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Sachsen: Weniger Krankenhausfälle in dritter Welle - Rückgang im Vergleich zu vorherigen COVID-19-Wellen aber weniger stark

Pressemitteilung

29. Juli 2021

Der Rückgang der Fallzahlen in sächsischen Krankenhäusern während der dritten COVID-19-Welle ist weniger stark gewesen als in den vorherigen Wellen. Das geht aus einer Analyse des Wissenschaftlichen Institutes der Ortskrankenkassen (WIdO) sowie der AOK PLUS hervor. Grundlage dafür bildeten die von den Krankenhäusern an die AOK PLUS gemeldeten Abrechnungsdaten. Nach Auswertung des Institutes verzeichneten die Kliniken des Freistaates während der dritten COVID-19-Welle (März bis Mai 2021) zwar einen Rückgang der Fallzahlen um 15 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019. Der Rückgang war damit aber weniger stark als während der ersten beiden Wellen mit über 20 Prozent. 

Auch während der dritten Welle bewegt sich die Zahl der Notfälle weiterhin unter dem Vorkrisenniveau. So ist die Zahl der in den Krankenhäusern behandelten Patienten mit Herzinfarkt während der dritten Welle um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 gesunken. Auch die Zahl der stationär versorgten Schlaganfälle ist in vergleichbarer Höhe zurückgegangen.

"Ich kann nur immer wieder an die Menschen in Sachsen appellieren, bei Notfallsymptomen auch während der Pandemie einen Arzt aufzusuchen oder den Notruf zu wählen“, sagt Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS. "Die nach wie vor geringere Zahl an behandelten Herzinfarkten und Schlaganfällen zeigt, dass die Menschen den Weg in die Notaufnahme nach wie vor scheuen. Ich kann daher nur noch einmal eindringlich darum bitten, Notfallsymptome nicht einfach abzutun. Gerade bei Herzinfarkten, aber auch bei Schlaganfällen, ist eine umgehende Behandlung wichtig, Minuten sind dabei entscheidend. Auch können nur so langfristige gesundheitliche Folgeschäden vermieden werden.“

Mit minus vier Prozent während der dritten Welle sind arthrosebedingten Hüftprothesenim-plantation fast wieder auf dem Stand vor der Pandemie. Während der zweiten Welle waren es noch rund ein Drittel weniger Fälle als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019. Nach wie vor stark rückläufig sind Fälle in Krankenhäusern, die auch ambulant durchgeführt werden können. Mit rund 20 Prozent weniger Behandlungen bei Herzinsuffizienz sowie Diabetes-Erkrankungen und sogar 49 Prozent weniger bei COPD sind hier die stärksten Rückgänge zu verzeichnen.

Sorgen bereitet der AOK PLUS auch die anhaltend geringe Zahl an Operationen aufgrund einer Brustkrebserkrankungen. So sind in der dritten Welle zehn Prozent weniger Frauen in Krankenhäusern behandelt worden, was noch einmal ein Prozent weniger als in der zweiten Welle im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 darstellt. Denkbar ist, dass dies auf fehlende Früherkennungsuntersuchungen zurückzuführen ist, die während der Pandemie ausgeblieben sind. Auch hier ruft die AOK PLUS dazu auf, Früherkennungsuntersuchungen möglichst nicht zu verschieben. Denn je früher zum Beispiel eine Krebserkrankung erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

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