Wege aus der Depression: Wie eine Behandlung verläuft

Viele an Depression erkrankte Menschen kostet es große Überwindung, sich professionelle Hilfe zu suchen. Dabei setzen Ärzte und Therapeuten heute sehr wirkungsvolle Methoden ein, um die Psyche zu heilen. Je früher eine Depression behandelt wird, desto größer sind die Chancen, gesund zu werden.

Die zwei Grundsäulen der Behandlung einer Depression

Ziel jeder Behandlung ist es, die individuellen Symptome zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und die Gesundheit wiederherzustellen. Dazu werden oft zwei Maßnahmen eingesetzt: die Pharmakotherapie (Behandlung mit Medikamenten) und die Psychotherapie. Der Arzt oder Therapeut stimmt diese auf jede einzelne Person und den Schweregrad der Erkrankung ab.

Säule 1: Psychotherapie

Bei der Psychotherapie erfolgt die Behandlung durch Gespräche und Übungen mit einem Therapeuten. Patient und Therapeut legen vorher das konkrete Therapieziel fest. Bei der häufig eingesetzten kognitiven Verhaltenstherapie lernt der Erkrankte, belastenden Gedanken entgegenzuwirken, seinen Tag klar zu strukturieren und sich aktiv positive Erfahrungen zu verschaffen.

Säule 2: Pharmakotherapie
Die medikamentöse Behandlung einer Depression kann den Genesungsprozess maßgeblich unterstützen. Durch die erfolgreiche Therapie klingen Beschwerden wie Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Freudlosigkeit ab. Die Probleme erscheinen weniger groß, der Alltag lässt sich wieder leichter bewältigen.

Therapie je nach Schweregrad

Bei einer leichten depressiven Erkrankung ist es möglich, auch ohne spezielle Behandlung wieder gesund zu werden. Trotzdem ist es empfehlenswert, einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen, der diesen Weg begleitet. Er kann die Beschwerden zunächst beobachten und – falls nach spätestens zwei Wochen keine Besserung eintritt – eine Psychotherapie beginnen. Hilft auch eine Intensivierung der Behandlung nicht, wird der Arzt oder Therapeut eine medikamentöse Therapie erwägen. 

Bei mittelschweren depressiven Erkrankungen ist eine Behandlung angebracht. Patient und Arzt oder Psychotherapeut beraten gemeinsam über die Therapieoptionen.

Bei schweren und chronischen depressiven Erkrankungen ist eine Kombination aus Psychotherapie und Antidepressiva empfehlenswert. Falls die Beschwerden sich nicht verringern oder sogar noch schlimmer werden, ist eine stationäre Therapie im Krankenhaus erforderlich – dies gilt insbesondere bei Wahnvorstellungen oder Suizidgedanken.

Die drei Phasen der Behandlung

Akuttherapie
Erhaltungstherapie
Wiedererkrankungs-Vorsorge

Die drei Phasen der Behandlung

Akuttherapie

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Die akute Depression wird behandelt, bis eine deutliche Verbesserung der Symptome eintritt. Dauer: etwa vier bis acht Wochen. Bestandteile: Aufklärung des Patienten, medikamentöse Behandlung und/oder Psychotherapie.

Erhaltungstherapie

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Sobald die Beschwerden abklingen, werden für vier bis neun Monate die erfolgreich eingesetzten Medikamente weiter eingenommen. So wird der Gesundheitszustand stabilisiert. Der Arzt kontrolliert dies regelmäßig.

Wiedererkrankungs-Vorsorge

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Diese Vorbeugung soll neue Krankheitsschübe verhindern. Je nach Schwere der Erkrankung nimmt der Patient in dieser Phase die Medikamente noch für mindestens zwei Jahre ein. Bleibt der Gesundheitszustand stabil, wird der Arzt die Dosis schrittweise reduzieren.

Behandlungsprogramm Depression und Burnout

Bei einer Depression oder einem Burnout unterstützt die AOK Niedersachsen ihre Versicherten mit einem speziellen Behandlungsprogramm.

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