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Vorsorgereport 2019 Sachsen - Sächsische Frauen Spitze bei Vorsorge

Pressemitteilung

11. März 2019

Sächsische Frauen Spitze bei Vorsorge

Brust- und Gebärmutterhalskrebsvorsorge im Freistaat bundesweit am häufigsten genutzt

Sächsische Frauen sind Vorreiterinnen bei der Früherkennung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs: mehr als zwei von drei Frauen haben zwischen 2007 und 2016 an einer Vorsorgeuntersuchung teilgenommen. Das geht aus dem heute vorgestellten Versorgungsreport 2019 des Wissenschaftlichen Institutes der Ortskrankenkassen (WIdO) hervor.

Demnach haben 69 Prozent der Frauen in Sachsen im angegebenen Zeitraum eine Vorsorgeuntersuchung bei Brustkrebs durchführen lassen. Deutlich am häufigsten wurde dabei die Früherkennungs-Mammographie genutzt. Der Anteil der diagnostischen Mammografie ist in diesem Zeitraum von gut 20 Prozent auf ca. 8 Prozent gesunken. Eine Früherkennungsuntersuchung bei Gebärmutterhalskrebs haben 2016 66 Prozent der Frauen in Sachsen in Anspruch genommen. Damit liegt Sachsen bei der Inanspruchnahme dieser Untersuchungen bundesweit an der Spitze.

Nachholbedarf gibt es für Männer und Frauen in Sachsen bei der Darmkrebsvorsorge. Rund jeder vierte (24 Prozent) hat zwischen 2007 und 2016 keine Früherkennungsuntersuchung in Anspruch genommen. Dabei stehen mit der Früherkennungs-Koloskopie, der diagnostischen Koloskopie, einem Stuhltest sowie Beratung durch den Arzt vier Untersuchungsmöglichkeiten zur Auswahl. Interessanterweise werden die meisten Darmkrebs-Screenings um den offiziellen Renteneintritt herum wahrgenommen, nämlich zwischen 65 und 74 Jahren.

Der Versorgungsreport des WIdO erscheint seit 2010 jährlich und thematisiert die Gesundheitsversorgung einzelner Bevölkerungsgruppen sowie die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. Schwerpunkt des diesjährigen Reportes ist die Früherkennung von Krankheiten und Krankheitsrisiken. Dafür wurde die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen bei Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs untersucht und ausgewertet. Für Vorsorgeuntersuchungen zu Gebärmutterhalskrebs wurden alle in Anspruch genommenen Leistungen aus dem Jahr 2016 von Frauen zwischen 20 und 49 Jahren untersucht, bei der Früherkennung von Darmkrebs die Inanspruchnahme aller Berechtigten Männer und Frauen ab 60 Jahren zwischen 2007 und 2016. Da die Früherkennungs-Mammographie frühestens nach zwei Jahren wiederholt werden soll, wurden die Zeiträume 2006-2009 sowie 2014-2016 für die Untersuchung der Inanspruchnahme bei Brustkrebsvorsorge ausgewählt, um auch Versicherte mit einer späteren zweiten Vorsorgeuntersuchung zu erfassen.

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