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Coronavirus: Neues in der Pflege und Hilfe für pflegende Angehörige

Im Zuge der Corona-Krisensituation gibt es in der häuslichen Pflege neue Regelungen. Was sich beim Pflegegeld ändert, was pflegende Angehörige wissen sollten und wie die AOK hilft.

Änderungen in der Pflege und für pflegende Angehörige

Für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1-5 gelten in der aktuellen Corona-Krisensituation eine ganze Reihe von Neuregelungen. Die wichtigsten Änderungen haben wir für Sie zusammengefasst.

In Alten- und Pflegeheimen ist das Personal verpflichtet, eine FFP2-Maske beim Kontakt mit den Bewohnern zu tragen. Für Besucher gibt es keine FFP2-Masken-Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung reicht aus.

Zudem sind Personal und Besucher dazu verpflichtet, sich auf das Coronavirus durch Schnelltests testen zu lassen – mindestens solange, bis die Impfungen in den Einrichtungen durch die zweite Impfdosis abgeschlossen sind.

  • Bis 30. September 2020 war die Verpflichtung, Beratungsbesuche in Anspruch zu nehmen, ausgesetzt. Seit dem 1. Oktober 2020 sind die Beratungsbesuche wieder abzurufen.
  • Auf Wunsch der Pflegebedürftigen können die Beratungsbesuche auch telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Die Regelung gilt bis zum 31. März 2021.
  • Seit dem 1. November 2020 finden im Zuge der Kontaktbeschränkungen keine körperlichen Begutachtungen zuhause oder in stationären Pflegeinrichtungen statt.
  • Die Begutachtung erfolgt in der Regel telefonisch und auf Basis bereits vorliegender Informationen. Dafür führt der Medizinische Dienst ein Telefoninterview mit dem Pflegebedürftigen und/oder seinen Bezugspersonen durch. 
  • In den Pflegeeinrichtungen herrscht seit dem 1. Oktober 2020 wieder Normalbetrieb unter Einhaltung der örtlichen Schutz- und Hygienekonzepte. Bis zum 30. September wurden in einigen Bundesländern zur Eindämmung des Infektionsrisikos Tagespflegeeinrichtungen geschlossen und Aufnahmestopps für vollstationäre Pflegeeinrichtungen ausgesprochen. 

Für pflegende Angehörige: So unterstützt Sie die AOK

Die AOK unterstützt pflegende Angehörige dabei, ihren Pflegealltag zu organisieren und steht Ihnen mit Rat und konkreten Unterstützungsangeboten zur Seite. Dazu gehört zum Beispiel die AOK-Pflegeberatung.

Die Geschäftsstellen der Pflegekassen sind in allen Bundesländern unter Berücksichtigung der Einhaltung spezifischer Hygieneschutzmaßnahmen wieder geöffnet. Dies gilt überwiegend auch für die Pflegestützpunkte. Für die Nutzung einer Pflegeberatung kann es notwendig sein, einen telefonischen Termin vorab in ihrer AOK zu vereinbaren. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei der für Sie zuständigen AOK vor Ort.

Unter Einhaltung der allgemeinen sowie der auf die aktuelle Infektionslage regional angepassten Hygieneschutzmaßnahmen wird die Pflegeberatung auch in der eigenen Häuslichkeit wieder wie gewohnt angeboten. Dabei achten die AOK Pflegeberaterinnen und Pflegeberater bei jedem Besuch sorgsam auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Dazu zählen das Abstandhalten, das Tragen einer medizinischen Maske, regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren sowie das Lüften während der Besuchszeit.

Bitte beachten Sie, dass es darüber hinaus weitere Hygieneschutzmaßnahmen geben kann, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt sind. Informationen darüber erhalten Sie durch die für Sie zuständige AOK vor Ort.

Sollte die häusliche Pflege nicht sichergestellt sein oder Sie haben Fragen zur finanziellen Unterstützung: Melden Sie sich bei uns – wir helfen weiter.

Wir beraten Sie bei allen Pflegethemen. Wenden Sie sich mit Fragen oder Problemen bitte an die AOK-Pflegeberatung. Wie die Pflegeberatung unterstützen kann, können Sie in diesem Video im Youtube-Kanal der AOK sehen. 

Um eine passende Unterstützung im Pflegealltag und Versorgungsangebote zu finden, benutzen Sie bitte den AOK-Pflege-Navigator Nehmen Sie am besten Kontakt mit Ihrer AOK per Telefon oder E-Mail auf.

Sie möchten ihr pflegerisches Wissen auffrischen oder erweitern? Anschaulich und verständlich vermitteln die kurzen Videos im Youtube-Kanal des AOK-Projekts „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ wie Sie ihren Pflegealltag optimal gestalten können. Daneben gibt die AOK in ihrem eigenen Youtube-Kanal Hygienetipps für Zuhause und eine Anleitung zur Lagerung von Pflegebedürftigen bei Dekubitis .

Auf der Website des AOK-Projekts „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ gibt es Informationsblätter für pflegende Angehörige zu verschiedenen Pflege-Themen.

Im AOK-Palliativwegweiser finden Sie Einrichtungen und Hilfsangebote vor Ort für Menschen in der letzten Lebensquase. Bitte beachten Sie, dass die Pflegestützpunkte derzeit für einen persönlichen Besuch geschlossen, aber weiterhin telefonisch erreichbar sind. Die Geschäftsstellen der Pflegekassen und einzelne Pflegestützpunkte werden seit dem 4. Mai 2020 in einigen Bundesländern wieder geöffnet. Bitte beachten Sie, dass es hier pro Bundesland abweichende Regelungen geben kann.

Der Familiencoach Depression hilft AOK-Versicherten bei der Bewältigung Ihres Alltags mit einem depressiv erkrankten Angehörigen. In dem Programm gibt es vier Themenbereiche, in denen Sie Tipps und Hilfestellungen erhalten. 

Online-Pflegekurs der AOK Niedersachsen

Für pflegende Angehörige bietet die AOK Online-Kurse an, in denen Ihnen Wissen zu unterschiedlichen Pflegethemen vermittelt wird. Hier geht es zum Online-Pflegekurs der AOK Niedersachsen. 

Änderungen bei Gesundheitskursen

Gesundheitskurse vor Ort fallen aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres aus. Präventionskurse finden derzeit per Live-Übertragung im Internet statt. Erfahren Sie hier mehr. 

AOK-Versicherte können weiterhin die Online-Angebote der AOK nutzen. In den AOK-Liveonline-Kursen können Sie sich kostenlos für Coachings und Vorträge zu Themen wie Ernährung, Bewegung oder Achtsamkeit anmelden. Hier finden Sie eine Übersicht aller Angebote. Die Online-Programme der AOK unterstützen Sie dabei, aktiver zu werden, Stress zu reduzieren oder abzunehmen. Melden Sie sich jetzt kostenlos an. 

Bonusanspruch bei Zahnersatz

Wer die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der Corona-Krise nicht wahrnehmen konnte, verliert dadurch nicht notwendigerweise  seinen Bonusanspruch. Das gilt sowohl für Jugendliche unter 18 Jahren als auch für Erwachsene. Um Ihren Bonus bei Zahnersatz geltend zu machen, sollten Sie eine ansonsten regelmäßige Vorsorge im Bonusheft nachweisen können.

Bereits nach fünf Jahren regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt erhöht sich der Festzuschuss der AOK bei Zahnersatzleistungen um 20 Prozent, nach zehn Jahren regelmäßiger Vorsorge um 30 Prozent. Die erfolgten Termine zur Vorsorgeuntersuchung sollten im Bonusheft lückenlos durch den behandelnden Zahnarzt dokumentiert sein.   

Versorgungsengpässe in der Häuslichkeit

  • Sofern die ambulante pflegerische Versorgung nicht mehr durch Pflegeeinrichtungen sichergestellt werden kann, wird Ihnen (abhängig vom Pflegegrad) der Sachleistungsbetrag für ambulante Pflegeleistungen für die Organisation der Pflege zur Verfügung gestellt.
  • Die AOK erstattet diese Aufwendungen. Auch mit anderen Angeboten wie dem Pflegeunterstützungsgeld hilft die AOK. Fragen Sie Ihren zuständigen Pflegeberater

Im Zuge der Corona-Krise wurden die individuellen und die Gruppenpflegekurse der AOK ausgesetzt. Unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen finden in einigen Bundesländern wieder vereinzelt individuelle und gruppenbezogene Pflegekurse statt. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer AOK über die derzeitigen Möglichkeiten zur Inanspruchnahme eines Pflegekurses. Alternativ bietet Ihnen die AOK Online-Pflegekurse an und unterstützt Sie mit umfangreichen Weiterbildungs- und Hilfsangeboten in Ihrem Pflegealltag.

Der monatliche Höchstbetrag der AOK-Pflegekasse für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, also beispielsweise Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen, wurde rückwirkend zum 1. April 2020 von 40 auf 60 Euro angehoben. Maßgeblich für die höhere Vergütung ist der Tag der Leistungserbringung; im Fall einer Kostenerstattung das Kaufdatum. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31. März 2021.

Liegt aufgrund der Corona-Pandemie eine akute Pflegesituation vor, können sich die pflegenden Angehörigen statt für bislang 10 Arbeitstage nun für bis zu 20 Arbeitstage von ihrer Arbeit freistellen lassen. Als akute Pflegesituation gilt beispielsweise, wenn Tagespflegeeinrichtungen pandemiebedingt schließen oder wenn ambulante Pflegedienste ihre Arbeit nicht mehr im gewohnten Umfang leisten.

Die Inanspruchnahme ist dem Arbeitgeber spätestens zehn Tage vor Beginn der Pflegezeit schriftlich anzukündigen. Für ebenfalls bis zu 20 Arbeitstage können die Beschäftigten das Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung von der AOK-Pflegekasse erhalten.

Diese Regelung gilt bis zum 31. März 2021.

Wer die Pflege eines Angehörigen mit seinem Beruf zu vereinbaren hat, kann die Familienpflegezeit und die Pflegezeit in Abstimmung mit seinem Arbeitgeber bis auf Weiteres flexibler handhaben.

Für die Auszeiten gelten die gesetzlichen Vorgaben: Die Pflegezeit sollte höchstens sechs Monate und die Familienpflegezeit höchstens 24 Monate betragen. Wer noch Restzeiten hat, kann diese nun jedoch kurzfristiger nehmen.

Die schriftliche Ankündigung gegenüber dem Arbeitgeber ist dazu von acht Wochen auf nur noch 10 Tage reduziert worden. Die Pflicht, die Familienpflegezeit unmittelbar an die Pflegezeit anzuschließen, entfällt komplett.

Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31. März 2021.

Bis auf Weiteres können Arzneimittel vom Arzt per Telefon verordnet werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Betroffene in einer fortlaufenden Behandlung befindet und der Arzt seinen Gesundheitszustand kennt. Dabei handelt es sich in der Regel um Folgerezepte, die der Patient nach dem telefonischen Arztkontakt per Post zugeschickt bekommt. 

Wer weiterhin häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel, Krankentransporte oder -fahrten in Anspruch nehmen muss, kann sie sich ebenfalls bis zum 31. März 2021 telefonisch vom Arzt verordnen lassen. Voraussetzung ist, dass sich der Patient in Behandlung befindet, bereits zu einem früheren Zeitpunkt persönlich untersucht wurde und es sich um dieselbe Art der Erkrankung handelt, die diese Leistung auslöst.

Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden und weiterhin Medikamente benötigen, darf ihnen die Klinik derzeit eine größere Menge an Medikamenten für 14 Tage (statt vorher für sieben Tage) mitgeben, als es die Arzneimittel-Richtlinie im Normalfall vorsieht. Diese Sonderregelung bleibt solange bestehen, bis der Deutsche Bundestag die Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite beschließt, längstens aber bis zum 31. März 2021. Ziel ist, den Betroffenen zusätzliche Arztbesuche zu ersparen und sie so vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Zudem dürfen Krankenhausärzte bei der Entlassung für bis zu 14 Tage ambulante Krankenpflege, Palliativversorgung, Soziotherapie und Heil- sowie Hilfsmittel verordnen.

Im Zuge der Corona-Krise haben sich die gesetzlichen Krankenkassen auf einige Ausnahme-Regelungen geeinigt, um Patienten, Therapeuten und Praxen zu entlasten. Die Sonderregelungen lauten:  

  • Häusliche Krankenpflege: Folgerezepte dürfen bis zu 14 Tage rückwirkend verschrieben werden. Zudem dürfen Patienten die Verordnungen innerhalb von zehn Tagen – anstelle von bisher drei Tagen – bei der AOK einreichen. Diese Regelungen sind bis zum 31. März 2021 befristet.
  • Palliativversorgung und Soziotherapie: Rezepte für spezialisierte palliativmedizinische Versorgungsangebote oder eine Soziotherapie müssen bis zum 31. März 2021 nicht mehr innerhalb von drei Tagen eingereicht werden. Betroffene haben dafür zehn Tage Zeit.
  • Notwendige Krankentransporte  von Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, können vorübergehend durchgeführt werden – ohne dass die Krankenkasse sie vorher genehmigen muss. Dies gilt auch für COVID-19-Patienten, die sich in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Diese Sonderregelung gilt vorerst bis zum 31. März 2021.

     

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