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Behandlung von Demenz

Für die meisten Demenzerkrankungen wie Alzheimer gibt es keine Heilung. Aber die Medizin bietet viele Behandlungsmöglichkeiten, die die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessern und ihnen helfen, den Alltag möglichst lange selbstständig zu gestalten.

Primäre und sekundäre Demenz

Bei der Behandlung von Demenzen wird zwischen primärer und sekundärer Demenz unterschieden.

  • Eine sekundäre Demenz ist die Folge einer anderen Grunderkrankung, zum Beispiel von Tumor- und Stoffwechselerkrankungen oder Alkoholmissbrauch. Kann die Grunderkrankung behandelt werden, bilden sich oft auch die Demenzsymptome zurück.
  • Primäre Demenzen haben ihre Ursache im Gehirn selbst. Für sie gibt es bislang leider keine Heilungschancen. Medikamente können jedoch den Verlauf der Erkrankung hinauszögern.

Behandlung mit Medikamenten

Vor allem im frühen und mittleren Stadium einer Demenz lässt sich der Krankheitsverlauf mit Medikamenten hinauszögern. Auch typische Symptome wie Orientierungslosigkeit, Konzentrationsschwäche oder Depression können damit gemildert werden. Um die geistige Leistung zu stärken, werden vor allem sogenannte Antidementiva eingesetzt. Zur Behandlung von depressiven Symptomen, aggressivem Verhalten oder Wahnvorstellungen werden Antidepressiva oder Neuroleptika verordnet.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Auch nichtmedikamentöse Therapien können die geistigen Fähigkeiten fördern, Alltagsfertigkeiten stabilisieren und das seelische Wohlbefinden erhöhen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Form der Demenz, dem Stadium der Erkrankung und den Symptomen ab. Die folgenden Therapien werden unter anderem eingesetzt:

  • Verhaltenstherapie: Hilft vor allem Patienten in einem frühen Stadium, mit der Krankheit besser umzugehen.
  • Logopädie: Für Menschen mit einer beginnenden Demenz, stärkt kommunikative Fähigkeiten und Wortfindung, verbessert Aussprache sowie Sprachverständnis. Kognitives Training: Für Demenzkranke in einem frühen oder mittleren Stadium zum Training der geistigen Fähigkeiten.
  • Ergotherapie: Körperliche Aktivierung hilft Patienten in einem frühen und mittleren Stadium, Alltagstätigkeiten möglichst lange durchführen zu können.
  • Musiktherapie: Unterstützt Betroffene in allen Krankheitsstadien dabei, positive Erinnerungen und Gefühle zu wecken.
  • Realitätsorientierungstraining: Übt mit Demenzkranken aller Krankheitsstadien die zeitliche und räumliche Orientierung.
  • Erinnerungstherapie: Mithilfe von Fotos, Geschichten und Alltagsgegenständen werden Erinnerungen geweckt und die geistigen Fähigkeiten angeregt, wirkt stimmungsaufhellend in allen Krankheitsstadien.

Als Angehöriger können Sie dem Erkrankten helfen, indem Sie die Therapieinhalte auch im Alltag aufgreifen oder üben. Achten Sie darauf, geduldig zu bleiben, nicht zu viel zu verlangen und ihn damit nicht zu überfordern.

Leistungen der AOK

Die AOK übernimmt die Kosten für die medizinischen Untersuchungen und die umfangreiche Diagnostik. Sie trägt auch die Kosten der medikamentösen Behandlung sowie die Kosten für anerkannte nichtmedikamentöse Therapien, wenn sie von einem Arzt verordnet werden.

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