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Soziale Absicherung für private Pflegepersonen

Wer nicht erwerbsmäßig eine andere Person pflegt, ist über die Renten-, Arbeitslosen und Unfallversicherung abgesichert. Unter welchen Voraussetzungen die AOK für Sie Rentenversicherungsbeiträge übernimmt und was Sie zur Unfall- und Arbeitslosenversicherung wissen müssen, erfahren Sie hier.

Wer ist versichert?

Wer nicht erwerbsmäßig eine oder mehrere pflegebedürftige Personen ab Pflegegrad 2 mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig wenigstens zwei Tage die Woche im häuslichen Umfeld pflegt, ist im Sinne der Pflegeversicherung eine Pflegeperson. Pflegepersonen haben Anspruch auf Leistungen zur sozialen Sicherung in der Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung.

Die AOK zahlt für Sie in die Rentenversicherung ein

Wenn Sie einen Angehörigen oder eine andere Person pflegen, zahlt die AOK für Sie Beiträge zur Rentenversicherung. Die Voraussetzungen:

  • Der Pflegebedürftige ist AOK-versichert.
  • Sie erhalten für die Pflegetätigkeit keinen Lohn. Der Pflegebedürftige darf Ihnen aber das Pflegegeld überlassen.
  • Sie arbeiten maximal 30 Stunden pro Woche in Ihrem Beruf.
  • Sie beziehen keine volle reguläre Altersrente (Ausnahme: landwirtschaftliche Altersrente)
  • Sie pflegen voraussichtlich mehr als zwei Monate oder 60 Tage im Jahr in häuslicher Umgebung.

Die Höhe der Beiträge hängt vom Pflegegrad ab und ob die häusliche Pflege als reine Angehörigenpflege erbracht oder ganz beziehungsweise teilweise von einem Pflegedienst übernommen wird. Je höher der Pflegegrad und Ihr Pflegeaufwand, umso mehr zahlt die AOK für Sie in die Rentenversicherung ein.

Gesetzliche Unfallversicherung für Pflegende

Wenn Sie einen Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld pflegen, sind Sie bei allen Pflegetätigkeiten automatisch unfallversichert. Dazu gehören:

  • Alle Strecken, die Sie bei der Pflege zurücklegen, also Fahrten zum und vom Pflegebedürftigen, Fahrten zum Arzt oder auch zum Einkauf.
  • Tätigkeiten in der Wohnung des Pflegebedürftigen, auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Fensterputzen.
  • Tätigkeiten der Körperpflege, beispielsweise Umziehen oder Waschen des Pflegebedürftigen.

Ist eine Anmeldung erforderlich?

Sie müssen keine Beiträge an die Unfallkasse zahlen und sich auch nicht extra anmelden. Bei einem Unfall geben Sie dies gleich bei der ärztlichen Behandlung an und melden Sie sich innerhalb von drei Tagen beim zuständigen Unfallversicherungsträger. Das ist immer die Unfallkasse der Gemeinde, in der die Pflege geleistet wird. Meist übernimmt der Arzt, der den Unfall behandelt, die Meldung.

Welche Kosten werden übernommen?

Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt die Kosten für Ihre notwendige Heilbehandlung und, wenn nötig, für die Rehabilitation bis hin zu einer Umschulung.

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

Die Pflegekasse übernimmt auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, wenn wegen der Pflege die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

  • unterbrochen
  • ganz aufgegeben oder
  • unmittelbar vor der Pflegetätigkeit Arbeitslosengeld bezogen wurde. 

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