Pressemitteilung

Hitzewelle in Hessen: Trinkmenge und Medikamente prüfen

28.07.2026 AOK Hessen 2 Min. Lesedauer

AOK Hessen weist auf besondere Vorsichtmaßnahmen für herzkranke Menschen hin

Ein schwitzender Mann wischt sich mit Taschentuch die Stirn ab.

Hessen steht vor einer weiteren Hitzewelle. Wer schwitzt, verliert viel Flüssigkeit und sollte deshalb bei großer Hitze viel trinken. Klingt logisch, für Herzkranke gilt dieser Rat jedoch nicht uneingeschränkt: Sie sollten in Hitzeperioden unbedingt auf ihre tägliche Trinkmenge achten, denn zu viel Flüssigkeit kann ihnen schaden. 

„Eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr kann bei Menschen, die an einer Herzschwäche leiden, zu einer Verschlechterung der Herzleistung führen. Wenn der Körper die zusätzlich aufgenommene Flüssigkeit zum Beispiel nicht vollständig ausscheiden kann, kann sie sich in der Lunge oder den Beinen ansammeln“, sagt Dr. Christoph Stein aus dem Medizinischen Kompetenzcenter der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen. Auch die Medikamente sollten gecheckt werden: Bei extremen Hitzephasen kann bei Herzkranken eine Änderung der Dosierung ihrer Herzmedikamente notwendig sein. „Das kann blutdrucksenkende Medikamente wie Betablocker oder ACE-Hemmer betreffen, aber auch sogenannte Diuretika, die den Körper entwässern“, so Stein weiter. Es sei sinnvoll, dies rechtzeitig vor einer Hitzeperiode mit der behandelnden Praxis zu besprechen.

Wegen Wasser zunehmen

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt Menschen mit Herzschwäche, sich jeden Tag vor dem Frühstück, nach dem ersten Toilettenbesuch zu wiegen. Der Vergleich mit den Werten des Vortages hilft, die Flüssigkeitsbilanz des Tages in etwa einzuschätzen: „Ist das Körpergewicht um mehr als ein halbes Kilo gestiegen, war die Trinkmenge vermutlich zu hoch. Wer trotz Trinkens abgenommen hat, sollte vielleicht die Dosierung der Entwässerungsmittel herabsetzen – aber immer nur in Abstimmung mit dem Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… oder der Ärztin“, sagt Stein. Schwankungen im Bereich von einem Kilo gelten als normal, wichtig ist allerdings, Gewichtsveränderungen über mehrere Tage, die in die gleiche Richtung gehen, zu erkennen.

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