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Telemedizin

Die Gesundheitsversorgung in Sachsen und Thüringen steht vor unterschiedlichen Herausforderungen. In Großstädten wächst die Bevölkerung und verjüngt sich. Auf dem Land erleben wir einen umgekehrten Trend. Insgesamt steigt die Lebenserwartung der Menschen dank des medizinischen Fortschritts. Dies hat zur Folge, dass viele Versicherte mehrfach und chronisch krank sind. Nicht für alle Regionen sehen die Versorgungs- und Lösungsmöglichkeiten gleich aus.

Telemedizin

Innovative Ideen, wie eHealth, mHealth und Telemedizin bieten die Chance diese Herausforderungen zu meistern. Versorgung sichern und verbessern hat oberste Priorität. An dieser Stelle sieht sich die AOK PLUS als aktiver Gestalter der Versorgung und Bindeglied zwischen ihren Versicherten und den Leistungserbringern.

Wie hilft Telemedizin den Versicherten?
Stehen Diagnose und Therapiekonzept einmal fest, müssen sich Patienten nicht für jeden Routinecheck auf den Weg zum Arzt machen. Im Sinne des Versicherten vermeidet die Telemedizin unnötige Wege und langes Warten bei Diagnostik und Therapie im Rahmen eines Telekonsils zwischen dem behandelnden Arzt und spezialisierten Fachärzten und erhöht damit letztendlich die Behandlungsqualität.

Welche Chancen und Potenziale stecken in der Telemedizin?
Letztendlich ist diese Technik eine Notwendigkeit, um beispielsweise in ländlichen Versorgungsgebieten die medizinische Versorgung flankierend abzusichern und die Ärzte bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Welche Rolle nimmt die AOK PLUS ein?
Die Gesundheitskasse sieht sich als zentraler Koordinator, um einheitliche Standards und Ziele für alle Akteure in Sachsen und Thüringen voranzubringen.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Allerdings verfügen längst nicht alle Krankenhäuser über eine Spezial­einheit für Schlaganfallpatienten (Stroke Unit). Deshalb haben sich in Sachsen und Thüringen einige Kliniken zu Versorgungsnetzen zusammengeschlossen. Wird ein Patient mit Schlaganfallverdacht in ein beteilig­tes Krankenhaus ohne ­Stroke Unit eingeliefert, erfolgt sofort eine Computer­tomografie des Gehirns. Die Bilder werden online an den Experten einer beteilig­ten Fachklinik, etwa in Dresden, übermittelt. Er bespricht am Telefon mit seinem Kollegen, welche Therapie geeignet ist. Dank solcher Tele-Konsile kann die Versorgung von Schlaganfallpatienten auch in Kliniken ohne Stroke Unit deutlich verbessert werden. Für die Patienten bedeutet das: weniger Pflegebedürftigkeit, bessere Über­lebenschancen. In Sachsen sind insgesamt 25 Kooperationskrankenhäuser an die jeweiligen Schlaganfallzentren angegliedert.

Beispiel - SOS-NET:
2007 wurde auf Grundlage der europäischen Schlaganfallhilfe das Schlaganfall Ostsachsen Netzwerk (SOS-NET) etabliert. Dabei handelt es sich um telemedizinische Netzwerke für die Akutversorgung vor allem im ländlichen Raum. Ziel ist es, dass periphere Krankenhäuser (Bautzen, Pirna, Niesky, Kamenz) eine lückenlose telemedizinische Beratung durch koordinierende Zentren in Dresden, Görlitz und Meißen erhalten.

Beispiel - SOS-CARE:
„SOS CARE - Hilfe nach Schlaganfall“ wurde von der AOK PLUS im Oktober 2016 in Kooperation mit dem Dresdener Universitäts-Schlaganfall-Centrum (DUSC) am Universitätsklinikum Dresden mit einer Laufzeit von 2 Jahren etabliert. Ziel des Projektes ist es, Patienten nach der stationären Behandlung weiter zu betreuen und so die Gefahr eines Rückfalles zu verringern. Mit insgesamt zwei sogenannten „Schlaganfall-Lotsen“ wird AOK PLUS-Patienten ein persönlicher Betreuer zur Seite gestellt, der sie bei der Koordinierung der weiteren medizinischen Versorgung sowie der Einhaltung eines gesundheitsbewussten Lebensstils, der Reduzierung persönlicher Risikofaktoren und der Medikamententreue unterstützt. Zur Dokumentation, Berichterstattung, Steuerung der Patientenversorgung und als Austausch zwischen den Akteuren dient die IT-Plattform „CCS Telehealth Ostsachsen“.