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Krebsfrüherkennung: Das leistet die AOK

Die AOK übernimmt die Kosten für Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung, oft auch als „Krebsvorsorge“ bezeichnet. Wir geben einen schnellen Überblick, wann welche Untersuchungen anstehen.

Warum Krebsfrüherkennung so wichtig ist

Je früher ein Tumor oder seine Vorstufen erkannt und behandelt werden, desto größer sind die Heilungschancen. Bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und von Darmkrebs lassen sich Vorstufen des Krebses entfernen und damit sogar eine Krebserkrankung verhindern.

Krebsvorsorge für Frauen

Die Möglichkeit eine Krebsvorsorge durchführen zu lassen, besteht bereits für junge Frauen. Zum gesetzlich geregelten Früherkennungsprogramm zählen die Untersuchung der Geschlechtsorgane, die Früherkennung von Hautkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs.

Jährliche Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane, bestehend aus:

  • Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese), zum Beispiel durch Fragen des Arztes nach Blutungsstörungen und Ausfluss
  • Untersuchung des Muttermundes
  • Jährlicher Abstrich von Muttermund und Gebärmutterhals und Untersuchung der entnommenen Zellen
  • Gynäkologischer Tastuntersuchung

Jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs, bestehend aus:

  • Gezielter Anamnese durch Fragen nach Veränderungen der Brust oder der umliegenden Hautregion
  • Abtasten der Brust und der Lymphknoten in den Achselhöhlen
  • Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust

Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs im Abstand von zwei Jahren, bestehend aus:

  • Gezielter Befragung nach Hautveränderungen
  • Begutachtung der Haut des gesamten Körpers

Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs:

  • Angebot einer Kombinationsuntersuchung bestehend aus einem HPV-Test und einer Untersuchung der Gebärmutterhalszellen – alle drei Jahre.

Früherkennung von Darmkrebs einmal jährlich, bestehend aus:

  • Gezielter Beratung
  • Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl

Mammographie-Screening im Abstand von zwei Jahren:

  • je zwei Röntgenaufnahmen der linken und der rechten Brust

Erweiterte Untersuchung auf Darmkrebs, bestehend aus: 

  • Gezielter Beratung
  • wahlweise zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von zehn Jahren oder alle zwei Jahre einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl

Personalisierte Medizin: Brust- und Eierstockkrebsrisiko

Treten Brust- und/oder Eierstockkrebs in einer Familie besonders häufig auf, kann das auf eine angeborene genetische Veranlagung hinweisen. Wer sich unsicher ist, ob ein Risiko für familiär bedingten Brust- und Eierstockkrebs besteht, der kann von einer humangenetischen Beratung profitieren.

Die AOK arbeitet deutschlandweit mit zahlreichen hochqualifizierten Partnern zusammen, um ihren Versicherten eine qualitativ hochwertige Beratung zum Brust- und Eierstockkrebsrisiko zu bieten.

AOK-Versicherte können bundesweit in die Versorgungsmodelle der jeweiligen teilnehmenden Partner eingeschrieben werden.

Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zur Krebsvorsorge

Viele Frauen erhoffen sich von einer Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke bei der Krebsvorsorge mehr Klarheit. Die AOK-Faktenbox zeigt, was Frauen erwarten können und was nicht. 

IGeL-Monitor: Können Ultraschalluntersuchungen der Eierstöcke Frauen davor bewahren, an Eierstockkrebs zu sterben?

Krebsvorsorge für Männer

Außer der Früherkennung von Hautkrebs stehen regelmäßige Untersuchungen der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane an. Die gesetzliche Darmkrebsvorsorge setzt bei Männern früher, da Männer ein etwas höheres Risiko haben, an dieser Krebsform zu erkranken.

Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs alle zwei Jahre:

  • gezielte Befragung nach Hautveränderungen
  • Begutachtung der Haut des gesamten Körpers
      

Jährliche Untersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane bestehend aus:

  • gezielter Anamnese, zum Beispiel durch Fragen nach dem Befinden und zu möglichen Störungen
  • Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane
  • Tastuntersuchung der Prostata
  • Abtasten der regionären Lymphknoten 
     

Jährliche Früherkennung auf Darmkrebs, bestehend aus:

  • Gezielter Beratung
  • wahlweise zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von zehn Jahren oder Test auf verborgenes Blut im Stuhl einmal jährlich, ab 55 Jahren alle zwei Jahre

AOK Nordost übernimmt Früherkennung von Darmkrebs ab dem 40. Lebensjahr

Die AOK Nordost bietet ihren Versicherten die Möglichkeit, zehn Jahre früher als gesetzlich vorgesehen an der Darmkrebsvorsorge teilzunehmen.
Das heißt:

  • die ärztliche Beratung und die jährliche Stuhlblutuntersuchung (iFOBT) ab dem 40. Lebensjahr 
  • Darmspiegelung (Koloskopie)
    - für Männer ab dem 40. Lebensjahr
    - für Frauen ab dem 45. Lebensjahr

Weitere Leistungen der AOK

Die AOK übernimmt die Kosten für die Brustkrebsvorsorge durch Abtasten für Frauen ab 30 Jahren.
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Darmkrebs kann gut behandelt werden, wenn er frühzeitig erkannt wird. Die AOK übernimmt die Kosten für die Vorsorge.
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