Krebs in Hessen: Erfahrung der Kliniken wächst
AOK Hessen: Zahlen bewegen sich in die richtige Richtung
Positive Nachricht für das hessische Gesundheitswesen: Laut AOK Hessen werden immer weniger Krebspatientinnen und -patienten in Kliniken operiert, die nicht über die nötige Erfahrung verfügen. Beispiel Brustkrebs: Während 2020 noch knapp 513 Frauen mit Brustkrebs (10,2 Prozent) in Kliniken mit weniger als 100 Fällen pro Jahr operiert wurden, waren es 2024 nur noch 248 Frauen (fünf Prozent). Und: Die durchschnittliche jährliche Fallzahl je Klinik erhöhte sich von 130 im Jahr 2020 auf 191 im Jahr 2024, die Zahl der an der Versorgung beteiligten Kliniken sank im selben Zeitraum von 39 auf 26 Kliniken.
Für Brustkrebs-Operationen ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) 2024 eine Mindestmenge von 50 Fällen pro Jahr eingeführt worden, die 2025 nochmals auf 100 Fälle pro Jahr angehoben worden ist. Ein ähnlich positives Bild ergibt sich bei Lungenkrebs-Operationen, für die seit 2024 eine Mindestmenge von 40 Fällen pro Jahr und seit 2025 von 75 Fällen pro Jahr gilt. So wurden 2020 285 Patientinnen und Patienten an Klink-Standorten operiert, die weniger als 75 Lungenkrebs-Fälle pro Jahr vorweisen konnten. 2024 waren es dann nur noch 81 Patientinnen und Patienten. Die durchschnittliche Fallzahl Summe aller Abrechnungsfälle in einem Abrechnungszeitraum. je Klinik stieg von 2020 bis 2024 deutlich von 41 auf 67 Fälle pro Jahr, die Zahl der operierenden Kliniken sank von 26 Standorten im Jahr 2020 auf 22 im Jahr 2024.
Mindestmengen wirken
Das zeigt: Die Anhebung von Mindestmengen für bestimmte Operationen hat zu einer weiteren Reduzierung der Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… -Standorte und zu einer signifikanten Erhöhung der durchschnittlichen Fallzahlen geführt. Grundlage der Auswertung durch die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen ist das Online-Portal „Qualitätsmonitor“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ), das jetzt mit Daten für das Jahr 2024 aktualisiert worden ist. Nur kleine Fortschritte gab es dagegen bei der Steuerung von Krebs-Operationen in Kliniken, die von Deutschen Krebsgesellschaft als Krebszentren zertifiziert worden sind. Der Qualitätsmonitor ermöglicht Auswertungen nach verschiedenen Qualitäts- und Strukturindikatoren für insgesamt sechs Indikationen (Herzinfarkt, Brustkrebs, Lungenkrebs, Versorgung von Schenkelhalsbrüchen sowie komplexe chirurgische Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse und der Speiseröhre). Hierdurch werden teilweise große regionale Unterschiede in der stationären Versorgung transparent.