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FAQ Pflegeberatung

10 Fragen - 10 Antworten

Stellen Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse Ihres Vaters. Dann erhalten Sie zeitnah einen Termin für die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung: Wird dabei ein Pflegebedarf festgestellt, erhalten Sie Leistungen aus der Pflegeversicherung. Nutzen Sie unsere Pflegeberatung, um sich über die passenden Möglichkeiten für die Pflege zu informieren.

Antrag auf ambulante Leistungen der Pflegeversicherung

  • Überlegen Sie vorab, was Ihnen im Pflegealltag besondere Schwierigkeiten macht.

  • Wobei benötigen und wünschen Sie Unterstützung in Ihrem Alltag?

  • Was kann Ihre Mutter in ihrem Alltag noch selbstständig ausführen, in welchen Bereichen benötigt sie Unterstützung?

  • Legen Sie bitte – falls vorhanden – Berichte des Hausarztes, von Fachärzten oder den Entlassungsbericht aus der Klinik bereit. Sollten Sie die Unterlagen nicht vorliegen haben, brauchen Sie diese jedoch nicht extra anfordern.

  • Bitte haben Sie den aktuellen Medikamentenplan Ihrer Mutter zur Hand.

  • Falls bereits ein Pflegedienst zu Ihnen kommt, legen Sie auch die Pflegedokumentation bereit.

Vorbereitung auf den MDK-Hausbesuch für Ihre Unterlagen

Kann die Pflegeperson die Pflege vorübergehend nicht wie bisher ausüben, kann eine Ersatzpflegekraft einspringen. Voraussetzung ist, dass mindestens Pflegegrad 2 vorliegt und der Pflegebedürftige bereits mindestens sechs Monate zu Hause gepflegt wird. Die Pflegekasse erstattet je Kalenderjahr für längstens sechs Wochen die nachgewiesenen Kosten in Höhe von max. 1.612,00 EUR für die Verhinderungspflege.

Antrag auf Verhinderungspflege

Laut Pflegezeitgesetz ist eine unbezahlte Freistellung bei einem plötzlichen Pflegefall für die Dauer von sechs Monaten möglich. Ein Anspruch darauf besteht, wenn Ihr Arbeitgeber mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt. Besprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse die Möglichkeiten der sozialen Absicherung während dieser Zeit.

Das Familienpflegezeitgesetz bietet Mitarbeitern von Firmen mit mehr als 25 Beschäftigten die Möglichkeit, sich bis zu 24 Monate teilweise freistellen zu lassen. Die wöchentliche Arbeitszeit muss jedoch mindestens 15 Stunden betragen.

Pflege und Beruf vereinbaren

Der Pflege-Navigator der AOK hilft bei der Suche nach einem passenden Pflegeheim. Hier können Sie direkt nach Angeboten in Ihrer Region suchen und die Kriterien angeben, die Ihnen wichtig sind – zum Beispiel die Art des Pflegeplatzes oder besondere Schwerpunkte in der Pflege. Viele Pflegeheime stellen darüber hinaus nützliche weiterführende Informationen bereit.

Zum Pflege-Navigator

Klären Sie mit dem Pflegebedürftigen den aktuellen Bedarf, bei dem ein Pflegedienst unterstützen kann. Je genauer die Wünsche definiert sind, desto gezielter können Sie aus dem Pflegedienstangebot auswählen. Pflegedienste in Ihrer näheren Umgebung finden Sie über den Pflege-Navigator der AOK. Informieren Sie sich bequem, schnell, unverbindlich und anonym über Leistungen und Preise.

Zum Pflege-Navigator

Die AOK-Pflegekasse unterstützt notwendige Wohnraumanpassungen mit bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Voraussetzung: Der Umbau erleichtert die häusliche Pflege oder stellt die selbstständige Lebensführung wieder her. Den Zuschuss für eine sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahme beantragen Sie vor dem Umbau bei Ihrer AOK.

Antrag auf Zuschuss zu einer Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes

Beschäftigte haben in einer akut aufgetretenen Pflegesituation die Möglichkeit, sich einmalig bis zu zehn Arbeitstage unbezahlt von der Arbeit freistellen zu lassen. In dieser Zeit können Sie für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen die Pflege organisieren oder diese selbst durchführen. Es besteht ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch die Pflegekasse in Form des Pflegeunterstützungsgeldes.

Antrag für den Bezug von Pflegeunterstützungsgeld

Voraussetzung für eine soziale Absicherung ist, dass Sie eine pflegebedürftige Person ab Pflegegrad 2 in ihrer häuslichen Umgebung für wenigstens zehn Stunden wöchentlich an mindestens zwei Tagen in der Woche ehrenamtlich pflegen.  

  • Die Pflegekasse zahlt für Pflegepersonen Beiträge zur Rentenversicherung, wenn die Pflegeperson regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist und noch keine Vollrente wegen Alters bezieht.

  • Pflegepersonen sind bei pflegerischen Tätigkeiten, bei der Unterstützung im Haushalt und auf dem eventuellen Hin- und Rückweg zur Pflege gesetzlich unfallversichert.

  • Für Pflegepersonen, die aus dem Beruf aussteigen, um sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, übernimmt die Pflegekasse die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für die gesamte Dauer der Pflege.

Pflege und Beruf vereinbaren