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Verhinderungspflege / Minijob

Hallo,
ich pflege meine Mutti ( pflegegrad 3) in deren Haushalt und möchte mir ab und zu eine kleine Auszeit (stundenweise) gönnen bzw. muss Termine wahrnehmen. Eine Freundin möchte als Ersatzpflegekraft einspringen.

Ich habe in diesem Forum schon etwas geschaut: Am 15.06.2018 empfielt Ihr ExpertenTeam:
"Wenn die private Person (kein Familienangehöriger) eine höhere Vergütung als das Pflegegeld im jeweiligen Pflegegrad erhält,
muss dieses bei der Minijob-Zentrale als kurzfristige Beschäftigung angemeldet werden."
Am 6.1.2017 ist nur von Aufwandsentschädigung die Rede.

Meine Freundin würde die Lösung mit dem Minijob vorziehen.
Meine Fragen dazu:
Wer sollte gegenüber der Minijob-Zentrale als Arbeitgeber auftreten:
    - Ich als Hauptpflegekraft oder meine Mutti als Pflegebedürftige?

Bei einem Minijob bezahle ich den Arbeitnehmer für die in einem Monat geleistete Arbeit zum Monatsende.
Die Abzüge der Minijobzentrale werden erst im Juli für die ersten 6 Kalendermonate bzw. im Januar des Folgejahres abgebucht.
Meine Ersatzpflegekraft wird mir dafür keine Rechnung schreiben, den sie ist Lohnempfänger. Ich überweise den Nettolohn an meine Ersatzpflegekraft.
 - Wie weise ich meine Kosten (Nettolohn + RV-Beiträge + Steuerabzüge +Abzüge der Minijobzentrale) gegenüber der AOK aus?

Wie oft muss ich / oder darf ich pro Jahr / für eine über Minijob angestellte Ersatzpflegekraft einen Antrag auf Verhinderungspflege stellen?
- nach jedem stundenweisen Einsatz der Ersatzpflegekraft?
- einmal am Ende jeden Monats?
- einmal am Ende des Jahres?

- oder sonst ???

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Bemühungen bei der Beantwortung meiner Fragen.
Mit freundlichen Grüßen

ingeErika

 

 

Hallo ingeErika,

 

verzeihen Sie bitte, dass unsere Antwort Ihre Geduld ein wenig herausgefordert hat. Das war keine Absicht und nun erhalten Sie Ihre Antwort. Diese ist zweigeteilt.

 

Zu den Minijobs:

Gegenüber der Minijobzentrale tritt als Arbeitgeber die pflegebedürftige Person auf. Es gelten für eine kurzfristige Beschäftigung bestimmte Voraussetzungen:

  1. Die Beschäftigung muss von vornherein auf längstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt sein.
  2. Die Beschäftigung darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden (hierzu kann Ihnen die Minijobzentrale ausführliche Informationen geben).

 Bei einer kurzfristigen Beschäftigung fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an. Es besteht lediglich eine Meldepflicht. Für die gesamte Abwicklung möchte ich Ihnen empfehlen sich mit der Minijobzentrale als zuständige Einzugsstelle (hier der Meldungen) in Verbindung zu setzen.

Zur Verhinderungspflege:

Wenn die Verhinderungspflege regelmäßig an einem bestimmten Tag stundenweise in Anspruch genommen wird, reicht es einmal im Jahr einen Antrag zu stellen. Dann können regelmäßig Nachweise über die entstanden Aufwendungen eingereicht werden, z. B. monatlich. Sobald die Nachweise vorliegen, wird die Erstattung vorgenommen.

 

Wir wünschen Ihnen, dass Sie eine gute Lösung finden - nutzen Sie gern und unbedingt sonst auch die Beratung Ihrer AOK vor Ort. Die Kollegen helfen Ihnen auch gern weiter, sollte unsere Antwort an dieser Stelle noch nicht ausreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr AOK Beratungsteam aus dem Forum-Pflege

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo ExpertenTeam,

die Miijobzentrale meint:"Beschäftigungen, die unbefristet ausgeübt werden, haben nicht den Charakter einer kurzfristigen Beschäftigung, weil sie auf Dauer bzw. regelmäßige Wiederkehr angelegt sind. Dies gilt auch dann, wenn die Zeitdauer von 70 Arbeitstagen im Laufe eines Kalenderjahres nicht überschritten werden."

Bei regelmäßiger, vielleicht wöchentlicher Auszeit von der Pflege ist das mit Sicherheit kein kurzfristiger Minijob.

und:

Auch bei kurzfristigen Bechäftigungen fallen Abgaben an.

( Eine selbstständige Arbeitskraft würde das auf den Stundensatz umlegen.)

Welche Nachweise möchte die AOK sehen und wann.

Mit freundlichen Grüßen

ingeErika

Hallo ingeErika,

es tut uns leid, dass Sie noch keine Lösung haben. In der Tat ist das System Pflege insgesamt sehr kleinteilig und komplex aufgebaut und jede Konstellation ist anders. Deshalb möchten wir Ihnen dringend raten, zu einer Beratung in Ihrer AOK vor Ort zu gehen, um alle Details dort besprechen zu können. Sie brauchen eine Beratung, die ihre gesamte Situation beleuchtet - dann ist einer Beraterin oder einem Berater möglich, Sie bestmöglich zu unterstützen. Diese Sonderkonstellation eigenet sich nur bedingt für dieses Forum.

Lassen Sie sich persönlich bei den qualifizierten Fachberater*innen vor Ort beraten. Sie werden ihnen sicher helfen. Vereinbaren Sie einen Termin, damit Sie in Ruhe und mit Zeit alle notwendigen und möglichen Dinge besprechen können.

Mit freundlichen Grüßen und erneut besten Wünschen für eine baldige Lösung
Ihr AOK Team des Pflegeforums

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo ExpertenTeam,

Wenn Sie jetzt so tun, als wenn ich allein das Problem habe, eine Ersatzpflegekraft korrekt als Minijobber anzumelden, finde ich dass ungeheuerlich.

Zwei Prozesse - Verhinderungspflege und Minijob - deren Kombination sollte als normaler Ablauf von den Pflegekassen berücksichtigt werden.

Rechnet hier jemand damit, dass Pfegende und Pflegebedürfitge die Zeit und die Kraft haben,  zu einer Beratung in Ihrer AOK vor Ort zu gehen?

Es tut mit leid, dass ein ExpertenTeam hier keine Antwort findet. Ich hoffe aber, dass die Pflegekassen hier eine Antwort zulassen.

Mit freundlichen Grüßen

ingeErika

 

Hallo ingeErika,

Ihre Mutter erhält von der Pflegekasse die Zusage für die Kostenübernahme der Verhinderungspflege, diese Zusage ist mit dem Vermerk versehen, dass eine Meldung an die Minijob-Zentrale vorzunehmen ist, wenn eine höhere Vergütung als das maximale Pflegegeld des Pflegegrades gezahlt wird.

Für die versicherungsrechtliche Beratung ist in diesen Fällen grundsätzlich die Minijob-Zentrale zuständig. Sollte die Minijob-Zentrale an die AOK verweisen, dann wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Firmenkunden.

Liegt eine versicherungspflichtige Beschäftigung vor, dann erfolgt eine Anmeldung und Beratung bei der zuständigen Krankenkasse der Ersatzpflegeperson.

Der Zusage für die Kosten bei Verhinderung der Pflegeperson liegt ein Abrechnungsvordruck bei, den die Pflegekasse für die Zahlung benötigt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

 

 

 

Ihr Expertenteam der AOK

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