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Kasseler Stotter-Therapie Teil von „Stadt.Land.Gesund“

Teletherapie des Instituts der Kasseler Stottertherapie

Berlin / Bad Homburg / Kassel. Die AOK hat im Berliner Tagungszentrum der Bundespressekonferenz ihre bundesweite Versorgungs-Initiative „Stadt.Land.Gesund“ vorgestellt. Mit ihrer Hilfe möchte die Gesundheitskasse in den kommenden Jahren konkrete Angebote schaffen, um eine gleichermaßen gute Versorgung in Stadt und Land sicherzustellen. Eines von rund 30 bundesweiten Leuchtturmprojekten ist mit der Kasseler Stottertherapie (KST) auch ein Angebot aus Nordhessen.

Sie ist mittlerweile tausendfach erprobt und hat ihre Wirksamkeit in wissenschaftlichen Tests bewiesen. Die KST ermöglicht es Versicherten der AOK Hessen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, an einer computergestützten Einzel- und Gruppentherapie von Zuhause aus teilzunehmen. Dadurch werden weite Anfahrtswege oder gar die Unterbringung am Therapieort vermieden. Für Jugendliche und Erwachsene wird so ein leichterer Zugang geschaffen, die Hemmschwelle gesenkt und Therapietreue gefördert. Zudem kann die Therapie leichter in den Schul- oder Arbeitsalltag integriert werden.

Die AOK ist besonders engagiert, wenn es um besondere Versorgungsformen in ländlichen Regionen geht. Die Gesundheitskasse möchte, dass auch künftig „auf dem Land“ eine qualitativ hochwertige Versorgung gut erreichbar zur Verfügung steht. Im Rahmen ihrer Initiative „Stadt.Land.Gesund“ hat sie über 100 Projekte in ganz Deutschland identifiziert, die dazu beitragen, dass notwendige medizinische Angebote vor Ort erhalten bleiben. Eine bundesweite Auswahl wird in einer eigenen Publikation näher vorgestellt – dazu gehört auch die Kasseler Stottertherapie.

Stottertherapie hilft Tausenden

„Die Teletherapie ist besonders für Jugendliche eine sinnvolle Alternative, aber auch für alle, die nicht im unmittelbaren Umkreis von Kassel wohnen“, meint Joachim Henkel, verantwortlich für Integratives Leistungsmanagement bei der AOK Hessen. Denn die Einzel- und Gruppensitzungen finden daheim statt, somit entfällt die ansonsten übliche zweiwöchige Intensivtherapie in den KST-Räumlichkeiten. Der Zeitaufwand ist somit geringer, die Anwendung ortsunabhängig, die Betreuung genauso intensiv.

Die Therapiephase erstreckt sich über insgesamt zehn Monate. Die Kundinnen und Kunden müssen hierfür lediglich einen Antrag sowie eine Therapieempfehlung einreichen. Mit der Teletherapie ist es möglich, weiches und gebundenes Sprechen zu erlernen und im Alltag anzuwenden.

„Das Konzept ist so aufgebaut, dass die Rückfallquote sehr gering ist. Deshalb legen wir auch größten Wert auf eine effektive Nachsorge, um die Sprechflüssigkeit dauerhaft und nachhaltig zu gewährleisten“, meint Dr. Alexander Wolff von Gudenberg, Institutsleiter der KST und Facharzt für Allgemeinmedizin, Stimm- und Sprachstörungen. Über 3.500 Patientinnen und Patienten haben von diesem Konzept bereits profitiert.