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Hautkrebs rechtzeitig erkennen

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt zudem stetig. Frühzeitig erkannt ist Hautkrebs jedoch meist gut heilbar. Eine regelmäßige Selbstkontrolle und Haut-Checks spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ein Hautarzt untersucht bei einer Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung die Haut im Nackenbereich einer Patientin mit einer Lupe.© iStock / LightFieldStudios

Inhalte im Überblick

    Hautkrebs - häufigste Krebsart

    Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Sowohl Männer als auch Frauen sind betroffen. Bei Männern ist allerdings mit zunehmendem Alter und dann unter Umständen abnehmendem Haupthaar eher der Kopf betroffen. Die gefährlichste Art ist der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

    Achten Sie auf Ihre Haut. Suchen Sie bei Hautveränderungen oder Auffälligkeiten an den Pigmentmalen einen Arzt auf. Größter Risikofaktor für alle Arten ist zu viel und zu starke UV-Strahlung.

    Haut-Check nach der ABCDE-Regel

    Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Eine regelmäßige Kontrolle ist für die Früherkennung von Hautkrebs wichtig. Achten Sie deshalb auch selbst auf Veränderungen der Haut. Nach der ABCD-Regel sollten Sie Ihre Pigmentmale beobachten und bei Auffälligkeiten einen Arzt aufsuchen. Vergessen Sie Rücken, Schambereich, Kopfhaut, Zehenzwischenräume und die Fußsohlen nicht. Mit einem Spiegel können Sie auch auf diese Stellen schauen. Oder bitten Sie eine Person Ihres Vertrauens um Hilfe. Die Buchstaben stehen für:

    • A = Asymmetrie: Ein Melanom hat typischerweise unregelmäßige Formen.
    • B = Begrenzung: Die Grenzen am Rand eines Melanoms sind unscharf, verwaschen oder unregelmäßig.
    • C = Colour (Farbe): Es ist nicht einheitlich gefärbt (mehrere Farbtöne) oder verändert seine Farbe (heller oder dunkler).
    • D = Durchmesser: Hat es mehr als zwei Millimeter Durchmesser, sollte es kontrolliert werden.
    • E = Erhabenheit: Seine Oberfläche verändert sich, zum Beispiel rau oder schuppend, und es ragt mehr als einen Millimeter über die umliegende Haut heraus.

    So läuft die Vorsorgeuntersuchung ab

    • 1. Das Gespräch

      Ihr Arzt wird sich mit Ihrer persönlichen Vorgeschichte befassen und Ihnen Fragen zu aktuellen Beschwerden stellen.

    • 2. Die Untersuchung

      Ihr Arzt untersucht die Haut an Ihrem ganzen Körper nach auffälligen Muttermalen, Leberflecken und sonstigen Hautveränderungen, auch die Kopfhaut, Finger- und Zehenzwischenräume sowie wenn nötig den Intimbereich.

    • 3. Das Untersuchungsergebnis

      Die Diagnose wird Ihnen im Anschluss an die Untersuchung mitgeteilt. Dabei wird Ihr Arzt Ihnen wichtige Informationen über Ihre Haut geben, Ihre Fragen beantworten und Sie beraten.

    • 4. Exzision, Gewebeprobe, Hautbiopsie – was ist das?

      All diese medizinischen Begriffe meinen das Gleiche: Ihr Arzt entnimmt eine Probe Ihrer Haut. Sollte der Arzt eine Laboruntersuchung Ihrer Haut empfehlen, wird bei einem Folgetermin ambulant eine kleine Hautprobe entnommen. Mit dieser Probe kann das Gewebe mikroskopisch genau untersucht werden. Häufig wird ein Hautkrebsverdacht somit ausgeschlossen. Bestätigt sich der Verdacht jedoch, ergeben sich durch die frühe Diagnose bessere Behandlungsmöglichkeiten. Ihr Arzt wird Sie dazu eingehend aufklären.

    Hautkrebsvorsorge: Diese Kosten übernimmt die AOK

    Gesetzlich Krankenversicherte haben grundsätzlich ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf einen kostenlosen Haut-Check. Bei dem Check untersucht der Arzt die Haut von Kopf bis Fuß, auch Kopfhaut, Gesicht und Nägel. Bei Auffälligkeiten entnimmt der Hautarzt zur weiteren Abklärung eine Gewebeprobe.

    Welche Kosten übernimmt meine AOK bei der Hautkrebsfrüherkennung?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. So auch bei der Früherkennung von Hautkrebs. Mit der Postleitzahl Ihres Wohnortes können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und die passenden Vorsorgeleistungen anzeigen.

    Prävention und Früherkennung von Hautkrebs: Was weiß Deutschland?

    Die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH hat im Auftrag der AOK die Menschen in Deutschland befragt, wie es um das Wissen und Verhalten zu Hautkrebs, Sonnenschutz und Co. steht. Wer sein Hautkrebsrisiko senken möchte, kann sich an folgende Empfehlungen halten: 

    28% der Deutschen über 34 Jahre hatten noch nie ein Hautkrebsscreening.
    Tipp 1 von 3

    Gehen Sie alle 2 Jahre zum Hautkrebsscreening

    Jede fünfte befragte Person (22 %) hält das Hautkrebsscreening für nicht notwendig – und nimmt es deswegen nicht in Anspruch. Ab 35 Jahren übernimmt die gesetzliche Krankenkasse alle 2 Jahre ein gründliches Hautkrebsscreening bei der Ärztin oder dem Arzt.
    Wichtig bei der Wahl des richtigen Sonnenschutzes: Auf den Lichtschutzfaktor achten.
    Tipp 2 von 3

    Schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlung

    Jeder dritte Deutsche nutzt Sonnencreme oder -spray nur zu besonderen Anlässen, wie im Urlaub oder im Freibad, oder gar nicht, wenn er oder sie sich bei starker UV-Strahlung im Freien aufhält. Dabei ist der Schutz auch im Alltag wichtig. Meiden Sie die Mittagssonne, nutzen Sie Sonnencreme und Hilfsmittel wie Sonnenschirme, Kleidung und Kopfbedeckung, sollte Ihre Haut über einen längeren Zeitraum direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
    Die ABCDE-Regel hilft bei der Selbstuntersuchung.
    Tipp 3 von 3

    Checken Sie Ihre Haut regelmäßig selbst

    Ein Drittel der deutschen Bevölkerung (36 %) untersucht die eigene Haut seltener als einmal im Jahr oder nie auf Auffälligkeiten. Der regelmäßige und gründliche Hautcheck ist aber wichtig, um Anzeichen von Hautkrebs früh zu erkennen. Achten Sie auf Ihre Haut! Sollten Sie Auffälligkeiten oder Veränderungen wahrnehmen, gehen Sie damit zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

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    Aktualisiert: 16.02.2024

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