Reisekrankheiten
Symptome bei Sonnenstich ernst nehmen und ab in den Schatten
Veröffentlicht am:31.07.2020
aktualisiert am 01.07.2026
12 Minuten Lesedauer
Wenn Sie nach dem Sonnenbaden unter Übelkeit und Kopfschmerzen leiden, kann dahinter ein Sonnenstich stecken. Bei den ersten Anzeichen gilt: Sofort in den Schatten. Was Sie bei einem Sonnenstich sonst noch tun können.

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Inhalte im Überblick
- Was ist ein Sonnenstich?
- Wer ist besonders anfällig für einen Sonnenstich?
- Welche Symptome treten bei einem Sonnenstich auf?
- Erste Hilfe: Was tun bei einem Sonnenstich?
- Wie lange dauert ein Sonnenstich und wann sollte man zum Arzt?
- Wie lässt sich ein Sonnenstich vermeiden?
- Wie schützt man Babys und Kinder vor einem Sonnenstich?
Was ist ein Sonnenstich?
Ein Sonnenstich entsteht, wenn die Sonne zu lange direkt auf den Kopf oder Nacken scheint. Experten und Expertinnen sprechen hier auch von einem Hitzeschaden, bei dem Kopf- und Nackenbereich durch langwellige Wärmestrahlung „überwärmt“ wurden.
Die Überwärmung kann zu einer Überreizung von Hirnhäuten und Gehirn führen. Im schlimmsten Fall kann dies eine Schwellung des Gehirns, ein sogenanntes Hirnödem, hervorrufen. In seltenen Fällen kann ein Sonnenstich tödlich enden.
Wer ist besonders anfällig für einen Sonnenstich?
Babys, Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen mit wenig oder keiner Kopfbehaarung haben ein erhöhtes Risiko, einen Sonnenstich zu bekommen. Besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder. Grund hierfür sind die spärliche Kopfbehaarung, der dünne Schädelknochen und die Knochenspalten im kindlichen Schädel (Fontanellen), die oft noch nicht geschlossen sind und so die Hitze leichter durchdringen lassen als bei Erwachsenen.
Zudem können Babys und Kleinkinder ihre Körpertemperatur noch nicht gut durch Schwitzen regulieren.
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Welche Symptome treten bei einem Sonnenstich auf?
Häufige Symptome eines Sonnenstichs sind:
- Kopfschmerzen
- Nackenschmerzen oder -steifigkeit
- Unruhe
- Übelkeit
- Erbrechen
- Benommenheit
- Schwindel
- Ohrengeräusche
- geröteter, heißer Kopf
- Die Körperhaut fühlt sich normal warm an – bei Kindern kann später Fieber dazukommen
Bei einem sehr schweren Sonnenstich können zusätzlich auftreten:
- Bewusstseinsstörungen
- Bewusstlosigkeit
- Kreislaufversagen
Die ersten Symptome treten oft zeitverzögert nach dem Aufenthalt in der Sonne auf.
Erste Hilfe: Was tun bei einem Sonnenstich?
Bei einem Sonnenstich sollten Sie sofort aus der Sonne gehen und ausreichend Flüssigkeit trinken. Schnelles Handeln kann die Beschwerden lindern und Komplikationen vermeiden.
Das können Sie bei einem Sonnenstich konkret tun:
- In den Schatten gehen: Suchen Sie direkt einen schattigen, kühlen Ort auf. Noch besser ist ein abgedunkelter Raum.
- Bewusstsein regelmäßig prüfen: Wenn Sie einer betroffenen Person helfen, achten Sie auf Anzeichen von Bewusstseinsstörungen.
- Flüssigkeit: Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, wenn keine Bewusstseinsstörung vorliegt.
- Kopf erhöht lagern: Das kann den Druck auf das Gehirn reduzieren.
- Kopf und Nacken kühlen: Ein feuchtes, lauwarmes Tuch eignet sich am besten. Vermeiden Sie sehr kalte Tücher.

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Wie lange dauert ein Sonnenstich und wann sollte man zum Arzt?
Die Beschwerden bessern sich meist innerhalb von einigen Stunden bis zu zwei Tagen. Halten die Symptome länger an oder verschlechtern sie sich, sollten Betroffene ärztlich untersucht werden. In Notfällen wählen Sie den Notruf – vor allem, wenn die Person flach atmet oder bewusstlos wird.

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Wie lässt sich ein Sonnenstich vermeiden?
Einen Sonnenstich können Sie vermeiden, indem Sie sich vor direkter Sonne schützen, ausreichend trinken und Ihren Alltag an hohe Temperaturen anpassen. Konkret bedeutet das:
- Kopf schützen: Achten Sie bei direkter Sonneneinstrahlung auf eine Kopf- und Nackenbedeckung und verwenden Sie Sonnencreme.
- Mittagshitze meiden: Verzichten Sie zwischen 11 und 15 Uhr auf körperliche Aktivitäten wie Sport und Gartenarbeit im Freien.
- Ausreichend trinken: Bei Hitze muss die Flüssigkeitszufuhr den Temperaturen angepasst werden. Trinken Sie Wasser, ungesüßten Tee, Schorlen und vermeiden Sie Alkohol. Auch wasserreiche Speisen tragen zur Deckung des Flüssigkeitshaushalts bei. Genaue Mengenangaben sind nicht möglich, denn der Flüssigkeitsbedarf hängt von vielen Faktoren (Alter, Erkrankungen, körperliche Aktivität) ab.
- Mineralstoffe ausgleichen: Wer viel schwitzt, verliert Elektrolyte. Durch Natrium- und magnesiumhaltige Mineralwässer und salzhaltige Nahrungsmittel kann der Verlust ausgeglichen werden.
- Geeignete Kleidung: Helle, luftige und locker sitzende Kleidung, zum Beispiel aus Leinen, ist empfehlenswert.
Wie schützt man Babys und Kinder vor einem Sonnenstich?
Babys und Kleinkinder können Sie vor allem durch geeignete Kleidung, ausreichend Flüssigkeit und angepasste Aufenthaltszeiten im Freien schützen. Im Detail bedeutet das:
- Kleidung: Bedecken Sie im Freien immer Kopf und Nacken Ihres Kindes mit einem leichten Hut oder einer Schirmmütze. Geeignet ist leichte, helle Kleidung, die Beine und Arme bedeckt. Auf unbedeckte Hautstellen sollten Sie Sonnencreme auftragen.
- Flüssigkeit: Gestillte Babys sollten öfter angelegt werden, außerdem ist es wichtig, dass stillende Mütter auch ausreichend trinken. Babys, die mit der Flasche ernährt werden, sollten ebenfalls häufiger die Flasche angeboten bekommen. Auch Kleinkinder sollten bei Hitze regelmäßig zum Trinken animiert werden. Über den Tag verteilt eignen sich außerdem wasserreiche Speisen wie Suppen, Obst und Gemüse besonders gut – wobei steht die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen zu beachten sind.
- Im Freien: Babys und Kleinkinder sollten möglichst jegliche direkte Sonne meiden und sich überwiegend im Schatten aufhalten. Besonders zwischen 11 und 15 Uhr sollten Kinder unter 4 Jahren die pralle Sonne meiden. Sinnvoll sind schattige Spielmöglichkeiten sowie Möglichkeiten zur Abkühlung zum Beispiel ein Planschbecken oder eine Schüssel mit Wasser.
Wichtig: Lassen Sie Ihr Kind niemals im Auto zurück – auch nicht für kurze Zeit. Die Temperaturen im Fahrzeuginneren können innerhalb weniger Minuten stark ansteigen und lebensgefährlich werden.
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