Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) Ihrer AOK

Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) können Sie in Deutschland medizinische Leistungen unter anderem beim Arzt oder Zahnarzt in Anspruch nehmen. Die Aufdrucke G2 und G2.1 stehen für Versicherungskarten der aktuellen zweiten Generation.

Eine Patientin reicht der Arzthelferin ihre elektronische Gesundheitskarte. Auf dieser sind Daten zur Person und zur Versicherung gespeichert.© AOK

Inhalte im Überblick

    Was ist eine elektronische Gesundheitskarte?

    Mit der elektronischen Gesundheitskarte weisen Sie sich als AOK-Versicherter aus und können ärztliche oder zahnärztliche Behandlungen sowie Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Jedes Mitglied und jeder mitversicherte Familienangehörige erhält seine eigene Versichertenkarte. Legen Sie die eGK Ihrer Krankenkasse bei einem Arzt- oder Zahnarzttermin in der Praxis vor. Damit können Ihre aktuellen Daten eingelesen und, wenn erforderlich, über die eGK aktualisiert werden. So kann ein Arzt oder ein anderer Leistungserbringer die erbrachte Leistung mit der AOK abrechnen.

    Wichtig: Bitte nutzen Sie immer die eGK, die wir Ihnen zuletzt zugesandt haben. Dies gilt auch für den Fall, dass das Gültigkeitsdatum der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite Ihrer eGK noch nicht erreicht wurde.

    Weshalb gibt es überhaupt elektronische Gesundheitskarten?

    Die elektronische Gesundheitskarte dient als Versicherungsnachweis gegenüber Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und weiteren Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Sie erleichtert den Zugang zu den gesetzlichen Leistungen. Alle für eine Abrechnung mit Ihrer AOK erforderlichen Daten werden elektronisch auslesbar und stets aktuell vorgehalten. Das minimiert den Verwaltungsaufwand in den Praxen. Zudem wird durch das aufgebrachte Foto einem Missbrauch der Karte vorgebeugt.

    • Vorderseite

      • Microprozessorchip: Die eGK enthält einen Chip, der die persönlichen Daten speichert, die Ihr Arzt, Zahnarzt oder anderer Leistungserbringer für die Abrechnung mit der AOK benötigt. Für von Ihnen gewünschte weitere Anwendungen steht ebenfalls Speicherplatz zur Verfügung. Die elektronische Gesundheitskarte der neuesten Generation ist zusätzlich mit einer kontaktlosen Schnittstelle (NFC= Near Field Communication) ausgestattet, um neue medizinische Anwendungen vollumfänglich nutzen zu können.
      • Foto: Die Karte ist für Versicherte ab dem 15. Geburtstag grundsätzlich mit einem Foto versehen. Dies bietet Schutz gegen Kartenmissbrauch. Für Versicherte, die bei der Erstellung eines Fotos wegen ihres Gesundheitszustands nicht mitwirken können, ist das Foto auf der elektronischen Gesundheitskarte freiwillig.
      • Versicherung: Das angegebene Institutionskennzeichen zeigt an, dass die Karte von Ihrer AOK stammt.
      • Versichertennummer: Mithilfe Ihrer Persönlichen Identifikationsnummer können alle Sie betreffenden Anfragen eindeutig zugeordnet werden. Die zehnstellige Nummer ist Ihre persönliche Versichertennummer und begleitet Sie ein Leben lang.
      • Kartenfolgenummer: Die fortlaufende Nummerierung erleichtert Ihnen, die alte Karte von der aktuellen elektronischen Gesundheitskarte zu unterscheiden.
      • Versionsnummer: Die erste Stelle gibt die Generation des verwendeten Kartenchips an. Ab dem 1. Januar 2019 dürfen nur noch Karten der zweiten Generation (G2) verwendet werden. Folgenummern nach einem Punkt (zum Beispiel 2.1) weisen auf Erweiterungen der Funktionen hin. Bei der 2.1-Karte kann beispielsweise der PIN für den Medikationsplan abgeschaltet werden, damit Sie nicht bei jedem Apothekenbesuch Ihre PIN eingeben müssen.
      • Kartenkennnummer CAN (Card Access Number): nur bei Karten, die ab August 2020 erstellt wurden. Diese ist zwingend im Lesegerät einzugeben, falls Sie NFC-Techniken nutzen wollen. Ohne CAN-Eingabe ist ein Auslesen des Chips mittels NFC nicht möglich.
    • Rückseite

      • Unterschriftenfeld: Die elektronische Gesundheitskarte ist nicht übertragbar. Sie ist nur mit einer entsprechenden Unterschrift in diesem Feld gültig. Die Unterschrift ist grundsätzlich vom Versicherten selbst zu leisten. Ausnahmen bestehen
        - bei Kindern bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres sowie
        - bei anderen Geschäftsunfähigen oder beschränkt Geschäftsfähigen.
        Hier unterschreibt der gesetzliche Vertreter.
      • Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card): Mit der aufgedruckten EHIC erhalten Sie auch außerhalb der Bundesrepublik Deutschland medizinische Leistungen beim Arzt, Zahnarzt oder im Krankenhaus, falls Sie einen Unfall erleiden oder eine akute Erkrankung eintritt. Das gilt für alle Länder der Europäischen Union und für viele weitere europäische Länder.

    Bitte beachten Sie: Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt – soweit Sie bei der AOK versichert sind – bis zum aufgedruckten Ablaufdatum. Aus unterschiedlichen Gründen können Sie bereits vor diesem Datum eine neue Karte erhalten. In diesem Fall endet die Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte unabhängig vom aufgedruckten Datum. Sie können dann nur noch die neue Karte verwenden.

    Sind die Felder auf der Rückseite nicht ausgefüllt, stehen Ihnen die Leistungen im Ausland nicht zur Verfügung. Die Kennnummer der Karte ist allerdings unabhängig vom Anspruch immer aufgedruckt.

    Informationen zum Foto auf der eGK

    Biometrische Fotos wie auf Reisepässen oder Personalausweisen sind bei der eGK nicht erforderlich. Es genügt ein Passfoto, zum Beispiel aus einem Passbildautomaten. Die Kosten hierfür tragen die Versicherten. Die eGK selbst ist für die Versicherten kostenlos.

    Werfen Sie einen genauen Blick auf die elektronische Gesundheitskarte eGK

    Das Bild zeigt die elektronische Gesundheitskarte von Martina Mustermann von vorne und hinten. Oben steht in weißer Schrift auf einem grünen Hintergrund: Die Karte auf einen Blick.© AOK
    1. Passfoto des/der Versicherten
    2. Name des/der Versicherten
    3. Datenchip
    4. Kartenfolgenummer
    5. Generationskürzel
    6. CAN
    7. Krankenkasse
    8. Kassennummer
    9. Neue Versichertennummer (10-stellig)
    10. Kennnummer der Karte
    11. NFC-Technik für kontaktlose Nutzung
    12. CE-Zeichen: Karte genügt Anforderungen der EU
    13. Entsorgungshinweis

    Diese Daten befinden sich auf der eGK

    Auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte werden Personendaten wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse gespeichert. Darüber hinaus sind unter anderem Daten zur Krankenversicherung – Versichertennummer und Versichertenstatus – gespeichert.

    Sollte Ihre elektronische Gesundheitskarte verloren gehen, melden Sie sich bei uns. Falls Sie bis zum Erhalt der neuen eGK einen Arztbesuch planen, senden wir Ihnen gern eine Mitgliedsbescheinigung zu. Diese gilt in der Zwischenzeit als Ersatz für Ihre elektronische Gesundheitskarte.

    • Sind meine Daten sicher?

      Die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte sind verschlüsselt. Der Datenaustausch erfolgt ausschließlich über besonders gesicherte Verbindungen, die Telematikinfrastruktur. Medizinische Daten werden bereits verschlüsselt, bevor sie die (Zahn-)Arztpraxis verlassen. Durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werden strikte Vorgaben des Bundesamts für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) umgesetzt. Zugriffe auf medizinische Daten können nur mittels Verwendung einer PIN angelegt oder mit einer PIN geschützt werden. Bitte beachten Sie, dass im Notfall der Zugriff auf Ihren Notfalldatensatz immer auch ohne Ihre PIN möglich ist.

      Aus Sicherheitsgründen ist die Briefzustellung mit einer Identitätsprüfung verbunden. Bitte setzen Sie sich daher mit uns in Verbindung, wenn Sie eine PIN benötigen.

      Für die elektronische Gesundheitskarte gilt ein Höchstmaß an Schutzmaßnahmen. Diese werden zudem laufend technisch weiterentwickelt. Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH betreibt die Telematikinfrastruktur und unterwirft alle Betreiber von Dienstleistungen sowie Hard- und Softwarekomponenten einem strengen Zulassungs- und Überprüfungsverfahren. Dabei arbeitet sie eng mit dem BSI zusammen.

      Es gilt der Grundsatz, dass Sie als Patient darüber bestimmen, welche der gespeicherten medizinischen Daten wem zur Verfügung gestellt werden. Ein Zwang zur Offenbarung medizinischer Daten der elektronischen Gesundheitskarte gegenüber Dritten besteht nicht. Vielmehr werden Verstöße gegen diese Regelung mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder entsprechenden Geldstrafen geahndet.

      Gerne geben wir Ihnen weitere Hinweise zum Datenschutz sowie zur Datenverarbeitung und zu Ihren damit verbundenen Rechten. Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur finden Sie auch auf den Seiten der gematik sowie des Bundesgesundheitsministeriums.

    • Welche Daten genau befinden sich auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte?

      Auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte werden Ihre Personendaten gespeichert. Diese sind:

      • Versichertennummer zehnstellig (1. Stelle Alpha-Zeichen, 2. bis 9. Stelle Ziffern, 10. Stelle Prüfziffer)
      • Name
      • Vorname(n) oder leer, wenn nicht vorhanden
      • ggf. Vorsatzworte, Namenszusätze und Titel
      • Geburtsdatum (im Format YYYYMMDD)
      • Geschlecht (m = männlich, w = weiblich oder d = divers)
      • Anschrift (Ländercode, Postleitzahl, Ort, Land, Straße, Hausnummer, Anschriftenzusatz)

      Darüber hinaus werden Daten zur Krankenversicherung vorgehalten. Diese sind:

      • aktueller Beginn des Versicherungsschutzes (Format YYYYMMDD)
      • ggf. Gültigkeitsdatum (Format YYYYMMDD), falls die Versicherung von vornherein befristet ist
      • Institutionskennzeichen (neunstellig, nur Ziffern)
      • Kostenträgerländercode (Deutschland = D)
      • Versichertenart (1 = Mitglieder, 3 = Familienversicherte 5 = Rentner und ihre Familienangehörigen)
      • Nummer (Integrated Circuit Card Serial Number = ICCSN) der elektronischen Gesundheitskarte, 20-stellig (nur Ziffern)
      • Wohnortprinzip-Kennzeichen (WOP) zur Ermittlung der zuständigen Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigung (01 = Schleswig-Holstein, 02 = Hamburg, 03 = Bremen, 17 = Niedersachsen, 20 = Westfalen-Lippe, 38 = Nordrhein, 46 = Hessen, 47 = Koblenz, 48 = Rheinhessen, 49 = Pfalz, 50 = Trier, 55 = Nordbaden, 60 = Südbaden, 61 = Nordwürttemberg, 62 = Südwürttemberg, 71 = Bayern, 72 = Berlin, 73 = Saarland, 78 = Mecklenburg-Vorpommern, 83 = Brandenburg, 88 = Sachsen-Anhalt, 93 = Thüringen und 98 = Sachsen)
      • gegebenenfalls besondere Personengruppenschlüssel (4 = Sozialhilfeempfänger, 6 = Leistungsempfänger nach dem Bundesversorgungsgesetz, 7 = Sozialversicherungsabkommen-Kennzeichnung für zwischenstaatliches Krankenversicherungsrecht bei Personen mit Wohnsitz im Inland und Abrechnung nach Aufwand, 8 = Sozialversicherungsabkommen-Kennzeichen bei Personen mit Wohnsitz im Inland und Pauschalabrechnung, ggf. 9 = Auslandsversicherte)
      • gegebenenfalls Ruhen der Leistungsansprüche mit Beginn- und Enddatum (jeweils im Format YYYYMMDD) in den Ausprägungen 1 = vollständig (nur Notfälle) oder 2 = eingeschränkt (nur sofort notwendige sowie Vorsorgeleistungen)

      Zudem können in einem besonders geschützten – nur von (Zahn-)Arztpraxen zu öffnenden – Bereich hinterlegt werden:

      • Zuzahlungsstatus vorbelegt mit 0 = zuzahlungspflichtig.
      • Zuzahlungsstatus kann auch 1 = von Zuzahlungspflicht befreit beinhalten. Von der Zuzahlungspflicht befreite Versicherte erhalten dazu einen besonderen Ausweis.
      • gegebenenfalls Zuzahlungsstatus Gültigkeit bis (Format YYYMMDD).
      • Disease-Management-Programm-Kennzeichnung vorbelegt mit 0 = keine Kennzeichnung.
      • Disease-Management-Programm-Kennzeichnung kann auch enthalten 1 = Diabetes Mellitus Typ 2, 2 = Brustkrebs, 3 = koronare Herzkrankheit, 4 = Diabetes Millitus Typ 1, 5 = Asthma bronchiale, 6 = COPD, 9 = Auslandsversicherte (bei mehr als einer DMP-Teilnahme ist nur das Kennzeichen anzugeben, das für den Risikostrukturausgleich relevant ist).
      • Selektivverträge ärztlich oder auch zahnärztlich vorbelegt mit 0 = liegt nicht vor.
      • Selektivverträge ärztlich oder auch zahnärztlich können auch enthalten 1 = liegt vor oder 9 = Vertragskennzeichen nicht genutzt. Als Art der Verträge wird ein vierstelliger Code hinterlegt. Dieser setzt sich zusammen aus der 1. Stelle = Hausarztzentrierte Versorgung nach § 73b SGB V, 2. Stelle = ambulante ärztliche Versorgung nach § 73c SGB V, 3. Stelle = strukturiertes Behandlungsprogramm nach § 137f SGB V und 4. Stelle = integrierte Versorgung nach § 140a SGB V.

      Außerdem enthält der Chip Schlüssel und seit August 2020 auch die CAN, die eine Identifizierung und Prüfung der Karte ermöglichen.

      Weitere Informationen – insbesondere über Ihre Gesundheit – werden nur dann gespeichert, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an, wenn Sie diese weiteren Funktionen nutzen wollen. Für weitere Anwendungen steht entsprechender Speicherplatz bereit. Zudem ist auf der Karte eine Persönliche Identifikationsnummer (PIN) hinterlegt. Ohne die Eingabe dieser PIN können Sie keine weiteren Anwendungen nutzen.

    • Meine Anschrift hat sich geändert. Brauche ich eine neue elektronische Gesundheitskarte?

      Für die Aktualisierung der Personendaten und Daten zur Krankenversicherung hält Ihre AOK einen Aktualisierungsdienst vor. Beim ersten Stecken der elektronischen Gesundheitskarte bei Ihrem Arzt oder Zahnarzt im Quartal werden die Daten auf dem Chip automatisch mit den Daten des Dienstes abgeglichen und gegebenenfalls aktualisiert. Zugleich wird die Gültigkeit der Karte geprüft. Auf diese Weise soll ein möglicher Missbrauch verhindert werden, wenn Ihre Gesundheitskarte in falsche Hände gelangt ist.

      Für den Datenabgleich in der Praxis ist keine PIN-Eingabe erforderlich. Es erfolgt allerdings ein Abgleich der Zertifikate, damit die gegebenenfalls erforderliche Änderung (zum Beispiel der Anschrift) nur in der geschützten Umgebung der Praxis erfolgen kann.

      Sollte die von Ihnen besuchte Arztpraxis noch nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein, kann der Aktualisierungsdienst nicht genutzt werden. Setzen Sie sich dann kurz mit uns in Verbindung. Wir helfen Ihnen gern, die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte auf den neuesten Stand zu bringen.

    • Werden medizinische Daten ohne mein Wissen auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert?

      Medizinische Daten, zum Beispiel ein elektronischer Medikationsplan, werden von Ihren Ärzten nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert. Zugriffe auf medizinische Daten können nur mittels Verwendung einer PIN angelegt oder mit einer PIN geschützt werden.

      Aus Sicherheitsgründen ist die Briefzustellung mit einer Identitätsprüfung verbunden. Bitte setzen Sie sich daher mit uns in Verbindung, wenn Sie eine PIN benötigen.

    Weitere Funktionen der eGK Ihrer Krankenkasse

    Die elektronische Gesundheitskarte vereinfacht die Kommunikation und Vernetzung: Seit Dezember 2017 werden Arztpraxen an die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen. Die TI soll alle Beteiligten im Gesundheitswesen wie Arztpraxen, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken sowie Krankenkassen datenschutzgerecht miteinander vernetzen und eine Onlinekommunikation aller Akteure ermöglichen.

    Wer eine neue eGK erhält, kann nur noch diese Gesundheitskarte verwenden. Ältere Karten können die Arztpraxen in der Regel nicht mehr nutzen.

    Weitere Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte im Überblick:

    • Notfalldaten – seit März 2020

      Damit insbesondere der Rettungsdienst gegebenenfalls bestehende Unverträglichkeiten (zum Beispiel gegen Medikamente oder einzelne Wirkstoffe) oder andere Gefährdungen (zum Beispiel Informationen über Vorerkrankungen, Allergien, regelmäßig eingenommene Medikamente oder aktuelle Diagnosen) erkennen kann, bietet der Chip auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte Platz für einen Notfalldatensatz. Diese Daten unterstützen Ärzte dabei, schnell eine geeignete Behandlung zu wählen.

      Nur Ihr behandelnder Arzt kann den Notfalldatensatz erstellen. Wir wissen nicht, welche technischen Möglichkeiten Ihr Arzt nutzt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an ihn.

      Für die zusätzliche Sicherung eines Notfalldatensatzes benötigen Sie eine Persönliche Identifikationsnummer (PIN). Aus Sicherheitsgründen ist die Briefzustellung mit einer Identitätsprüfung verbunden.

      Im Notfall ist der Arzt übrigens berechtigt, auf den Datensatz auch ohne Ihre PIN zuzugreifen. Er hat sich dazu mittels seines Heilberufsausweises zu authentifizieren. So sind Sie vor unbefugten Zugriffen geschützt. Eine Änderung der Notfalldaten ist dabei nicht möglich.

      Ab dem Jahr 2023 werden keine Daten mehr auf die Karte geschrieben.

    • Medikationsplan – seit März 2020

      Der Chip auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte bietet Platz für einen Medikationsplan. Dieser kann nur von Ihrem behandelnden Arzt erstellt werden. Wir wissen nicht, welche technischen Möglichkeiten Ihr Arzt nutzt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an ihn.

      Ärzte und Apotheken nutzen und ergänzen bei Bedarf den elektronischen Medikationsplan (zum Beispiel auch um rezeptfreie Medikamente). So wird sichergestellt, dass Unverträglichkeiten oder unerwünschte Gegenwirkungen ausgeschlossen werden. Das erleichtert die Therapiesicherheit sowie die Beratung durch Ärzte oder Apotheker.

      Für die Erstellung eines Medikationsplans benötigen Sie eine Persönliche Identifikationsnummer (PIN). Aus Sicherheitsgründen ist die Briefzustellung mit einer Identitätsprüfung verbunden. Bitte setzen Sie sich daher mit uns in Verbindung, wenn Sie eine PIN benötigen.

      Es ist zulässig, die PIN-Eingabe für den Medikationsplan auszuschalten. Dies erspart Ihnen etwas Mühe. Allerdings kann dann auch leichter und gegebenenfalls ohne Ihr Wissen auf diese Daten zugegriffen werden.

      Ab dem Jahr 2023 werden keine Daten mehr auf die Karte geschrieben.

      Informieren Sie sich hier über den E-Medikationsplan.

    • Elektronische Patientenakte – seit Januar 2021

      In der Patientenakte können Sie alle medizinisch relevanten Daten ablegen. Das sind zum Beispiel Befunde und Berichte Ihrer Ärzte. Sie können anderen (insbesondere Ärzten, Apothekern) den Einblick in Ihre Akte gestatten. Falls ein Vertretungsarzt oder ein Krankenhaus nur im Einzelfall Zugriff auf Ihre Akte haben soll, können Sie mittels Ihrer elektronischen Gesundheitskarte und einer PIN dazu beispielsweise Ihr auf einen Tag befristetes Einverständnis geben.

      Aus Sicherheitsgründen ist die Briefzustellung mit einer Identitätsprüfung verbunden.

    Um den erweiterten Funktionsbereich Ihrer elektronischen Gesundheitskarte nutzen zu können, benötigen Sie eine Geheimzahl (PIN zur eGK).

    Weitere Informationen rund um die Funktionen Ihrer elektronischen Gesundheitskarte

    In diesem PDF finden Sie kompakt zusammengestellt das Wichtigste zum Thema Notfalldaten auf der eGK

    Gesundheitskarte: Es kann nur eine geben

    Häufige weitere Fragen rund um die elektronische Gesundheitskarte

    • Ich habe eine neue elektronische Gesundheitskarte mit dem Aufdruck G2.1 erhalten. Warum?

      Die auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte hinterlegten Zertifikate haben eine begrenzte Lebensdauer. Dies gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor, um ein hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Mit jeder neuen Chipgeneration werden höhere Sicherheitsanforderungen erfüllt. Zudem wird die Karte damit leistungsfähiger. Sie ist schneller als ihre Vorgänger und geeignet für neue Funktionen.

    • Was bedeuten die Symbole auf der Karte?

      Auf der Vorderseite ist seit August 2020 ein Punkt mit nach rechts oben und links unten abstrahlenden Wellen angebracht. Dieses Symbol weist darauf hin, dass die Karte NFC-Techniken unterstützt.

      Auf der Rückseite ist seit August 2019 das CE-Zeichen aufgebracht. Es zeigt an, dass die Karte den geltenden Anforderungen genügt, die in der Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) der Europäischen Gemeinschaft festgelegt sind.

      Auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte ist seit Ende 2018 ein Symbol aufgebracht. Der durchgestrichene Mülleimer weist darauf hin, dass die Karte als Elektrogerät gilt und damit nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden darf. Bitte senden Sie uns alte Karten zurück. Wir entsorgen sie datenschutz- und umweltgerecht.

      Sollten Sie auf Ihrer alten Karte medizinische Daten gespeichert haben (zum Beispiel Notfalldaten oder elektronischer Medikationsplan), empfehlen wir Ihnen, diese zuvor zu löschen oder von Ihrem Arzt löschen zu lassen. Ihr Arzt unterstützt Sie auch dabei, diese Daten auf Ihre neue Karte zu speichern.

    • Was mache ich, wenn ich keine elektronische Gesundheitskarte habe?

      Wenn Sie Ihre elektronische Gesundheitskarte noch nicht erhalten haben oder sie verloren oder vergessen haben, können Sie dennoch Gesundheitsleistungen beziehen.

      Melden Sie sich vor einem Arztbesuch bei uns, sollten Sie noch keine Karte bekommen oder Ihre Karte verloren haben. Wir senden Ihnen eine Bescheinigung als vorläufigen Ersatz zu. Bitte legen Sie das Dokument bei Ihrem Arzt beziehungsweise Zahnarzt vor. Er kann dann mit uns abrechnen.

      Sollten Sie Ihre aktuelle elektronische Gesundheitskarte vergessen haben oder eine ungültige ältere Karte vorlegen, darf der Arzt beziehungsweise Zahnarzt Ihnen nach zehn Tagen die von ihm erbrachten Leistungen privat in Rechnung stellen. Sie haben allerdings die Möglichkeit, bis zum Quartalsende eine gültige elektronische Gesundheitskarte einlesen zu lassen. Bitte beachten Sie, dass wir gegebenenfalls privat verauslagte Kosten nicht erstatten dürfen. Daher empfehlen wir, die gültige Karte möglichst innerhalb von zehn Tagen nachzureichen.

    • Wie hat das Bild für die elektronische Gesundheitskarte auszusehen?

      Das Bild für die elektronische Gesundheitskarte entspricht dem gängigen Passfoto in Größe 35 x 45 mm (ohne Rand). Bitte achten Sie darauf, dass Sie frontal klar erkennbar sind. Falls Sie aus religiösen oder anderen wichtigen Gründen eine Kopfbedeckung tragen, sollte diese Ihr Gesicht nicht bedecken. Ihre Augen sollten geöffnet und zu sehen sein (auch bei Brillenträgern). Ihr Kopf befindet sich in der Mitte und füllt 70 bis 80 Prozent des Bildes aus. Der Hintergrund ist neutral, ohne störende Elemente oder Schatten.

    • Wann muss das Bild für die elektronische Gesundheitskarte aktualisiert werden?

      Die elektronische Gesundheitskarte ist der Schlüssel zu den Angeboten der AOK. Zum Schutz der Karte enthält diese ein Foto. Der Gesetzgeber verpflichtet uns, dieses regelmäßig zu aktualisieren. Krankenkassen dürfen das Lichtbild nur für die Dauer des Versicherungsverhältnisses speichern, längstens jedoch für 10 Jahre. Nach dem Ende des Versicherungsverhältnisses hat die Krankenkasse das Lichtbild unverzüglich, spätestens nach drei Monaten, zu löschen. Sie erhalten Post von uns, wenn ein neues Lichtbild erforderlich wird.

    • Braucht mein Kind ebenfalls ein Foto für die elektronische Gesundheitskarte?

      Erst mit der Vollendung des 15. Lebensjahres ist ein Foto Pflicht. Wir setzen uns rechtzeitig zuvor mit Ihrem Kind in Verbindung.

    • Wer unterschreibt auf der elektronischen Gesundheitskarte meines Kindes?

      Bei Kindern unter 15 unterschreibt der Erziehungsberechtigte. Bei Vollendung des 15. Lebensjahres erhalten Jugendliche eine elektronische Gesundheitskarte mit Foto. Dann unterschreibt der versicherte Jugendliche selbst.

    • Wie kann ich eine elektronische Gesundheitskarte beantragen?

      Falls Sie noch keine elektronische Gesundheitskarte haben oder eine neue benötigen (zum Beispiel weil Sie das Bild aktualisieren wollen), beantragen Sie diese bei Ihrer AOK. Ihr AOK-Berater hilft Ihnen gern.

    • Was mache ich, wenn ich meine elektronische Gesundheitskarte verloren habe oder sie gestohlen wurde?

      Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn Ihre elektronische Gesundheitskarte verloren ging oder gestohlen wurde. Wir sorgen umgehend für einen Ersatz. Um Missbrauchsversuche abzuwehren, sperren wir die Karte. Übrigens: Die neue elektronische Gesundheitskarte stellen wir Ihnen kostenfrei zur Verfügung.

      Sollten Sie einen Arzttermin haben, stellen wir Ihnen als vorläufigen Ersatz eine Bescheinigung zu. Bitte legen Sie diese bei Ihrem Arzt beziehungsweise Zahnarzt vor. Er kann dann mit uns abrechnen.

    • Wann erhalte ich eine neue elektronische Gesundheitskarte?

      Ändern sich Ihre Personendaten (mit Ausnahme des Geburtsdatums und Geschlechts) oder Ihr Versichertenstatus, wird die eGK beim erstmaligen Auslesen im Quartal automatisch aktualisiert. Dazu wird eine besonders sichere Verbindung genutzt, die Telematikinfrastruktur.

      Eine neue elektronische Gesundheitskarte wird erstellt, wenn ...

      • sich Ihr Name ändert. Dies ist erforderlich, weil der alte Name auch auf dem Kartenkörper aufgedruckt ist. Die alte Karte können Sie bis zum Erhalt der neuen weiter verwenden.
      • das Geburtsdatum oder Geschlecht korrigiert wird. Das ist erforderlich, weil in diesem Fall eine neue Versichertennummer zu vergeben und die alte Nummer auch auf dem Kartenkörper aufgedruckt ist. Die alte Karte können Sie bis zum Erhalt der neuen weiter verwenden.
      • Sie ein (neues) Bild einreichen, weil das Bild ausschließlich auf dem Kartenkörper aufgedruckt ist. Die alte Karte können Sie bis zum Erhalt der neuen weiter verwenden.
      • die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgeschriebenen Sicherheitszertifikate ablaufen. Sie erhalten rechtzeitig vor Ablauf eine neue Karte. Bitte verwenden Sie nach Erhalt nur noch diese Karte, da die ältere gesperrt wird.
      • die Karte verloren ging oder gestohlen wurde. Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn das der Fall sein sollte, damit Sie schnell eine neue Karte erhalten und wir Missbrauchsversuche durch eine Kartensperrung verhindern können.
      • die Karte beschädigt wurde und nicht mehr in einem Lesegerät eingelesen werden kann oder der Chip einen Defekt aufweist. Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn das der Fall sein sollte, damit Sie schnell eine neue Karte erhalten.
    • Meine elektronische Gesundheitskarte wird bald ungültig. Was soll ich tun?

      Sie müssen nicht aktiv werden. Wir senden Ihnen eine neue elektronische Gesundheitskarte zu – unkompliziert und kostenfrei.

    • Meine elektronische Gesundheitskarte ist defekt. Was soll ich tun?

      Bitte informieren Sie uns, wenn Ihre elektronische Gesundheitskarte defekt ist. Wir sorgen umgehend für einen kostenfreien Ersatz.

      Sollten Sie einen Arzttermin haben, stellen wir Ihnen als vorläufigen Ersatz eine Bescheinigung zu. Bitte legen Sie diese bei Ihrem Arzt beziehungsweise Zahnarzt vor. Er kann dann mit uns abrechnen.

    • Was mache ich mit alten, ungültigen elektronischen Gesundheitskarten?

      Elektronische Gesundheitskarten enthalten einen Mikroprozessorchip. Damit zählen sie zu den Elektrogeräten und dürfen nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte senden Sie uns alte Karten zurück. Wir entsorgen sie datenschutz- und umweltgerecht. Sollten Sie auf Ihrer alten Karte medizinische Daten gespeichert haben (zum Beispiel Notfalldaten oder elektronischer Medikationsplan), empfehlen wir Ihnen, diese zuvor zu löschen oder von Ihrem Arzt löschen zu lassen. Ihr Arzt unterstützt Sie auch dabei, diese Daten auf Ihre neue Karte zu speichern.

    • Wo ist die elektronische Gesundheitskarte gültig?

      Die elektronische Gesundheitskarte selbst können Sie uneingeschränkt in der ganzen Bundesrepublik Deutschland bei allen zugelassenen Leistungserbringern nutzen. Die auf der Rückseite aufgedruckte Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC) wird im staatlichen Gesundheitssystem der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und vielen weiteren europäischen Ländern anerkannt.

    • Was ist eigentlich ein NFC-Chip? Brauche ich so etwas?

      Ein Near-Field-Communication-Chip (NFC-Chip) nutzt einen Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung. Dabei müssen sich zwei Geräte (hier Lesegerät oder Smartphone und Karte) in einem Abstand von nur wenigen Zentimetern befinden. NFC bietet daher eine große Sicherheit gegen das Abhören, da mögliche Spione sich Ihnen auf engstem Raum nähern müssten.

      Die Technik wird bereits regelmäßig beim neuen Personalausweis sowie vielen Bankkarten verwendet. Eine Abschirmung vor unbefugten Zugriffen ist leicht durch den Einsatz von Schutzhüllen, aber auch durch das Stapeln mehrerer solcher Chipkarten zum Beispiel im Portemonnaie möglich. Zusätzlich ist die auf der eGK aufgedruckte CAN (Card Access Number) zwingend im Lesegerät einzugeben, sonst ist ein Auslesen des Chips mittels NFC nicht möglich.

      Die AOK gibt seit August 2020 elektronische Gesundheitskarten mit kontaktloser Schnittstelle (NFC) aus. Sie sind so für Anwendungen zur Nutzung mittels PC, Tablet-PC oder Smartphone bestens gerüstet. In der Arztpraxis ändert sich dadurch für Sie nichts.

    Welche weiteren Services bietet meine AOK rund um die elektronische Gesundheitskarte?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. Mit der Postleitzahl Ihres Wohnorts können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und Ihnen weitere Services zur elektronischen Gesundheitskarte bei Ihrer AOK anzeigen.
    Aktualisiert: 20.06.2022

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