Telematik-Infrastruktur. Medizinische Daten werden bereits verschlüsselt, bevor sie die (Zahn-)Arztpraxis verlassen. Durch eine "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung" werden strikte Vorgaben des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) umgesetzt. Darüber hinaus ist vor einem Zugriff auf medizinische Daten jeweils durch die Eingabe der PIN Ihre Zustimmung erforderlich. Ausnahmen: Auf die Notfalldaten kann im Notfall ohne PIN zugegriffen werden, ebenso auf die Daten des Medikationsplans, wenn Sie diese Daten ohne die PIN nutzen möchten.

Für die elektronische Gesundheitskarte gilt ein Höchstmaß an Schutzmaßnahmen. Diese werden zudem laufend technisch weiterentwickelt. Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH betreibt die Telematik-Infrastruktur und unterwirft alle Betreiber von Dienstleistungen sowie Hard- und Softwarekomponenten einem strengen Zulassungs- und Überprüfungsverfahren. Dabei arbeitet sie eng mit dem BSI zusammen.

Es gilt der Grundsatz, dass Sie als Patient darüber bestimmen, welche der gespeicherten medizinischen Daten wem zur Verfügung gestellt werden. Ein Zwang zur Offenbarung medizinischer Daten der elektronischen Gesundheitskarte gegenüber Dritten besteht nicht. Vielmehr werden Verstöße gegen diese Regelung mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder entsprechenden Geldstrafen geahndet.

Gerne geben wir Ihnen weitere Hinweise zum Datenschutz sowie zur Datenverarbeitung und zu Ihren damit verbundenen Rechten. Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte und Telematik-Infrastruktur finden Sie auch auf den Seiten der gematik sowie des Bundesgesundheitsministeriums.

Auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte werden Ihre Personendaten gespeichert. Diese sind:

  • Versichertennummer zehnstellig (1. Stelle Alpha-Zeichen, 2. Bis 9. Stelle Ziffern, 10. Stelle Prüfziffer),
  • Name,
  • Vorname(n) oder leer, wenn nicht vorhanden,
  • ggf. Vorsatzworte, Namenszusätze und Titel,
  • Geburtsdatum (im Format YYYYMMDD) und
  • Geschlecht (m = männlich, w = weiblich oder d = divers) sowie
  • Anschrift (Ländercode, Postleitzahl, Ort, Land, Straße, Hausnummer, Anschriftenzusatz)

Darüber hinaus werden Daten zur Krankenversicherung vorgehalten. Diese sind:

  • aktueller Beginn des Versicherungsschutzes (Format YYYYMMDD),
  • ggf. Gültigkeitsdatum (Format YYYYMMDD), falls die Versicherung von vornherein befristet ist,
  • Institutionskennzeichen (neunstellig, nur Ziffern) der AOK NORDWEST,
  • Kostenträgerländercode (Deutschland = D)
  • Versichertenart (1 = Mitglieder, 3 = Familienversicherte 5 = Rentner und ihre Familienangehörigen, gegebenenfalls 9 = Auslandsversicherte),
  • Nummer (Integrated Circuit Card Serial Number = ICCSN) der elektronischen Gesundheitskarte 20-stellig (nur Ziffern),
  • Wohnortprinzip-Kennzeichen (WOP) zur Ermittlung der zuständigen Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigung (01 = Schleswig-Holstein, 02 = Hamburg, 03 = Bremen, 17 = Niedersachsen, 20 = Westfalen-Lippe, 38 = Nordrhein, 46 = Hessen, 47 = Koblenz, 48 = Rheinhessen, 49 = Pfalz, 50 = Trier, 55 = Nordbaden, 60 = Südbaden, 61 = Nordwürttemberg, 62 = Südwürttemberg, 71 = Bayern, 72 = Berlin, 73 = Saarland, 78 = Mecklenburg-Vorpommern, 83 = Brandenburg, 88 = Sachsen-Anhalt, 93 = Thüringen und 98 = Sachsen),
  • gegebenenfalls besondere Personengruppenschlüssel (4 = Sozialhilfeempfänger, 6 = Leistungsempfänger nach dem Bundesversorgungsgesetz, 7 = Sozialversicherungsabkommen-Kennzeichnung für zwischenstaatliches Krankenversicherungsrecht bei Personen mit Wohnsitz im Inland und Abrechnung nach Aufwand, 8 = Sozialversicherungsabkommen-Kennzeichen bei Personen mit Wohnsitz im Inland und Pauschalabrechnung, ggf. 9 = Auslandsversicherte),
  • gegebenenfalls Ruhen der Leistungsansprüche mit Beginn- und Endedatum (jeweils im Format YYYYMMDD) in den Ausprägungen 1 = vollständig (nur Notfälle) oder 2 = eingeschränkt (nur sofort notwendige sowie Vorsorgeleistungen).

Zudem können in einem besonders geschützten – nur von (Zahn-)Arztpraxen zu öffnenden – Bereich hinterlegt werden:

  • Zuzahlungsstatus vorbelegt mit 0 = zuzahlungspflichtig.
  • Zuzahlungsstatus kann auch 1 = von Zuzahlungspflicht befreit beinhalten. Diese Funktion wird nicht von der AOK NORDWEST genutzt. Von der Zuzahlungspflicht befreite Versicherte erhalten dazu einen besonderen Ausweis.
  • gegebenenfalls Zuzahlungsstatus Gültigkeit bis (Format YYYMMDD).
  • Disease-Management-Programm-Kennzeichnung vorbelegt mit 0 = keine Kennzeichnung.
  • Disease-Management-Programm-Kennzeichnung kann auch enthalten 1 = Diabetes Mellitus Typ 2, 2 = Brustkrebs, 3 = koronare Herzkrankheit, 4 = Diabetes Millitus Typ 1, 5 = Asthma bronchiale, 6 = COPD, 9 = Auslandsversicherte (bei mehr als einer DMP-Teilnahme ist nur das Kennzeichen anzugeben, das für den Risikostrukturausgleich relevant ist). Die AOK NORDWEST nutzt diese Funktion nicht.
  • Selektivverträge ärztlich oder auch zahnärztlich vorbelegt mit 0 = liegt nicht vor.
  • Selektivverträge ärztlich oder auch zahnärztlich können auch enthalten 1 = liegt vor oder 9 = Vertragskennzeichen nicht genutzt. Als Art der Verträge wird ein vierstelliger Code hinterlegt. Dieser setzt sich zusammen aus der 1. Stelle = Hausarztzentrierte Versorgung nach § 73b SGB V, 2. Stelle = ambulante ärztliche Versorgung nach § 73c SGB V, 3. Stelle = strukturiertes Behandlungsprogramm nach § 137f SGB V und 4. Stelle = integrierte Versorgung nach § 140a SGB V. Die AOK NORDWEST nutzt diese Funktion nicht.

Außerdem enthält der Chip Schlüssel, die eine Identifizierung und Prüfung der Karte ermöglichen.

Weitere Informationen – insbesondere über Ihre Gesundheit – werden nur dann gespeichert, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an, wenn Sie diese weiteren Funktionen nutzen wollen. Für weitere Anwendungen steht entsprechender Speicherplatz bereit. Zudem ist auf der Karte eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) hinterlegt. Ohne die Eingabe dieses PIN können Sie keine weiteren Anwendungen nutzen.

Für die Aktualisierung der Personendaten und Daten zur Krankenversicherung hält Ihre AOK einen Aktualisierungsdienst vor. Beim ersten Stecken der elektronischen Gesundheitskarte bei Ihrem Arzt oder Zahnarzt im Quartal werden die Daten auf dem Chip automatisch mit den Daten des Dienstes abgeglichen und gegebenenfalls aktualisiert. Zugleich wird die Gültigkeit der Karte geprüft. Auf diese Weise soll ein möglicher Missbrauch verhindert werden, wenn Ihre Gesundheitskarte in falsche Hände gelangt ist.

Für den Datenabgleich in der Praxis ist keine PIN-Eingabe erforderlich. Es erfolgt allerdings ein Abgleich der Zertifikate, damit die gegebenenfalls erforderliche Änderung (zum Beispiel der Anschrift) nur in der geschützten Umgebung der Praxis erfolgen kann.

Sollte die von Ihnen besuchte Arztpraxis noch nicht an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein, kann der Aktualisierungsdienst nicht genutzt werden. Setzen Sie sich dann kurz mit uns in Verbindung. Wir helfen Ihnen gern, die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte auf den neuesten Stand zu bringen.

Medizinische Daten, zum Beispiel Notfalldaten, werden von Ihren Ärzten nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert. Zu Ihrer Sicherheit kann ein Datensatz mit Gesundheitsdaten nur angelegt werden, wenn Sie zuvor den Vorgang per Eingabe Ihrer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) bestätigt haben. Die PIN wird Ihnen wenige Tage nach der Gesundheitskarte per Brief zugestellt. Sollten Sie noch keine PIN erhalten haben oder eine neue benötigen, setzen Sie sich bitte kurz mit uns in Verbindung. Unter Umständen ist dazu auch eine neue elektronische Gesundheitskarte auszustellen.

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