Leistungen für die stationäre Pflege im Pflegeheim

Ist die Pflege zu Hause nicht möglich, ist die professionelle Betreuung in einer Pflegeeinrichtung die Alternative. Erfahren Sie hier, wie Sie die Unterbringung in einem Pflegeheim organisieren und welche Kosten die AOK-Pflegekasse übernimmt.

Die wichtigsten Pflegeleistungen

Für die Betreuung in einer Pflegeeinrichtung übernimmt die AOK-Pflegekasse einen Teil der Kosten, sogenannte Leistungen für die vollstationäre Pflege. Die Höhe staffelt sich je nach Pflegegrad:

  • Pflegegrad 1: Zuschuss von 125 Euro 
  • Pflegegrad 2: 770 Euro 
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro 
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro 
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro 

Welche Kosten sind dadurch abgedeckt?

Die AOK-Pflegekasse übernimmt die Kosten für 


  • alle pflegerischen Tätigkeiten, wie die gesamte Körperpflege oder Hilfe beim Essen,
  • alle medizinischen Behandlungen im Rahmen der Pflege, wie Wundversorgung oder Verbandwechsel sowie
  • die Betreuung des Pflegebedürftigen.

Die AOK-Pflegekasse zahlt die Leistungen direkt an die Pflegeeinrichtung.

Welche Kosten fallen zusätzlich an?

  • Unterkunft und Verpflegung
  • sogenannter einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE) für die Pflege
  • sogenannte Investitionskosten, etwa für Instandhaltung oder Modernisierung der Pflegeeinrichtung
  • Zusatzleistungen wie beispielsweise Reparaturen privater Gegenstände Diese Kosten müssen Pflegebedürftige selbst zahlen.

Sie werden auch als Eigenanteil bezeichnet. Das Pflegeheim stellt eine Rechnung dafür aus.

Das passende Pflegeheim finden

Ein passendes Pflegeheim zu finden, ist nicht einfach. Leistungen und Service müssen stimmen, gleichzeitig soll sich der Pflegebedürftige wohlfühlen und die Angehörigen sollen ein gutes Gefühl haben. Der Pflege-Navigator der AOK gibt einen schnellen Überblick über die Pflegeeinrichtungen in Ihrer Nähe. Zusätzlich finden Sie nützliche Informationen, die den Vergleich erleichtern. Dazu gehören Eigenanteil oder die Zusammenarbeit mit Ärzten.

Jetzt Pflegeheim finden

Checkliste für die Auswahl eines Pflegeheims

Schauen Sie sich die Einrichtungen an, die infrage kommen – wenn möglich zusammen mit dem Pflegebedürftigen. Neben Ambiente, zeitgemäßer Ausstattung und persönlichen Ansprechpartnern ist vor allem der Umgang des Personals mit den Pflegebedürftigen wichtig. Beobachten Sie das bei Ihrem Besuch. Auch ein Gespräch mit Bewohnern hilft dabei. Für eine umfassende Beurteilung der Pflegeheime und den direkten Vergleich können Sie unsere Checkliste verwenden. Sie enthält alle Kriterien, die für die Wahl der passenden Einrichtung wichtig sind.

Download Pflegeheim-Checkliste (PDF, 440 KB) 

Alternativen zum Pflegeheim

Eine Alternative zum Pflegeheim sind ambulant betreute Wohngruppen. Diese eignen sich für Pflegebedürftige, die ihren Alltag noch überwiegend selbst organisieren können. In der Wohngemeinschaft leben maximal zwölf Personen, unterstützt werden sie von einer sogenannten Präsenzkraft. Sie betreut die Bewohner und hilft ihnen im Alltag.

Die Kosten für Miete und Verpflegung tragen die Bewohner selbst. Für die Finanzierung der Präsenzkraft zahlt die AOK-Pflegekasse 214 Euro – pro Versicherten und Monat. Wird zusätzlich ambulante Pflege benötigt, übernimmt die AOK auch die Kosten für den Pflegedienst, abhängig vom jeweiligen Pflegegrad.

Weitere Alternativen sind:

  • Tages- oder Nachtpflege: Die teilstationäre Pflege bietet sich an, wenn Angehörige nicht rund um die Uhr zu Hause betreut werden können. Die AOK-Pflegekasse übernimmt einen Teil der Kosten. Die Höhe richtig sich nach dem jeweiligen Pflegegrad.
  • Haushalts- und Pflegehilfe (aus dem Ausland): Eine Haushalts- und Pflegehilfe wohnt mit dem Pflegebedürftigen unter einem Dach und unterstützt ihn im Alltag. Zur Finanzierung der Pflegekraft kann das Pflegegeld verwendet werden.
  • Betreutes Wohnen: Beim betreuten Wohnen leben ältere Menschen in einem privaten, aber seniorengerechten Umfeld. Diese Wohnform gibt es oft in Altenheimen und Altenwohnheimen. Vorteil: Die Bewohner können Hilfe anfordern, wenn sie diese benötigen, ansonsten aber eigenständig leben. Bei Bedarf werden sie auch pflegerisch versorgt. Dafür übernimmt die Pflegekasse die Kosten – je nach Pflegegrad.

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