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Bewegung und Sport gegen Krebs: Warum es so wichtig ist, fit zu bleiben

Viele Krebspatienten sind unsicher, ob sie Sport treiben dürfen – oft aus Angst, dass die körperliche Belastung ihren Zustand verschlechtern könnte. Dabei kann ein gewisses Training den Heilungsprozess sogar unterstützen. Die AOK NORDWEST ist an Ihrer Seite bei den Fragen: Was bewirkt Sport während der Erkrankung? Und kann Bewegung sogar vor Krebs schützen?

Warum ist es wichtig, bei einer Krebserkrankung auf ausreichend Bewegung zu achten?

„Krebserkrankte sind oft besorgt, dass Sport ihrem Gesundheitszustand schaden, ihn vielleicht sogar verschlimmern könnte“, sagt AOK-Bewegungsexpertin Susanne Wiltfang. Vor allem Nebenwirkungen wie Schmerzen, Narben, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, Ödeme oder auch beeinträchtigte Organe sorgen dafür, dass Betroffene sich lieber ruhig verhalten, anstatt sich körperlich zu betätigen.

Doch während zu viel Ruhe den ganzen Körper sowie das Herz-Kreislauf-System schwächen kann, tut Bewegung in der Regel gut, wie Wiltfang bestätigt: „Sport und Bewegung sind ausgesprochen wirksame Krebsmedikamente. Es gibt Studien, die besagen, dass regelmäßige Aktivität, zum Beispiel 30 Minuten am Tag, der Neubildung bösartiger Zellen vorbeugt!“. Sie wirkt sich aber nicht nur positiv auf das körperliche Befinden aus, sondern verbessert auch den seelischen Zustand.

Seelische Folgen von Krebserkrankungen sind mitunter Depressionen, ein andauerndes Angstgefühl und ein Gefühl von Einsamkeit. Auch sie führen häufig dazu, dass sich Betroffene kaum oder gar nicht mehr bewegen. Hinzu kommen chronische Erschöpfungszustände, unter denen die meisten Krebspatienten leiden. Die Bewegung wird anstrengender und weniger, wodurch sich die Muskulatur zurückbildet.

Infolgedessen schont sich der Patient stärker. Ist auch die Atemmuskulatur von diesem Muskelschwund betroffen, sind Herz und Lunge weniger belastbar. Es kann zu Atembeschwerden und Herzrasen kommen. Die Folge: Die Sauerstoffversorgung sowie der Allgemeinzustand des Patienten verschlechtern sich weiter und der Teufelskreis beginnt.

Leistungen der AOK NORDWEST zu Bewegung und Fitness

Im Rahmen des AOK-Angebots finden Sie sowohl Maßnahmen zu Rehabilitationssport und Funktionstraining, die auf Art und Schwere der Erkrankung abgestimmt sind, als auch Online-Kurse als Cyberprävention. Letztere können Sie jederzeit ganz einfach von zuhause aus nutzen. In beiden Fällen sollten Sie jedoch im Voraus mit Ihrem Arzt abklären, welche Kurse für Sie in Frage kommen.

Zudem gibt es weitere AOK-Kurse, die Sie gut auf Ihrem Weg unterstützen.

Bewegung als Prävention: Kann Sport vor Krebs schützen?

Studien haben ergeben, dass neben Ernährung auch körperliche Inaktivität direkte Ursache einiger Krebserkrankungen ist. Beobachtungen legen außerdem nahe, dass körperliche Aktivität mit einem verringerten Risiko für Dickdarm-, Prostata-, Gebärmutter- sowie Brustkrebs verbunden ist. Die Gründe dafür unterscheiden sich abhängig von der Art der Erkrankung.

So geht man beispielsweise bei Dickdarmkrebs davon aus, dass das geringere Erkrankungsrisiko bei sportlich aktiven Menschen auf eine Beschleunigung der Darmpassage zurückzuführen ist. Dadurch fällt die Kontaktzeit der Darmschleimhaut mit potentiell krebserregenden Substanzen kürzer aus.

Nicht bei allen Krebsarten liegt eine plausible Erklärung dafür vor, weshalb körperliche Aktivität vor der Erkrankung schützen kann. Trotzdem rät auch die World Health Organization (WHO) im „Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung“ zu regelmäßiger Bewegung im Alltag. Die Zeit im Sitzen hingegen sollte man – so gut es geht – reduzieren.

Sport als Teil der Rehabilitation von Krebserkrankungen

Für viele Krebspatienten stellen auch nach Abschluss der Behandlungen die Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie starke Müdigkeit und Erschöpfung gravierende Probleme dar – vor allem nach Chemotherapien und Bestrahlungen. Das kann zum Teil der seelischen Belastung zugeschrieben werden, die eine Krebserkrankung mit sich bringt.

Doch auch der Bewegungsmangel und der damit einhergehende Muskelabbau sind dafür verantwortlich. Mit kleinen Trainingseinheiten und gezielten Programmen kann dem effektiv entgegengewirkt werden. Diese sorgen nicht nur dafür, dass die Leistungsfähigkeit wieder zunimmt, sondern führen auch zu einer Verbesserung des seelischen Wohlbefindens, der Selbstständigkeit sowie der Selbstachtung.

Mit welcher Intensität Sport ausgeübt werden soll, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Wichtig ist, dass es Spaß macht und nicht überlastet. Selbst 20 Minuten schnelleres Spazierengehen haben schon einen positiven Effekt. Der Deutschen Krebshilfe zufolge sind häufig bereits nach wenigen Tagen deutliche Besserungen des Allgemeinzustands ersichtlich.

Auch darum bietet der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Sportgruppen für Menschen mit Krebserkrankungen an.

Welchen Sport darf ich bei einer Krebserkrankung machen?

„Bevor Sie sich für eine Bewegungsart entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten – denn je nach Art der Erkrankung eignen sich unterschiedliche Bewegungstherapien“, so AOK-Bewegungsexpertin Susanne Wiltfang. Bei einer Person mit Brustkrebs müssen beispielsweise andere Aspekte berücksichtigt werden als bei einem Leukämiepatienten.

Die Bewegungstherapien werden vom Arzt verordnet und mit einem Spezialisten abgestimmt, der Sie anschließend durch die Behandlung führt. Bei den Spezialisten handelt es sich beispielsweise um Sporttherapeuten, die das Programm individuell auf die Krebspatienten zuschneiden und sie bei allen Bewegungsausübungen begleiten. Gemeinsam mit dem Arzt kontrolliert sie auch die Fortschritte der Behandlung. Im Fokus stehen dabei vor allem:

  • Ausdauer
  • Kraft
  • Koordination
  • Beweglichkeit

Denken Sie jedoch immer daran: Wenn Sie nicht oder noch nicht bereit sind, Sport auszuüben, dürfen Sie das akzeptieren. Es gibt keinen Grund, sich deswegen Vorwürfe zu machen. Gleiches gilt für Tage, an denen Sie möglicherweise zu geschwächt von einer Behandlung sind. Haben Sie Geduld mit sich selbst und Ihrem Körper – auch dann, wenn Sie nicht so schnell Fortschritte machen, wie Sie es sich vielleicht erhofft haben.

Die Liste, inwiefern sich Bewegung im Verlauf einer Krebserkrankung positiv auf den Körper auswirken kann, ist lang:

  • Herz-Kreislauf-System, Beweglichkeit und allgemeine Fitness werden verbessert
  • Alltagsbewegungen sowie die Bewegungsfähigkeit werden gefördert
  • Gewandtheit und Beweglichkeit werden verfeinert
  • die Körperzusammensetzung wird verändert (weniger Fett-, dafür mehr Muskelanteil)
  • eventuelles Übergewicht wird verringert
  • Verbesserung des Stoffwechsels
  • Merk- und Gedächtnisfähigkeit werden verbessert

Körperliche Tätigkeiten können sich innerhalb kürzester Zeit positiv auf die Stimmung auswirken. Das Selbstvertrauen kann wieder wachsen und es entsteht das Gefühl, selbst sehr viel dazu beitragen zu können, wieder gesund zu werden oder mit der Krankheit zurechtzukommen. Und auch die Momente, in denen man niedergeschlagen ist und sich einsam fühlt, können abnehmen.

Insgesamt spürt man in der Regel eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Das liegt unter anderem daran, dass Bewegung Glückshormone freisetzen und Stresshormone abbauen kann.

Diese seelischen Veränderungen kann Bewegung außerdem bewirken:

  • Kennenlernen und Annehmen des eigenen, eventuell veränderten Körpers
  • Verringerung von Nieder- und Abgeschlagenheit
  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Abbau von Angst und Stress
  • Abbau von sozialer Abgeschiedenheit
  • Erleben von Spaß und Freude
  • Bildung von Vertrauen in sich selbst und den eigenen Körper

Haben Sie persönliche Fragen?

Wenn Sie eine Beratung eines Sportexperten wünschen oder Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden. Rufen Sie uns unter der Telefonnummer an 0800 265 5000. Wir beraten Sie gerne.

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