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Weniger Selbsthilfeprojekte wegen Corona

Bad Homburg. Auf Abstand gehen, nicht verreisen können, keine Fortbildung in Präsenz – das macht auch der Selbsthilfe zu schaffen. Die AOK Hessen hat im letzten Jahr ihre Unterstützungsgelder nicht vollständig auszahlen können. Viele Aktivitäten der Gruppen mussten pandemiebedingt abgesagt werden.

Im Jahr 2019 wurde die Selbsthilfe von der Gesundheitskasse noch mit 954.000 Euro ausgestattet. Darunter waren 219 Projekte einzelner Selbsthilfegruppen und 70 Projektunterstützungen für Selbsthilfeorganisationen und -Kontaktstellen. Hinzu kamen Fort- und Weiterbildungsangebote. Damals ging man noch davon aus, dass es im Jahr darauf mindestens genau so viel, eher mehr sein würde. Doch Corona änderte auch hier alles: 2020 waren es am Ende nur 425.000 Euro gewesen, obwohl die Zahl der potenziellen Empfänger nicht gesunken ist. Etliche Projekte, vor allem im Bereich der familienorientierten Selbsthilfe, konnten nicht stattfinden und wurden zum Teil auf das Jahr 2021 verschoben. „Etwa 50 förderungswürdige Projekte kamen in Hessen nicht zustande, die von uns bereits genehmigt waren“, berichtet Susanne Strombach, verantwortlich für Selbsthilfe und Patientenzusammenarbeit bei der AOK Hessen. Ob sich das Bild im aktuellen Kalenderjahr grundsätzlich wandeln wird, ist derzeit noch sehr fraglich. „Reguläre Gruppentreffen finden im Lockdown nur online statt oder eben gar nicht und Projekte lassen sich nur schwer planen“, stellt sie fest. Geplante Projekte für 2021 können aber regulär bei der AOK Hessen beantragt werden.