Den richtigen Pflegedienst finden

Die meisten Menschen fühlen sich in den eigenen vier Wänden am wohlsten und möchten auch dort gepflegt werden. Dabei kann ein ambulanter Pflegedienst Sie als Angehörigen bei der häuslichen Pflege gut unterstützen. Worauf Sie bei der Auswahl eines Pflegedienstes achten sollten.

Das macht einen guten Pflegedienst aus

Neben den fachlichen Qualifikationen zählt auch die persönliche Sympathie – immerhin kommt ab sofort eine zunächst fremde Person zu Ihnen nach Hause und hilft dem Pflegebedürftigen auch bei intimen Tätigkeiten wie dem morgendlichen Waschen. Wichtig sind zudem Zuverlässigkeit und Professionalität.

Der Pflegedienstmitarbeiter geht wider Erwarten nicht auf Ihre Wünsche ein? Dann sollten Sie sich an die Leitung des Pflegedienstes wenden. Bei persönlichen Differenzen können Sie jederzeit um einen Wechsel der zuständigen Pflegekraft bitten. Bringt auch das nichts, haben Sie selbstverständlich das Recht, sich einen neuen Anbieter für die ambulante Pflege zu suchen.

Checkliste zur Auswahl eines Pflegedienstes

Unsere Checkliste hilft Ihnen, alle wichtigen Punkte zu bedenken. Am besten drucken Sie sich die Checkliste für jeden möglichen Anbieter aus und kreuzen an, ob der Pflegedienst die Anforderung erfüllt oder nicht. 

Pflegedienst-Checkliste (PDF, 589 KB)

Das gehört in den Vertrag mit einem Pflegedienst

Ist ein Pflegedienst engagiert, sollte unbedingt mit diesem ein Vertrag abgeschlossen werden. Im Vertrag sollten Art und Umfang aller Leistungen, die der ambulante Pflegedienst für Sie erbringen soll, möglichst detailliert beschrieben sein. Die Preise sollten einzeln aufgelistet sein. Und es sollte klar aus dem Vertrag hervorgehen, welche Leistungen Sie eventuell selbst zahlen müssen. Achten Sie darüber hinaus auch auf folgende Punkte:

  • Haftung: Der Pflegedienst haftet für alle schuldhaft verursachten Schäden seiner Mitarbeiter.
  • Zahlung: Für Ihren Eigenanteil sollten Sie keine Einzugsermächtigung geben, sondern sich immer eine Rechnung ausstellen lassen. Akzeptieren Sie keine Regelungen zur Leistung von Voraus- oder Abschlagszahlungen.
  • Kündigung: Ist nichts im Vertrag vereinbart, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Tagen. Günstig ist, wenn der Pflegedienst den Vertrag erst nach einer Frist von sechs Wochen und nur zum Quartalsende lösen kann. Sie selbst können den Pflegevertrag immer ohne Einhaltung einer Frist kündigen, zum Beispiel wenn Sie mit der Pflege unzufrieden sind. Das ist gesetzlich so vorgesehen und sollte sich so auch im Pflegevertrag wiederfinden.
  • Pflegeeinsatz: Legen Sie fest, wie lange im Voraus Sie einen geplanten Einsatz absagen können, ohne ihn bezahlen zu müssen. Falls der Pflegebedürftige vorübergehend ins Krankenhaus muss, sollte der Vertrag ruhen.
  • Vertragspartner: Den Vertrag sollte nur der Pflegebedürftige oder sein gesetzlicher Vertreter abschließen. Unterschreiben Angehörige den Vertrag, können auch ihnen gegenüber finanzielle Ansprüche geltend gemacht werden.
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