Entlassmanagement im Krankenhaus: lückenlose Versorgung

Benötigen Sie nach einem Krankenhausaufenthalt eine weitere medizinische oder pflegerische Behandlung, übernimmt das Krankenhaus die Planung. Das Entlassmanagement soll sicherstellen, dass Sie auch nach der Entlassung gut versorgt sind.

Eine Pflegeperson wäscht eine Patientin zu Hause. Solche Tätigkeiten werden beim Entlassmanagement organisiert.© AOK

Inhalte im Überblick

    Entlassmanagement im Krankenhaus und in der Rehaklinik

    Wird während Ihrer Behandlung festgestellt, dass Sie nach dem Aufenthalt in einem Krankenhaus oder nach einer Reha weitere Unterstützung benötigen, greift das sogenannte Entlassmanagement der Klinik. Das Entlassmanagement soll sicherstellen, dass Sie auch nach der Entlassung gut versorgt sind. Die Einrichtungen sind in diesen Fällen dazu verpflichtet, die Entlassung ihrer Patienten frühzeitig so vorzubereiten, dass sie lückenlos weiterbehandelt werden können. Voraussetzung: Der Patient willigt schriftlich ein.

    Was das Entlassmanagement organisiert

    Die behandelnden Ärzte oder Mitarbeiter ermitteln den Bedarf an Behandlung, Pflege oder sonstiger Unterstützung, den Sie in den ersten Tagen nach der Entlassung voraussichtlich haben werden. Soweit erforderlich, organisiert die Klinik folgende Maßnahmen:

    • weitere ärztliche Betreuung
    • Medikamente, Verbands-, Hilfs- oder Heilmittel oder Soziotherapie für bis zu sieben Tage
    • Rehabilitationsmaßnahmen (bei Entlassung aus dem Krankenhaus)
    • häusliche Versorgung und pflegerische Betreuung wie häusliche Krankenpflege oder Haushaltshilfe
    • Übergangspflege wie Kurzzeitpflege
    • Kontakt zu ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen
    • Krankschreibung für eine Woche nach der Entlassung
    • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)                                    
    • bei Bedarf die Organisation einer Krankenbeförderung: Entlassfahrt

    Vorbereitung der weiteren Versorgung in vier Schritten

    1. Hilfebedarf und Maßnahmen

    01/04

    Stellt die Klinik einen Hilfebedarf fest, schlägt sie Ihnen oder Ihren Angehörigen entsprechende ...

    Sonderregelung zur Patientenversorgung bei Krankenhausentlassung

    Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus dürfen Kliniken wegen der Corona-Pandemie den Patientinnen und Patienten folgende Verordnungen für 14 Tage statt wie bisher für 7 Tage ausstellen:

    • ambulante Krankenpflege
    • Palliativversorgung
    • Soziotherapie
    • Heil- sowie Hilfsmittel

    Dieser Zeitraum gilt auch für Krankschreibungen: Patientinnen und Patienten können bis zu 14 Tage nach ihrer Krankenhausentlassung krankgeschrieben werden und nicht, wie bisher, für die Dauer von 7 Tagen. Gültig bis 25. November 2022.

    Entlassmanagement: Gespräch vor der Entlassung aus der Klinik

    Falls das Krankenhaus oder die Rehabilitationseinrichtung nicht von sich aus die Zeit nach der Entlassung vorbereitet, sollten Sie oder Ihre Angehörigen den behandelnden Arzt oder den Sozialdienst der Klinik ansprechen. Ein klärendes Gespräch hilft Ihnen einzuschätzen, ob nach der Entlassung eine weitere Versorgung notwendig ist. Wenn Sie Fragen zum Entlassmanagement im Krankenhaus haben, wenden Sie sich gern an Ihre AOK vor Ort.

    Aktualisiert: 29.07.2021

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