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Biomarker-Tests bei frühem Brustkrebs – wann sind sie sinnvoll?

Nach der vollständigen operativen Entfernung von frühem Brustkrebs kann eine Chemotherapie nötig sein, um das Risiko für einen möglichen Rückfall senken. Doch die Therapie hat auch erhebliche Nebenwirkungen und ist belastend. Daher wägen die Ärzte anhand verschiedener Merkmale des Tumors ab, ob der Nutzen oder der mögliche Schaden einer Chemotherapie überwiegt. In Zweifelsfällen können Biomarker-Tests, die typische Mutationen nachweisen, auch Genexpressionstests genannt, helfen, das Risiko für ein Wiederkehren des Tumors besser abzuschätzen.

Wenn eine eindeutige Therapie-Entscheidung nicht möglich ist: Biomarker-Tests können zusätzliche Informationen liefern

Ob eine Chemotherapie bei der Behandlung von frühem Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, empfohlen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben klinischen Aspekten und den Eigenschaften des Tumors spielt auch das Alter der Patientin eine Rolle und ob sie die Wechseljahre bereits hinter sich hat. In die Entscheidung fließen zudem auch persönliche Aspekte, wie das Sicherheitsbedürfnis oder die Einschätzung der Nebenwirkungen durch die Patientin ein.

Oft kann der behandelnde Arzt anhand der Tumoreigenschaften und klinischen Aspekte schon eine klare Therapieempfehlung geben. Manchmal kann auf Basis dieser Kriterien die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie beim frühen Brustkrebs jedoch nicht eindeutig getroffen werden. Dann kann man durch eine molekularbiologische Analyse des Tumorgewebes weitere Informationen zur Beurteilung des Rückfallrisikos erhalten. Voraussetzung ist, dass es sich um einen erstmals aufgetretenen Brustkrebs in einem frühen Stadium handelt, ohne Lymphknotenbefall und ohne Metastasen sowie mit bestimmten Eigenschaften der Tumorrezeptoren (Hormonrezeptor-positiv und HER2/neu-negativ).

Jährlich erkranken circa 70.000 Frauen in Deutschland an frühem Brustkrebs. Bei etwa 20.000 dieser Frauen kann aufgrund der Tumoreigenschaften und klinischen Aspekte allein noch keine klare Empfehlung für oder gegen eine Chemotherapie nach der Operation gegeben werden.

Die Patientinnen haben vor dem Einsatz des Biomarkertests Anspruch auf ärztliche Aufklärung unter Verwendung des vom Gemeinsamen Bundesausschuss bereitgestellten Merkblatts.

Wann können Sie diese Leistung in Anspruch nehmen?

Seit dem 1. Januar 2020 kann die Diagnostik mittels Oncotype DX Breast Recurrence Score® über die elektronische Gesundheitskarte in Anspruch genommen werden.

Im Herbst 2020 hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, dass drei weitere Biomarker-Tests bei frühem Brustkrebs in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um

  • EndoPredict®,
  • MammaPrint® und
  • Prosigna®.

Diese Entscheidung trat am 20. Januar 2021 in Kraft.

Bevor die drei zusätzlichen Biomarker-Tests als vertragsärztliche Leistung erbracht und über die elektronische Gesundheitskarte abgerechnet werden können, ist es erforderlich, dass sich die gesetzlichen Krankenkassen und Ärzte über die Abrechnungsinhalte einigen und entsprechende Gebührenziffern festlegen. Erst wenn diese Abrechnungsziffern vorliegen, kann die Gesundheitskasse Ihnen diese zusätzlichen drei Tests als Leistung anbieten, sofern die medizinischen Voraussetzungen für den Gentest vorliegen. Die Abrechnung erfolgt dann automatisch über die elektronische Gesundheitskarte.

Da es momentan noch keine Abrechnungsmöglichkeit für die Biomarker-Tests EndoPredict®, MammaPrint® und Prosigna® gibt, können Sie diese noch nicht als Leistung in Anspruch nehmen oder müssen die Kosten dafür selbst tragen, bis die Ziffern vorliegen. In dringenden Fällen wenden Sie sich gerne an Ihre AOK.

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