Therapieangebote: Das leistet die AOK bei physischen und psychischen Erkrankungen

Therapien und Heilmittel sind Maßnahmen, die viele körperliche und psychische Leiden zu lindern oder zu heilen vermögen. Bei psychischen Erkrankungen helfen Psychiater oder Psychotherapeuten etwa mit einer ambulanten Psychotherapie oder einer Soziotherapie. Logopädie, Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Massagen und Ergotherapie sind dagegen Beispiele für Heilmittel, die bei physischen Beschwerden helfen. Die AOK übernimmt die Kosten für viele Behandlungen im psychotherapeutischen Bereich und für Heilmittel, die ein Arzt verordnet.

Therapie psychischer Erkrankungen

Notwendige Therapien (auch medikamentöse) bei psychischen Erkrankungen gehören zu den Leistungen der AOK. Dazu gehören beispielsweise psychotherapeutische Behandlungen in Einzel- oder Gruppensitzungen. Außerdem bietet die AOK zahlreiche Gesundheitskurse zum Stressmanagement sowie zur Entspannung.

Eine Therapeutin im Gespräch mit ihrer Klientin. Es gibt ambulante und stationäre Psychotherapien.
Die Therapie psychischer Störungen ist sehr individuell. Eine der klassischen Behandlungsmethoden ist die ambulante Psychotherapie. Sie kommt mit verschiedenen Methoden bei zahlreichen Erkrankungen zum Einsatz. Zu diesen Methoden gehören beispielsweise die Verhaltenstherapie oder die analytische Psychotherapie. Lesen Sie hier mehr dazu.
Ein Therapeut ist im Gespräch mit einem Patienten. Die Soziotherapie kann die Psychotherapie sinnvoll ergänzen.

Therapien

Soziotherapie

Soziotherapie wird bei schweren psychischen Erkrankungen und bei Beeinträchtigungen der Aktivität verordnet.

Was sind psychische Erkrankungen?

Psychische Krankheiten sind ein schwerwiegender Einschnitt für die Betroffenen. Jeder kennt zwar Tage, an denen es einmal nicht so gut läuft. Die Welt erscheint grau, die Motivation ist auf dem Nullpunkt. Im Normalfall bessert sich die Situation aber von selbst. Es handelt sich um „Verstimmungen“, die in regelmäßigen Abständen auftreten können. Abgrenzen muss man sie von den eindeutig diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen. Bei ihnen verschwinden die Symptome nicht und die Betroffenen können sich auch nicht selbst helfen.

Neben dem sogenannten Burn-out-Syndrom und der Depression, die relativ bekannt sind, gehören zu den psychischen Erkrankungen zahlreiche Angststörungen und Zwänge. Zu diesen Störungen zählen beispielsweise bipolare Erkrankungen, die Borderline-Störung, Panikstörungen und Phobien, Sucht nach Alkohol oder Medikamenten, Anpassungsstörungen, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, ADS/ADHS, aber auch Demenz.

Familiencoach Depression

Die Angehörigen von Menschen, die an einer Depression leiden, sind mit der Situation oft überfordert. Rasche Unterstützung bietet der „Familiencoach Depression“: Das Onlineprogramm der AOK ist ortsunabhängig und jederzeit erreichbar.

Medizinische Therapien und Heilmittel

Um Krankheiten zu verhindern, zu heilen, aufzuhalten oder Beschwerden zu lindern, gibt es Heilmittel. Dazu gehören:

  • die Logopädie
  • die Physiotherapie, zum Beispiel Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Lymphdrainage oder Massagen
  • die podologische Therapie (medizinische Fußpflege bei bestimmten Erkrankungen)
  • die Ergotherapie
  • die Ernährungstherapie, für Patienten mit einer seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankung oder Mukoviszidose (zystische Fibrose)

Wenn Ihr Arzt es für medizinisch notwendig hält, verordnet er Ihnen eine entsprechende Therapie und stellt ein Rezept aus. Speziell ausgebildete Therapeuten führen die Behandlungen durch und geben Ihnen Tipps für den Alltag, um Ihren Genesungsprozess zu fördern.

Wann der Arzt Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie & Co. verordnet

Ihr Arzt berät Sie zur Auswahl und zum Umfang der Heilmittel. Er verordnet, was für Sie medizinisch notwendig ist, um den Gesundungsprozess zu unterstützen. In der ausgestellten Heilmittelverordnung legt er die Behandlungseinheiten fest. In der Wahl eines zugelassenen Therapeuten sind Sie frei. Die AOK hilft Ihnen gern, einen Therapeuten in Ihrer Nähe zu finden. Während der Behandlung arbeiten der Arzt und der Therapeut eng zusammen.

Wichtige Voraussetzung für die ärztliche Verordnung

Als AOK-Versicherter haben Sie bei medizinischer Notwendigkeit Anspruch darauf, mit Heilmitteln wie Logopädie oder Krankengymnastik versorgt zu werden. Welche Heilmittel bei bestimmten Erkrankungen Vorrang haben, als Alternative oder zur Ergänzung geeignet sind, ist in der Heilmittelrichtlinie geregelt.

Darin sind alle Heilmittel verzeichnet, die Vertragsärzte verordnen und Therapeuten mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können. Wie viele Therapieeinheiten Sie erhalten, richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung. Der Arzt teilt dem Therapeuten in seiner Verordnung detailliert die Erkrankung, eventuelle Begleiterkrankungen und das Ziel der Therapie mit.

Bislang musste die Behandlung 14 Tage nach Ausstellung der Verordnung beginnen. Das hat sich mit der neuen Heilmittel-Richtlinie vom 1. Januar 2021 geändert: Die Verordnung ist nun länger gültig, sodass der Therapiebeginn bis 28 Tage nach Ausstellung erfolgen kann.

Wie bekomme ich Logopädie, Physiotherapie oder Ergotherapie?

Mit der ärztlichen Verordnung gehen Sie zu einer zugelassenen Praxis Ihrer Wahl. Die AOK übernimmt die Kosten der Behandlung. Ihre gesetzliche Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Behandlungskosten für die Heilmitteltherapie sowie zehn Euro je Verordnung. Kinder und Jugendliche sind von der Zuzahlung für Logopädie, Krankengymnastik und andere Heilmittel befreit.

Arztsuche im AOK-Gesundheitsnavigator

Für eine ärztliche Beratung rund um die verschiedenen Therapieangebote sind Sie auch bei den entsprechenden Fachärzten gut aufgehoben. Mit dem AOK-Gesundheitsnavigator finden Sie einfach und schnell geeignete Spezialisten in Ihrer Nähe.

Die AOK-Curaplan-Programme bei chronischen Erkrankungen

Bei den medizinischen Therapieangeboten spielen besonders chronische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, COPD oder die Koronare Herzkrankheit eine Rolle. Die AOK unterstützt Betroffene und deren Angehörige dabei mit besonderen Programmen, den Curaplan-Programmen.

Ein Arzt erklärt einem Patienten, wie Inhalatoren zu bedienen sind. Die AOK übernimmt die Kosten für die Behandlung von Asthma und anderen chronischen Erkrankungen.

Curaplan: Behandlung chronischer Erkrankungen

Curaplan: Therapien für COPD und Co.

Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder COPD sowie deren Therapie gelten in den Industriestaaten als häufigstes und gesundheitsökonomisch größtes Problem. Die AOK unterstützt die Therapie chronischer Krankheiten mit den Curaplan-Programmen.
Betroffene sprechen miteinander. Sie profitieren vom Austausch in einer Selbsthilfegruppe.
Selbsthilfe ergänzt nicht nur die medikamentöse Therapie, sondern ist für viele Menschen nützlich.

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