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Strahlentherapie bei Brustkrebs

Nach einer brusterhaltenden Operation bei Brustkrebs ist eine anschließende Strahlentherapie notwendig. Verbleibende Tumorzellen werden durch den Beschuss mit Photonen oder Elektronen vernichtet.

So verläuft eine Strahlentherapie

Bei einem kleinen bösartigen Knoten in der Brust können sich die Patientinnen zwischen einer brusterhaltenden Operation und einer Entfernung der Brust entscheiden. Bei der brusterhaltenden Therapie muss die erkrankte Brust in der Regel  bestrahlt werden. Eine Bestrahlung ist nach Brustentfernung bei kleinem Tumor nur erforderlich, wenn der Tumor nicht großflächig genug herausgeschnitten werden konnte, in den Lymphknoten Tumorzellen festgestellt wurden oder bei Patientinnen, die unter 35 Jahre alt sind und bei denen gewisse Risikofaktoren wie zum Beispiel Lymphknotenbefall vorliegen.

Bei einer Strahlentherapie wird die erkrankte Brustseite energiereichen Photonen- oder Elektronenstrahlen ausgesetzt, um mögliche Restzellen des Tumors in der Brust zu vernichten. Dabei greift die Strahlentherapie jedoch nicht nur die Tumorzellen an, sondern auch gesunde Zellen. Im Gegensatz zu den Tumorzellen haben die normalen Zellen aber einen „Reparaturmechanismus“ und regenerieren sich wieder.  

Damit die Strahlenbelastung nicht zu hoch ist, wird die Gesamtbestrahlungsdosis auf viele Tage verteilt. Gy ist die Abkürzung für die Maßeinheit Gray, die angibt, welche Dosis bei einer Sitzung verabreicht wird. In den Pausen zwischen den einzelnen Terminen können sich die gesunden Zellen von der Behandlung erholen.

Strahlentherapie senkt die Anzahl der Rückfälle

Die Strahlentherapie verringert deutlich die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten des Tumors, das sogenannte Rezidivrisiko.

Nebenwirkungen der Bestrahlung

ögliche Nebenwirkungen sind Hautreizungen, Hautveränderungen und allgemeine Mattigkeit. Manchmal ist es sinnvoll, durch eine sogenannte Boost-Bestrahlung den Bereich des Tumors intensiver als die übrige Brust zu bestrahlen. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Behandlungsdauer von fünf bis sieben Wochen mit insgesamt etwa 30 bis 33 Bestrahlungen. Die Strahlentherapie erfolgt meist ambulant. Patientinnen kommen dann täglich (außer an Wochenenden und Feiertagen) zu einem Bestrahlungstermin in ein Brustzentrum oder eine Schwerpunktpraxis für Strahlentherapie.

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