Extreme Hitze: unterschätztes Gesundheitsrisiko

Gesundheitsschutz bei hohen Temperaturen
Hitzewellen sind in Deutschland die bedeutendste Gesundheitsgefahr des Klimawandels. Die Folgen von extremer Hitze sind ein sehr ernstes und oft noch unterschätztes Gesundheitsproblem. Da es in Deutschland immer mehr ältere Menschen und immer mehr Menschen mit Vorerkrankungen gibt, ist die deutsche Bevölkerung besonders anfällig für die gesundheitlichen Gefahren von Hitzewellen. In den Hitzesommern 2015, 2018, 2019 und 2022 gab es in Deutschland jeweils etwa 9.000 bis 10.000 Hitzetote. In ganz Europa gab es 2023 mehr als 47.000 und 2024 über 62.000 Hitzetote.
Hitzewellen verursachen körperliche und psychische Belastungen. Erschöpfung, Kopfschmerzen und Schwindel sind häufige Anzeichen dafür, dass der Organismus mit den hohen Temperaturen kämpft. Extreme Hitze kann tödlich sein – nicht nur für geschwächte Menschen.
Um das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schärfen und Schutzmaßnahmen aufzuzeigen, findet am 11. Juni 2026 ein bundesweiter Hitzeaktionstag statt. Denn es gibt Möglichkeiten, aktiv zu werden und sich vor Hitze zu schützen. Erfahren Sie auf dieser Seite, wie Sie hitzebedingte Belastungen vorbeugen und gesund durch die nächste Hitzewelle kommen.



6 Tipps, um einen kühlen Kopf zu bewahren
Krank durch Hitze: Mit jedem Tag über 30 Grad nehmen Krankmeldungen und Folgekosten deutlich zu
Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) mit Unterstützung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) auf Basis von Abrechnungsdaten von rund 9,7 Millionen AOK-Versicherten. In der Studie, die sich noch in Begutachtung befindet, sind erstmals umfangreiche Daten zu Krankmeldungen, Arztbesuchen und Gesundheitskosten mit Wetterdaten verknüpft worden. Mehr Informationen zur Studie finden sie hier.

Bereits ein einzelner Hitzetag hat Auswirkungen auf die Gesundheit. Steigen die Temperaturen an einem Tag auf über 30 Grad, erhöht sich die Zahl der Krankmeldungen kurzfristig um 3,5 Prozent. Hält die Hitze an, steigt sie weiter.

Je länger die Hitze anhält, desto stärker steigen die Fehlzeiten. Schon am dritten Tag mit Temperaturen über 30 Grad steigt die Zahl der Krankmeldungen um 5,0 Prozent. Eine dreitägige Hitzewelle verursacht zudem zusätzliche Kosten von rund 32 Millionen Euro für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Eine längere Hitzewelle verschärft die Auswirkungen. Nach sieben Hitzetagen in Folge erhöht sich die Zahl der Krankmeldungen um 10,8 Prozent und liegt damit mehr als dreimal so hoch wie nach einem einzelnen Hitzetag.
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