Diabetes erkennen

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, deren Hauptmerkmal ein zu hoher Blutzucker ist. Deshalb wird Diabetes auch als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet. Erfahren Sie hier, was Diabetes ist, an welchen Symptomen Sie Diabetes erkennen und welche unterschiedlichen Krankheitsformen es gibt.

Ältere Frau trinkt Wasser – istockphoto 937796644 © Halfpoint

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus führt zu erhöhten Blutzuckerwerten. Die häufigsten Formen der Krankheit sind Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2. Im Mittelpunkt aller Diabetesformen steht das Hormon Insulin. Das braucht der Körper, um den Zucker aus der Nahrung in die Körperzellen zu transportieren. Dort wird er in Energie umgewandelt. Ist kein Insulin vorhanden oder spricht der Körper nicht ausreichend darauf an, bleibt der Zucker im Blutkreislauf und schädigt auf Dauer die Gefäße. Dies kann schließlich zu schweren Folgeerkrankungen führen.

Symptome: Erste Anzeichen für Diabetes erkennen

Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich langsam. Die Krankheitsanzeichen sind sehr allgemein und könnten auch andere Ursachen haben. Deshalb wird ein Diabetes oft erst spät erkannt – meistens im Rahmen einer Routineuntersuchung beim Arzt. Anders bei Diabetes Typ 1: Hier können die Symptome bereits nach wenigen Tagen oder Wochen auftreten. Grundsätzlich sind aber die Anzeichen, die auf Diabetes hindeuten können, bei beiden Erkrankungen ähnlich. Mögliche Symptome sind:

  • starker Durst
  • ständiger Harndrang
  • Müdigkeit und schnelle Erschöpfung
  • trockene, juckende Haut
  • schlechte Wundheilung
  • verschlechtertes Sehen
  • kribbelnde oder taube Füße und Beine

Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2

Häufig werden Diabetes Typ 1 und Typ 2 verwechselt. Die Unterscheidung ist aber wichtig für die Behandlung und den Umgang mit der Erkrankung.

Behandlung von Diabetes

Unabhängig von der Diabetesform sind die grundsätzlichen Ziele der Therapie:

  • mit der Krankheit möglichst beschwerdefrei leben,
  • Blutzuckerwerte dauerhaft senken und dadurch
  • Folgeerkrankungen vermeiden.

Patienten mit Diabetes Typ 1 müssen dafür zeitlebens Insulin spritzen. Bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 wird zwischen der Basistherapie und der medikamentösen Therapie unterschieden. Bei der Basistherapie geht es um alles, was Patienten selbst tun können:

  • gesunde Ernährung
  • mehr Bewegung und Sport
  • Gewichtsabnahme bei Übergewicht
  • Rauchstopp
  • bessere Stressbewältigung.

In einem frühen Stadium des Typ-2-Diabetes ist es möglich, ausschließlich mit einer konsequenten Basistherapie die Zuckerwerte zu senken. Erst wenn das nicht ausreichend gelingt, wird der Diabetes mit Medikamenten oder Insulin behandelt.

Weitere Diabetesformen

Wird auch als Gestationsdiabetes bezeichnet. Dieser Diabetes entwickelt sich bei etwa vier Prozent der Frauen in der Schwangerschaft. Durch die Hormonumstellung wird die Wirkung des körpereigenen Insulins gehemmt. Kann die Bauchspeicheldrüse dem nicht entgegenwirken, indem sie mehr Insulin produziert, steigt der Zuckergehalt im Blutkreislauf der Mutter an.

Behandlung: Frühzeitig erkannt und behandelt können Entwicklungsstörungen, übermäßige Gewichtszunahme und Fehlbildungen beim Kind, aber auch Früh- oder Fehlgeburten vermieden werden. Therapieschwerpunkte sind eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, und – falls normale Blutzuckerwerte damit nicht erreicht werden können – eine Insulintherapie. Nach der Geburt normalisieren sich die Blutzuckerwerte in der Regel wieder. Allerdings sind Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes anfälliger, später einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln.

Ein bis zwei Prozent aller Diabetiker haben MODY-Diabetes. MODY ist die Abkürzung für „Maturity Onset Diabetes of the Young“ und steht für „Erwachsenendiabetes, der bei Jugendlichen auftritt“. Bisher sind elf verschiedene Formen des MODY-Diabetes bekannt, die alle aufgrund von Genmutationen die Insulinproduktion beeinflussen.

Behandlung: Je nach Form wird der MODY-Diabetes mit Ernährungs- und Bewegungstherapie oder Insulin beziehungsweise Tabletten behandelt.

Gehört ebenfalls zu den seltenen Diabetesformen und betrifft vor allem Erwachsene ab 35 Jahren. Aus diesem Grund wird dieser Diabetes oft mit Diabetes Typ 2 verwechselt. LADA ist die Abkürzung für: „Latent Autoimmune Diabetes in Adults – versteckter Autoimmundiabetes bei Erwachsenen“. Wie beim Diabetes Typ 1 werden beim LADA-Diabetes die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch die körpereigene Abwehr (Autoimmunerkrankung) zerstört.

Behandlung: Nach der Diagnose wird der Blutzucker zunächst engmaschig überwacht und falls notwendig mit Medikamenten ausgeglichen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt benötigen aber die meisten Patienten Insulin.

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