Behandlung von Schmerzen in der Ferse mit Stoßwellen

Die Schmerzen in der Ferse treten zunächst nur unter Belastung auf, später auch nach dem Aufstehen oder im Ruhezustand. Ursache kann eine Entzündung in der Sehnenplatte der Fußsohle (Plantarfaszie) am Fersenbein sein. Die AOK übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für eine Stoßwellentherapie (Extrakorporale Stoßwellentherapie, ESWT). Diese kann als fokussierte oder radiale ESWT erbracht werden. Hierbei werden bei der fokussierten ESWT Stoßwellen und bei der radialen ESWT Druckwellen mittels eines Therapiegeräts von außen in das zu behandelnde Gewebe eingebracht.

Eine Frau berührt ihre Ferse. Bei Schmerzen hilft die Stoßwellentherapie.© iStock / bee32

Inhalte im Überblick

    Fersenschmerzen: Ursachen und Entstehung von Plantarfasziitis und Fersensporn

    Die Plantarfaszie stabilisiert unter anderem die Längswölbung des Fußes und fängt Stöße beim Laufen und Springen ab. Fehl- oder Überlastungen können zu einer Entzündung dieser Sehnenplatte in der Fußsohle und damit zu Schmerzen vor allem am Fersenbein (Plantarfasziitis) führen. In einigen Fällen kann eine Verknöcherung, der sogenannte Fersensporn, die Beschwerden auslösen. Meist gehen die Schmerzen in der Ferse allerdings von der entzündeten Fußsohlen-Sehnenplatte aus.

    Behandlung von Schmerzen in der Ferse

    Patienten mit Plantarfasziitis sollten Geduld haben. Die Behandlung kann langwierig sein und sich ein bis zwei Jahre hinziehen. Dem Großteil der Patienten helfen folgende konservative Behandlungsmethoden:

    • Physiotherapie und Dehnübungen: Das regelmäßige Dehnen der Waden- und Fußsohlenmuskulatur kann Schmerzen lindern.
    • Schuheinlagen: Schuheinlagen stützen das Fuß-Längsgewölbe ab und entlasten die schmerzende Faszie.
    • Medikamente: Schmerzmitteleinnahme und Injektionen können den Schmerz lindern und die Entzündung zurückdrängen. Sie eignen sich nicht als Dauerlösung.

    Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) gegen chronischen Fersenschmerz

    Bleiben konservative Maßnahmen über mindestens sechs Monate ohne Erfolg und schmerzt die Ferse weiter, kann eine Stoßwellentherapie mit ein bis drei Behandlungen die Schmerzen verringern. Die Ultraschallstoßwellen dringen durch die Haut in die verletzte Sehnenplatte ein und beeinflussen die Heilung. 

    Stoßwellen für die Ferse: Das zahlt die AOK

    Die AOK übernimmt die Kosten für die Stoßwellentherapie unter zwei Bedingungen: Die Indikation Fersenschmerz bei Fasziitis plantaris (mit oder ohne Fersensporn) hat Ihre gewohnte körperliche Aktivität über mindestens sechs Monate eingeschränkt. Gleichzeitig haben unterschiedliche konservative Therapieansätze sowie Maßnahmen wie Dehnübungen und Schuheinlagen während dieser Zeit keine Besserung gebracht. Die ESWT kann pro Krankheitsepisode für jeden betroffenen Fuß in maximal drei aufeinanderfolgenden Sitzungen angewendet werden. Die Krankheitsepisode umfasst dabei das Kalendervierteljahr der ersten Sitzung sowie die drei darauffolgenden Kalendervierteljahre. Behandeln können Orthopäden, Unfallchirurgen oder ein Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin. Die Abrechnung erfolgt über die elektronische Gesundheitskarte. Eine Erstattung von Privatrechnungen über Stoßwellentherapie bei der Indikation Fersenschmerz bei Fasziitis plantaris (mit oder ohne Fersensporn) ist nicht möglich.   

    Aktualisiert: 29.07.2021

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