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Beratungseinsatz: Regelmäßige Beratungsgespräche für die häusliche Pflege

Wer Pflegegeld bezieht und ausschließlich von Angehörigen oder Bekannten versorgt wird, muss sich regelmäßig von Fachkräften beraten lassen. Die Beratungsbesuche sollen die Qualität der Pflege zu Hause sicherstellen. Außerdem sind sie zwingende Voraussetzung, um weiterhin Pflegegeld zu erhalten.

Wichtige Beratung für Empfänger von Pflegegeld

Pflegebedürftige Menschen, die zu Hause ohne die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes betreut werden und dafür Pflegegeld von ihrer Pflegekasse erhalten, sind gesetzlich verpflichtet, sich regelmäßig zu ihrer Pflegesituation beraten zu lassen. Die Beratungsbesuche sollen gewährleisten, dass die Pflege zu Hause möglichst gut funktioniert und Probleme frühzeitig erkannt werden. Die Kosten für die Beratungsbesuche übernimmt die AOK-Pflegekasse.

Häufigkeit der Beratungseinsätze

Pflegebedürftige in den Pflegegraden 2 und 3 müssen sich einmal halbjährlich, Pflegebedürftige in den Pflegegraden 4 und 5 einmal vierteljährlich beraten lassen. Die Beratung muss in den folgenden Zeiträumen stattfinden:

Pflegegrad
2 und 3
1.1. - 30.6. 1.7. - 31.12
Pflegegrad
4 und 5
1.1. - 31.3. 1.4. - 30.6. 1.7. - 30.9. 1.10. - 31.12.

Pflegebedürftige, die von einem Pflegedienst gepflegt werden und dafür Sachleistung beziehen sowie Pflegebedürftige im Pflegegrad 1, können einmal halbjährlich einen Beratungseinsatz in Anspruch nehmen.

Anlaufstellen für die Beratung

Die Beratungsbesuche werden von folgenden Stellen durchgeführt:

  • Zugelassene Pflegedienste und Sozialstationen
  • Unabhängige und anerkannte Beratungsstellen mit pflegefachlicher Kompetenz

Finden Sie keine Anlaufstelle in Ihrer Nähe, wenden Sie sich bitte an Ihre AOK vor Ort. Diese kann Sie bei der Suche nach einer Fachkraft unterstützen.

So läuft der Beratungsbesuch ab

Sie vereinbaren einen Termin mit einem ambulanten Pflegedienst oder einer Beratungsstelle Ihrer Wahl. Erfahrene Fachkräfte besuchen Sie dann dort, wo die Pflege stattfindet – also in der Regel bei Ihnen zu Hause. So bekommen die Experten einen Überblick über die aktuelle Pflegesituation und können optimal beraten.

  • Die Berater informieren Sie über Angebote und Leistungen, die Sie bei der Pflege unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Pflegehilfsmittel oder Umbaumaßnahmen für die Wohnung, aber auch Entlastungs- und Beratungsangebote sowie Pflegeschulungen und -kurse.
  • Sie sprechen mit Ihnen über Probleme, die bei der Pflege auftreten, und helfen Ihnen, diese zu lösen.
  • Sie überprüfen, ob eine Einstufung in einen höheren Pflegegrad notwendig ist, und empfehlen Ihnen bei Bedarf einen Antrag bei der Pflegekasse zu stellen.
  • Die Beratung wird auf einem Formular dokumentiert, das Sie unterschreiben. Empfiehlt der Pflegeexperte bestimmte Maßnahmen, die die Pflegesituation verbessern sollen, so wird das ebenfalls auf dem Dokument vermerkt.
  • Die Pflegekasse erhält vom Pflegedienst oder der Beratungsstelle den Nachweis über den Beratungsbesuch. Sie müssen nichts weiter tun.

Termin verpasst – und nun?

Um weiterhin Pflegegeld zu erhalten, müssen Sie die Beratung regelmäßig wahrnehmen. Versäumen Sie einen Termin, werden Sie von Ihrer AOK darauf hingewiesen, den Beratungsbesuch bis zu einem bestimmten Termin durchzuführen. Wird der Beratungseinsatz auch dann nicht durchgeführt, kann das Pflegegeld gekürzt werden. Nach mehrfacher Erinnerung ohne Nachweis für eine Beratung kann die Leistung sogar komplett gestrichen werden.

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