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Mehr Versorgungsqualität durch ein zentrales sächsisches Krebsregister

Pressemitteilung

23. April 2018 Dresden

AOK PLUS erwartet schnelle Entscheidung:
Mehr Versorgungsqualität durch ein zentrales sächsisches Krebsregister


Am 25. April 2018 berät der Sächsische Landtag in zweiter Lesung den Entwurf zum "Gesetz zur klinischen und epidemiologischen Krebsregistrierung im Freistaat Sachsen (Sächsisches Krebsregistergesetz – SächsKRegG)". Das Gesetz bildet die Grundlage, um aus dem ge-samten Freistaat Daten zu Diagnosen, Krankheitsverläufen und Therapien zu sammeln und Ärzten für die Behandlung von neuen Patienten zur Verfügung zu stellen. Diese zentrale Sammlung soll Ärzten helfen, die bestmögliche Therapie festzulegen.

"Diese Transparenz bei der Behandlung von onkologischen Erkrankungen erhöht die Qualität der Versorgung deutlich“, sagt Rainer Striebel, Vorstand der AOK PLUS. "Wir erwarten deshalb, dass der Sächsische Landtag auf seiner Sitzung am 25. April 2018 die Einrichtung des landesweiten Registers endgültig beschließt. Durch die Zusammenführung der Daten erhoffen wir uns eine zielgenauere Behandlung der Betroffenen.“

Hintergrund des Gesetzesvorhabens "Sächsisches Krebsregister“ ist das Krebsfrüherkennungsgesetz. Darin haben die Länder die Aufgabe übertragen bekommen, flächendeckend Krebsregister einzurichten. Daten aus den Landes-Krebsregistern fließen künftig zusammen mit denen anderer Krebsregister in Berlin zusammen. Dort werden sie ausgewertet, um Ursachen und Verbreitung von verschiedenen Tumorarten in Deutschland zu erforschen.

Zahlen und Fakten

Nach Daten des Gemeinsamen Krebsregisters in Berlin wurden für das Jahr 2015 in Sachsen 25.925 neue Krebsfälle diagnostiziert (14.466 Männer, 11.459 Frauen). Das bedeutet, dass etwa 4,3 von 1.000 Männern und 3,1 von 1.000 Frauen in Sachsen die Diagnose Krebs gestellt wurde (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs).

Im Jahr 2017 wurden insgesamt ca. 29.000 Krebsneuerkrankungen in den klinischen Krebsregistern erfasst. Die häufigsten Krebsneuerkrankungen bei Männern betreffen Prostata (21,5% Anteil an allen Krebsneuerkrankungen), Darm (13%) und Lunge (12%). Bei Frauen sind es Brustdrüse (27,5%), Darm (12,5%) und Lunge (6%). Somit entfällt sowohl bei Männern als auch bei Frauen etwa die Hälfte aller Krebsneuerkrankungen auf die jeweils drei häufigsten Krebsarten.

In Sachsen lebten Ende 2015 etwa 70.600 Männer und 64.400 Frauen, bei denen in den letzten 10 Jahren Krebs diagnostiziert wurde. Das sind 3,5% aller Männer und 3,1% aller Frauen des Landes. Die größten Anteile haben Brustkrebs mit 26.200, Prostatakrebs mit 26.000 und Darmkrebs mit 18.700 Menschen.

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