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„Es muss vorwärts gehen“

11.03.2024 AOK Hessen

Der Klinikverbund Hessen hatte letzte Woche zum Kongress „Zukunft Gesundheit“ nach Wiesbaden eingeladen. Bei der Diskussionsrunde um die Krankenhausreform nahm Isabella Erb-Herrmann, Mitglied des Vorstandes der AOK Hessen, teil. Sie verdeutlichte die Notwendigkeit der Reform und welche Punkte noch angepasst werden sollten.

Gruppenbild: Professor Steffen Gramminger, Stefan Sydow, Isabella Erb-Herrmann und der Moderator, Professor Andreas Beivers von der Fresenius Hochschule
Foto (v.l.): Professor Steffen Gramminger, Stefan Sydow, Isabella Erb-Herrmann und der Moderator, Professor Andreas Beivers von der Fresenius Hochschule

In welchem zeitlichen Verzug die Krankenhausreform ist, zeigt der Titel der Diskussionsrunde, der mittlerweile von der Realität eingeholt wurde: „Das Krankenhausreformgesetz ist beschlossen – alle Probleme gelöst?“ Dass im März 2024 noch immer kein finaler Gesetzentwurf vorliegt, wurde von vielen Seiten kritisiert. „Es muss vorwärts gehen“, war der breite Tenor und auch die Auffassung von Isabella Erb-Herrmann, die gemeinsam mit Stefan Sydow vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… und Professor Steffen Gramminger, Geschäftsführer der Hessischen Krankenhausgesellschaft, über die Reform diskutierte. Auch diese beiden zeigten sich enttäuscht über den schleppenden Verlauf der Gesetzgebung – den Kliniken „brenne es schließlich unter den Nägeln“, ihre Finanzsituation sei schwierig.

Bedarfs- und aufwandsgerecht

Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion

Isabella Erb-Herrmann betonte, dass die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen hinter dem Reformvorhaben steht. Allerdings gibt es weiterhin Nachbesserungsbedarf. Zentral ist dabei die Verankerung eines Bevölkerungsbezugs bei der Auszahlung der Vorhaltefinanzierung – statt einer fallabhängigen Auszahlung. Das Vorstandsmitglied der AOK Hessen betonte, dass nur so eine bedarfs- und aufwandsgerechte Ausgestaltung der Vorhaltefinanzierung gewährleistet werden kann, die schließlich auch maßgeblich für den Erfolg der Reform ist. Dieser Ansatz wurde nicht nur in dieser, sondern auch in weiteren Diskussionen der Veranstaltung positiv aufgenommen. Wichtig war Isabella Erb-Herrmann zudem, dass die Transformationskosten nicht zu Lasten der GKV gehen – hier sind Bund und Länder in der Pflicht.

Aus einer Hand

Für die AOK Hessen sind grundlegende sektorenübergreifende Strukturreformen von Bedeutung. Hier verfolgt die Krankenhausreform die richtigen Ansätze, da sie die Weichen für mehr Behandlungsqualität stellt. Aber weitere Schritte sind notwendig. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die strukturelle Vernetzung aller Leistungsbringer, so Erb-Herrmann: „Zudem muss die Notfallversorgung sektorenübergreifend in Integrierten Notfallzentren organisiert werden und ein gemeinsames Landesgremium muss die ärztliche Bedarfsplanung und die stationäre Versorgungsplanung aus einer Hand übernehmen.“

Politische Öffentlichkeitsarbeit

Norbert Staudt

AOK Hessen