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Ackern für Bildung und Ernährung

Pressemitteilung

30. Mai 2018

Ackern für Bildung und Ernährung

AOK PLUS und Ackerdemia e. V. starten dreijähriges Präventionsprojekt an Grundschulen

Wo kommt das Gemüse her? Wie wird es angebaut? Mit diesen Fragen beschäftigen sich demnächst die Kinder an sechs Grundschulen in Sachsen und Thüringen. Unter dem Namen "GemüseAckerdemie" startet die AOK PLUS mit dem Verein Ackerdemia e. V. ein dreijähriges Präventionsprojekt.

Der Auftakt erfolgt in Sachsen am 7. Juni in der Grundschule Süd in Radeberg, in Thüringen am 15. Juni an der "Bewegten Grundschule Christian Zimmermann" in Apolda. 2019 sind weitere "Ackerschulen" geplant. "Wir bringen damit das bewährte Konzept des Schulgartens ins 21. Jahrhundert", sagt Heiko Kotte, Bereichsleiter Gesundheitsförderung bei der AOK PLUS.

Immer weniger Kinder wissen, wo Lebensmittel herkommen oder haben schon einmal selbst Gemüse angebaut. Viele ernähren sich ungesund. Auch deshalb leiden immer mehr Kinder an Übergewicht und Diabetes Typ 2, dem sogenannten Alterszucker. Hinzu kommt, dass in Deutschland über 30 Prozent aller Lebensmittel weggeworfen werden. "Gute Gründe, das Projekt 'GemüseAckerdemie' zu starten", so Kotte. "Wir möchten damit das Verständnis für eine gesunde Ernährung der Kinder und ihren wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln fördern."

Die "GemüseAckerdemie" wird individuell in das bestehende Bildungskonzept der teilnehmenden Einrichtungen integriert. Für die Durchführung des Programms stellt der Verein alles Notwendige zur Verfügung: die Einrichtung von Ackerflächen, Saat- und Pflanzgut, wöchentliche Fachinformationen, Fortbildungen sowie koordinative Leistungen, die einen reibungslosen Ablauf garantieren. Die Lehrer und Erzieher erhalten begleitende Bildungsmaterialien, die großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung legen.

Eigenständig Gemüse anbauen
Das Projekt sieht vor, dass die Schüler die Ackerflächen bearbeiten und unter fachlicher und pädagogischer Anleitung während eines "AckerJahres" eigenständig mehr als 25 Gemüsearten anbauen und pflegen. Begleitet werden die Schulen von ehrenamtlichen Mentoren.

Das geerntete Gemüse können Eltern, Lehrer und Erzieher kaufen. Die Einnahmen kommen den Schulen zugute. Durch diese Vermarktung erhalten die Kinder zugleich erste Einblicke in marktwirtschaftliche Prozesse. "

Durch den außerschulischen Lernort und innovative Lernansätze fördert das Projekt zugleich wichtige soziale Kompetenzen und Fähigkeiten der Kinder", hebt der AOK-Experte einen weiteren positiven Aspekt hervor. Nach drei Jahren aktiver Betreuung durch die sächsisch-thüringische Gesundheitskasse führen die Schulen das Projekt eigenständig weiter.

Mehrfach ausgezeichnet
Im Jahr 2014 wurde das schulbegleitende Bildungsprogramm erstmalig erprobt. Inzwischen setzt es der Verein an rund 240 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Und künftig mit der AOK PLUS auch in Sachsen und Thüringen.

Wie das Programm wirkt, wird jährlich in einem Bericht veröffentlicht. Inzwischen erhielt es renommierte Auszeichnungen, u.a. den fit4future Award. Die "GemüseAckerdemie" wurde zudem als "Lernort des UNESCO-Weltaktionsprogramms 'Bildung für nachhaltige Entwicklung'"  geehrt, ebenso von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen".

Nähere Infos: https://www.gemueseackerdemie.de/  

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