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AOK-Curaplan und Online-Coach Diabetes – bessere Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

Unter Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 versteht man Störungen des Zuckerstoffwechsels. Um die Krankheiten zu kontrollieren und um Folgeerkrankungen zu vermeiden, sind regelmäßige Untersuchungen besonders wichtig. Sie sind ein Schwerpunkt des Behandlungsprogramms AOK-Curaplan bei der Therapie des Diabetes vom Typ 1 und Typ 2. Für Betroffene gibt es seit dem 1. Dezember 2020 auch den Online-Coach Diabetes. Er hilft Diabetikern dabei, einen positiven Umgang mit der Erkrankung zu finden, die Krankheit besser zu verstehen und die notwendigen Umstellungen des Lebensstils einfach anzugehen.

Ein Patient oder eine Patientin mit Diabetes bestimmt den Blutzucker. Der AOK-Curaplan Diabetes hilft, Krankheitsfolgen zu vermeiden.© AOK

Inhalte im Überblick

    Diabetes mellitus Typ 1 – das Krankheitsbild

    Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes kann der Körper kein Insulin produzieren. Das führt zu erhöhten Blutzuckerwerten, was auf Dauer wiederum Gewebe und Organe schädigt. Die Krankheit beginnt meist im Kindes- und Jugendalter und ist nicht heilbar. Das bedeutet: Bei der Therapie eines Diabetes mellitus vom Typ 1 müssen Betroffene ihr ganzes Leben Insulin substituieren. Umso wichtiger ist es für die Patienten zu wissen, wie sie mit der Erkrankung richtig umgehen. AOK-Curaplan Diabetes mellitus Typ 1 hilft dabei. Ob Sie als Teilnehmer infrage kommen, klärt der behandelnde Arzt. Er informiert Sie auch über die konkreten Inhalte des Disease-Management-Programms (DMP). Die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei.

    Bausteine des AOK-Programms zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1

    • Kontinuierliche Arztbetreuung: Der Arzt legt gemeinsam mit dem Patienten individuelle Ziele zur Behandlung des Diabetes vom Typ 1 fest. Er stellt den Blutzuckerspiegel optimal ein, sodass Folgeschäden durch zu hohe Blutzuckerwerte vermieden werden. Neben der konsequenten Dokumentation der Behandlungsdaten koordiniert er die gesamte für den Diabetes relevante Behandlung.
    • Blutdruck im Blick: Viele Diabetiker leiden unter Bluthochdruck. Der Arzt kontrolliert die Werte regelmäßig, um das Risiko für Spätfolgen wie beispielsweise Netzhautschäden, Nierenfunktionsstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder den diabetischen Fuß zu verringern.
    • Fachärztliche Kontrolluntersuchungen: Regelmäßige zusätzliche Untersuchungen wie die Kontrolle des Augenhintergrundes helfen, Folgekrankheiten rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
    • Schulungsprogramme und -materialien: Der Patient wird umfassend über Symptome und die individuell erforderlichen Behandlungsschritte informiert, übt beispielsweise verschiedene Arten der Behandlung mit Insulin und lernt, wie er seinen Blutdruck kontrollieren und positiv beeinflussen kann.

    Diabetes mellitus Typ 2 – das Krankheitsbild

    Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes können die Körperzellen Insulin immer schlechter aufnehmen und verwerten. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte, die auf Dauer innere Organe, Gewebe und Nerven schädigen. Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch als „Altersdiabetes“ bezeichnet, weil sich die Erkrankung oft erst im Alter bemerkbar macht. Inzwischen sind aufgrund von Übergewicht und Bewegungsmangel immer mehr jüngere Menschen betroffen. Bei der Behandlung unterstützt die AOK Betroffene mit dem AOK-Curaplan. Die Teilnahme an dem Disease-Management-Programm (DMP) ist freiwillig und kostenfrei. 

    Bausteine des AOK-Programms zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2

    • Kontinuierliche Betreuung durch den Arzt. Der behandelnde Arzt ist und bleibt von Anfang an der Hauptansprechpartner. Gemeinsam mit dem Patienten legt er die Behandlung des Diabetes vom Typ 2 fest. Zusätzlich koordiniert er die Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten und Experten und erinnert den Patienten an wichtige Untersuchungstermine.
    • Begleiterkrankungen im Blick. Der Arzt achtet auf die Anzeichen typischer Begleiterkrankungen des Diabetes wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Folgeerkrankungen am Fuß (Diabetisches Fußsyndrom), um sie frühzeitig behandeln zu können.
    • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Wichtiger Bestandteil von AOK-Curaplan sind regelmäßige fachärztliche Untersuchungen wie die augenärztliche Kontrolle, um Schäden an der Netzhaut frühzeitig erkennen und behandeln zu können und die Sehfähigkeit zu erhalten.
    • Individuelle Therapieziele. Zusammen mit dem Arzt bestimmt der Patient die Ziele der Behandlung. Gemeinsam legen sie fest, wie der Patient sein Ernährungs- und Bewegungsverhalten umstellen kann, um die Beschwerden zu verbessern. Oft kann der Patient dann auf Tabletten oder Insulin sogar auf lange Zeit komplett verzichten.
    • Schulungsprogramme. Der Patient bekommt „Hilfe zur Selbsthilfe“ und wird umfassend über die Erkrankung Diabetes informiert. Er erhält Tipps zur Ernährung und zu sportlichen Aktivitäten, die für Diabetiker geeignet sind.

    Wie kann ich an AOK-Curaplan Diabetes mellitus Typ 1 und 2 teilnehmen?

    Ob Sie als Teilnehmer infrage kommen, klärt der behandelnde Arzt. Er informiert Sie auch über die Inhalte des Disease-Management-Programms (DMP) AOK-Curaplan. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Arzt füllt mit Ihnen die Unterlagen aus, wenn Sie teilnehmen.

    Wie unterstützt der AOK Online-Coach Diabetes Betroffene mit Diabetes Typ 2?

    Das interaktive Onlineangebot der AOK erklärt Schritt für Schritt, wie Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 2 an Lebensqualität zurückgewinnen können. Zudem erfahren Diabetespatienten, wie Diabetes entsteht, was genau dabei im Körper passiert, wie die Behandlung erfolgt und warum bei Patienten mit Diabetes Typ 2 das Risiko für bestimmte Folgeerkrankungen steigt.

    Das Onlineprogramm für Diabetiker enthält insbesondere Module zu den Themen:

    • Bewegung und gesunde Ernährung im Alltag
    • Ziele erreichen mit der WOOP-Methode
    • Erfolgreiche Behandlung bei Diabetes
    • Begleit- und Folgeerkrankungen
    • Vorteile einer strukturierten Behandlung mit AOK-Curaplan, dem Disease-Management-Programm für chronische Erkrankungen
    • Nichtrauchen

    Wie funktioniert der Online-Coach für Diabetiker?

    Der AOK Online-Coach Diabetes stellt das relevante Wissen rund um die chronische Erkrankung in Texten, Videos und Animationen bereit.

    Die Nutzer nehmen an Übungsaufgaben teil, um das Gelernte zu vertiefen und anzuwenden, wie zum Beispiel mit einem persönlichen Bewegungsplan oder einem Gewichtstagebuch. In Wissenstests können die Nutzer jeweils überprüfen, ob sie die Lerninhalte richtig verstanden haben.

    Um die Inhalte des Coaching-Programms auf die individuelle Situation des Nutzers und auf seine Erkrankungen (Diabetes Typ 2) sowie deren Therapie abzustimmen, erhält er persönliche Fragen. Auf Basis seiner Antworten folgen dann die Informationen, die für ihn besonders relevant und wissenswert sind. Die übrigen Inhalte bleiben zur Vertiefung weiterhin abrufbar.

    Die Teilnahme am Online-Coach Diabetes ist anonym. Der Datenschutz bleibt jederzeit gewährleistet.

    Wer kann den AOK Online-Coach Diabetes nutzen?

    Sowohl Betroffene mit Diabetes Typ 2 als auch deren Angehörige und Interessierte können den AOK Online-Coach Diabetes kostenfrei nutzen.

    AOK-Versicherte können den Online-Coach Diabetes vollständig nutzen. Versicherte anderer Krankenkassen nur einen Teil des Programms.

    Diabetespatienten können das Coaching-Programm auch gemeinsam mit ihrem Partner oder einem anderen Familienmitglied durchführen. Die Angehörigen sind zwar nur indirekt betroffen, doch haben sie häufig viele Fragen und können die Betroffenen mit Diabetes Typ 2 im Alltag besser unterstützen, wenn sie ebenfalls gut informiert sind.

    Melden Sie sich jetzt hier an, um den AOK-Diabetes-Coach zu starten.

    Diabetiker? So motivieren Sie sich selbst mit WOOP

    Um sich selbst Ziele zu setzen und diese zu erreichen, wird im Online-Coach eine mentale Technik zur Selbstmotivation eingesetzt – WOOP.

    Die von der Psychologie-Professorin Gabriele Oettingen entwickelte Methode ist Teil des Diabetes-Coaching-Programms. Sie basiert auf mehr als 20 Jahren wissenschaftlicher Forschung und soll Diabetespatienten helfen, an Lebensqualität zurückzugewinnen.

    WOOP steht auf Englisch für Wunsch (Wish), Ergebnis (Outcome), Hindernis (Obstacle) und Plan (Plan). Die Motivationstechnik basiert auf der Arbeit mit bewussten Vorstellungen.

    Downloads für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2

    Um Ihnen den Umgang mit Ihrer Krankheit zu erleichtern, hat die AOK für Sie hilfreiche Materialien zusammengestellt. 

    Das Gesundheitsmagazin bei chronischen Erkrankungen

    Ausgabe 2/2022

    Wer selbst aktiv ist, kann seine chronische Erkrankung positiv beeinflussen. Profitieren Sie vom kostenlosen „Das Gesundheitsmagazin“ mit Informationen zu wichtigen medizinischen Erkenntnissen und zahlreichen Tipps rund um die Themen Ernährung, Bewegung, Entspannung und gesunde Lebensweise.

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    Wie unterstützt mich meine AOK außerdem beim Thema Diabetes?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. Wenn Sie hier die Postleitzahl Ihres Wohnorts angeben, können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und Ihnen anzeigen, wie Sie Ihre AOK beim Thema Diabetes unterstützt.
    Aktualisiert: 09.07.2021

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