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Engagiert für gesunde Arbeits- und Lebensverhältnisse

Pressemitteilung

15. Mai 2018 | Dresden

Engagiert für gesunde Arbeits- und Lebensverhältnisse

AOK PLUS stellt Präventionsbericht 2017 vor

Insgesamt hat die AOK PLUS im Jahr 2017 rund 39,8 Millionen Euro in die Gesundheitsför-derung und Prävention investiert, mehr als je zuvor. Das geht aus dem aktuellen Präventi-onsbericht hervor, der jetzt veröffentlicht wurde.

Der Anstieg ist aber nicht nur auf den Versichertenzuwachs zurückzuführen. Auch die Pro-Kopf-Ausgaben haben sich auf 12,61 Euro erhöht (2016: 12,37 Euro). „Damit haben wir für Gesundheitsförderung und Prävention etwa doppelt so viel investiert wie vor fünf Jahren“, sagt Dr. Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS.

Doch die Zahlen des vorliegenden Berichtes seien nur das eine. „Wir müssen uns fragen: Reichen die investierten Mittel? Sind sie richtig angelegt? Wo müssen wir nachbessern?“

Präventionsgesetz nimmt Krankenkassen in die Pflicht

Etwa jedes siebte Kind in Deutschland ist zu dick oder fettleibig. Übergewicht und Adipositas bei Kindern haben sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Ungesunde Ernährung und Be-wegungsmangel sind Hauptursache vieler Zivilisationskrankheiten. Die Behandlungskosten betragen noch immer ein Vielfaches der für Prävention und Gesundheitsförderung ausgege-benen Gelder.

„Hier ist die gesamte Gesellschaft gefragt“, so Knupfer. Es sei sinnvoll, dass jetzt durch das Präventionsgesetz alle Sozialversicherungsträger verpflichtet worden sind, auf Landesebene gemeinsam zielgruppen- und bedarfsgerechte gesundheitsförderliche Angebote zu schaffen. „Wir werden dabei unsere langjährigen Erfahrungen und unsere hohe fachliche Expertise aktiv einbringen.“ Bewährte Projekte, an denen die AOK PLUS maßgeblich mitgewirkt hat, wurden inzwischen in sozialträgerübergreifende Gemeinschaftsinitiativen überführt und aus-gebaut.

„Prävention ist aber nichts für schnelle Erfolge. Um sie nachhaltig zu gestalten, brauchen wir einen langen Atem.“ Nach Jahrzehnten der „Projektitis“ gehe es jetzt darum, den Auf- und Ausbau sowie die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen in den Mittelpunkt zu stellen.

Engagiert in Betrieben

Mit knapp sechs Millionen Euro unterstützte die AOK PLUS im Jahr 2017 die Betriebliche Gesundheitsförderung. Sie betreute insgesamt 1.085 Betriebe und erreichte damit direkt 224.400 Beschäftigte. Das Spektrum der Unternehmen reicht von der Maschinenbaufirma über den Einzelhandel, Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen bis hin zum Kulturbetrieb.

Zusätzliche Anreize für die Betriebliche Gesundheitsförderung hat die AOK PLUS mit dem 2017 eingeführten Gesundheitsbonus gesetzt. Dieser kommt sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern in denjenigen Firmen zugute, die gemeinsam mit der AOK PLUS ein Betrieb-liches Gesundheitsmanagement etablieren.

Die AOK-Experten engagieren sich darüber hinaus auch für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Firmen untereinander, um gemeinsam Ideen für eine bessere Mitarbei-tergesundheit zu entwickeln. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um krankheitsbeding-te Fehlzeiten und die damit verbundenen erheblichen Kosten für Krankenkassen, Unterneh-men und die Volkswirtschaft insgesamt zu senken.

„Mit unserem großen Mitgliederbestand sehen wir uns in der Verantwortung, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der erwerbstätigen Menschen in Sachsen und Thüringen zu fördern“, so Knupfer.

Angebote für Familien und Kitas

Über sieben Millionen Euro investierte die AOK PLUS 2017 für Präventionsangebote in den nichtbetrieblichen Lebenswelten. Um junge Eltern in ihrer Gesundheitskompetenz zu stär-ken, bot sie in enger Vernetzung mit kommunalen Trägern über 800 Kurse und Vortragsver-anstaltungen an und erreichte damit 30.000 Familien. Außerdem beteiligen sich inzwischen 100 Kitas am Programm „JolinchenKids“. Thematisch geht es hier um Ernährung, Bewegung und seelisches Wohlbefinden sowie die Erzieherinnengesundheit. Die Eltern werden aktiv mit einbezogen. „Alle Kinder in den Einrichtungen profitieren von diesem Angebot, nicht nur die unserer Versicherten“, hebt Knupfer hervor. „Wir beginnen mit unseren Präventionspro-grammen ganz bewusst schon bei den Jüngsten, um frühzeitig die Weichen für ein gesundes Aufwachsen zu stellen.“

Gutscheine für individuelle Prävention

Stark nachgefragt wurden erneut die Angebote der individuellen Prävention. Über 256.000 Versicherte nahmen an entsprechenden Gesundheitskursen teil. Sie konnten sich aus 15.000 Angeboten bei 4.500 Kooperationspartnern das für sie passende auswählen - un-kompliziert und kostenfrei auf Gutscheinbasis. Dafür nahm die AOK PLUS über 22 Millionen Euro in die Hand. Hinzu kamen evidenzbasierte Onlineprogramme der AOK-Gemeinschaft.

Über 7.000 Versicherte, die bereits Rücken- und Herz-Kreislauf-Beschwerden, Übergewicht/ Adipositas sowie ernährungsbedingte Erkrankungen haben, nutzten spezifische therapiebe-gleitende Präventionsprogramme, um einer Chronifizierung entgegenzuwirken.

Unterstützung für Selbsthilfe

3,4 Millionen Euro – so viel wie nie zuvor – flossen in die Gesundheitsbezogene Selbsthilfe. Damit wurden 1.444 Selbsthilfegruppen, -kontaktstellen und -organisationen unterstützt. Um die Selbsthilfe auch in ländlichen Regionen und bei jüngeren Betroffenen zu etablieren, setzt die AOK PLUS hier verstärkt auf digitale Kanäle.

Die ausführliche Fassung des Präventionsberichts finden Sie hier.

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