Pflegedienst und ambulante Pflegehilfe

Viele Pflegebedürftige möchten in ihrem eigenen Zuhause gepflegt werden. Dies geschieht oft durch Angehörige und Bekannte oder auch unter Einbezug eines Pflegedienstes. Die AOK informiert hier darüber, wie Sie sich bei der ambulanten Pflege unterstützen lassen können.

Eine ambulante Pflegekraft hilft einer älteren Frau beim Anziehen© iStock / Ridofranz

Inhalte im Überblick

    Was ist ambulante Pflege?

    Die ambulante Pflege ermöglicht es pflegebedürftigen Personen, weiterhin im eigenen Zuhause zu leben und in ihrem gewohnten Umfeld betreut zu werden. Pflegedienste unterstützen bei einer Vielzahl unterschiedlicher Leistungen und entlasten dabei Angehörige des Pflegebedürftigen.

    Pflegedienst

    Der ambulante Pflegedienst hilft den Pflegebedürftigen sowie Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Hilfe bei der Organisation und Betreuung des Alltags und entlastet dabei auch zum Beispiel berufstätige Angehörige. Das Leistungsangebot des Pflegedienstes kann individuell in Anspruch genommen werden. Darunter fallen folgende Angebote: 

    • Körperpflege
    • Betreuungsmaßnahmen wie Spaziergänge oder Alltagsgestaltung
    • Hilfe bei der Haushaltsführung
    • Darüber hinaus kann häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wie zum Beispiel Medikamentengabe, Verbandswechsel, Injektionen, in Anspruch genommen werden, sofern diese vom Arzt verordnet wurde.

    Passende Informationen

    Einen passenden Pflegedienst finden

    Bei der Auswahl des richtigen Pflegedienstes gibt es einige Dinge zu beachten. Hier erfahren Sie mehr.

    Eine geeignete Alltagshilfe finden

    Mit dem AOK Pflege-Navigator finden Sie schnell und einfach eine passende Alltagshilfe.

    Außerklinische Intensivpflege

    Außerklinische Intensivpflege wird nötig, wenn schwerstkranke Menschen im häuslichen Umfeld gepflegt werden.

    Alltagsbegleiter und Helfer im Pflegealltag

    Eine häusliche Pflege beansprucht oft viel Zeit von pflegenden Angehörigen. Dabei können einige Dinge auf der Strecke bleiben, wie zum Beispiel der Haushalt oder ein kleiner Spaziergang. Eine hilfreiche Unterstützung kann ein Alltagsbegleiter sein, der neben hauswirtschaftlichen Diensten auch für Gesellschaft sorgt und weitere Erledigungen abnehmen kann. Ein Alltagsbegleiter ist keine Person aus dem Familienkreis. Falls Sie auf der Suche nach einer Alltagsbegleitung sind, können Sie sich an unterschiedliche Einrichtungen wie Pflegestützpunkte, ambulante Dienste oder Online-Vermittlungsplattformen wenden. 

    • Aufgaben der Alltagsbegleitung

      Die Aufgaben einer Alltagsbegleitung sind vielfältig und können an den Pflegebedürftigen individuell angepasst werden. Für ein paar Stunden kommt eine Betreuungskraft täglich oder nach Absprache zu Ihnen nach Hause. Die Aufgaben eines Alltagsbegleiters bestehen darin, ältere Menschen psychisch und körperlich mit einem Angebot zu aktivieren und deren Lebensqualität dadurch zu verbessern. Die Pflege steht dabei nicht im Vordergrund. Mögliche Einsatzbereiche eines Alltagsbegleiters sind:

      • Beschäftigungen wie Spaziergänge, Malen, Lesen und gemeinsames Kochen
      • Haushaltsführung wie Wäschewaschen und Geschirrspülen
      • Begleitdienste beispielsweise zum Friseur, zu Ämtern und kulturellen Stätten
      • leichte pflegerische Tätigkeiten wie Hilfe bei der Körperpflege oder Unterstützung der Mobilität
    • Weitere Unterstützung von Pflegebedürftigen im Alltag

      Für Pflegebedürftige und private Pflegepersonen bietet der Markt ein breites Angebot an Hilfskräften und Unterstützern im Pflegealltag. Neben der sogenannten Alltagsbegleitung gibt es unter anderem:

      • Agenturen zur Vermittlung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen
      • familienentlastende Dienstleister
      • Serviceangebote für haushaltsnahe Dienstleistungen
      • Pflegebegleitung

      Im Wesentlichen unterscheiden sich die Tätigkeitsbereiche der jeweiligen Anbieter zur Unterstützung im Pflegealltag nur geringfügig. Informieren Sie sich sorgfältig über die in Ihrer Nähe verfügbaren Angebote und wählen das für Ihren Bedarf am besten geeignete aus. Achten Sie auf eine mögliche fachliche Spezialisierung und entsprechend qualifiziertes Personal.

    • Entlastungsbetrag für anerkannte alltagsunterstützende Hilfe

      Grundsätzlich können pflegebedürftige Personen einen sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro im Monat erhalten. Dabei ist der Pflegegrad ebenso wie der tatsächliche Bedarf an häuslicher Pflege im Alltag unerheblich.

      Den Entlastungsbetrag sollen Pflegebedürftige einsetzen, um anerkannte alltagsunterstützende Angebote wahrnehmen zu können. Dazu zählen Betreuungsangebote, Entlastungsangebote und ambulante Pflegeangebote. Die Pflegekasse zahlt den Entlastungsbetrag zusätzlich zu den sonstigen Pflegeleistungen bei häuslicher Pflege. 

      Auch die sogenannte Nachbarschaftshilfe, also die Entlastung pflegender Angehöriger durch eine qualifizierte Nachbarschaftshilfe, wird mittlerweile in vielen Bundesländern als „Angebot zur Unterstützung im Alltag“ anerkannt und kann mit dem Entlastungsbetrag bezahlt werden. Ob das auch in Ihrer Region gilt, beantworten Ihnen gerne Ihre AOK-Mitarbeiter vor Ort, sprechen Sie uns an.

    Wie unterstützt mich meine AOK beim Thema Pflege?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. Wenn Sie die Postleitzahl Ihres Wohnorts eingeben, können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und die regionalen Angebote Ihrer AOK zum Thema Pflege anzeigen.
    Aktualisiert: 12.01.2023

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