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Zahl der Lebensmittelallergiker steigt kontinuierlich

Pressemitteilung

19.06.2017, Dresden

Die Zahl der Menschen in Sachsen und Thüringen, die an Lebensmittelallergien leiden oder aufgrund einer chronischen Erkrankung bestimmte Lebensmittel nicht vertragen, nimmt weiter zu. Das zeigt eine Analyse der AOK PLUS anlässlich des deutschlandweiten Lebensmittelallergietages am 21. Juni.

Zwischen den Jahren 2010 und 2015 stieg bei der sächsisch-thüringischen Gesundheitskasse der Anteil der Versicherten mit einer diagnostizierten Lebensmittelallergie um 58 Prozent auf 14.504 Personen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Zahlen im Überblick:

 

201020142015
Männer3.534 (39%)5.142 (40%)5.953 (41%)
Frauen5.518 (61%)7.649 (60%)8.551 (59%)
Gesamt9.05212.79114.504
Anteil am Versichertenbestand0,33%0,47%0,52%

Fast jede dritte Allergie wird bei einem Kind unter 10 Jahren festgestellt. Die tatsächliche Zahl der Versicherten mit einer Lebensmittelallergie dürfte noch größer sein, da ein Teil der Betroffenen mit den Beschwerden im Alltag gut umgehen kann und deshalb nicht zum Arzt geht. Lebensmittelallergien können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Entzündungen der Haut und in Extremfällen gar einen allergischen Schock verursachen.

Zahl der Menschen mit Laktoseintoleranz verdoppelt sich
Noch stärker wuchs die Zahl der AOK-PLUS-Versicherten mit einer chronischen Erkrankung, die eine Lebensmittelunverträglichkeit zur Folge hat. Dazu zählen Laktoseintoleranz und Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Auch hier sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Zeigte sich im Jahr 2010 noch bei rund 5.801 Versicherten (0,21 Prozent aller Versicherten) eine Laktoseintoleranz, waren es 2015 mit 12.062 (0,43 Prozent) mehr als doppelt so viele. 2.353 Menschen waren 2015 wegen Zöliakie in Behandlung (2010: 1.330).

AOK PLUS hilft mit Ernährungsberatung
Die Gesundheitskasse unterstützt Versicherte, die an Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten leiden, mit ihrem Präventionsprogramm "Ernährungsberatung": Die Experten der Gesundheitskasse vermitteln den Patienten das notwendige Wissen zu ihrer Diagnose und helfen, einen ausgewogenen Ernährungsplan ohne Allergene zusammenzustellen. So können krankheitsbedingte Symptome gelindert und mitunter eine Chronifizierung von Krankheiten verhindert werden. Die Beratung erfolgt einzeln oder in kleinen Gruppen.

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