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Wie der AOK-Krankenhausnavigator den Patienten Sicherheit gibt

Die Schmerzen sind zu groß. Die Entscheidung für das neue Kniegelenk ist gefallen. Doch in welchem Krankenhaus soll die Endoprothese eingesetzt werden? Für Patienten mit solchen Fragen hat die AOK den Krankenhausnavigator entwickelt.

Medizinische Information vor einem geplanten Eingriff

„Je größer die Angst vor einem Eingriff ist, desto mehr Energie stecken Patienten in die Frage, wo sie am besten versorgt werden“, beobachtet Dr. Sonja Milde von der AOK. „Viele medizinische Laien sind bei gravierenden Operationen auch bereit, sich in komplexere Themen einzuarbeiten.“ Antworten finden die Betroffenen im Krankenhausnavigator der AOK.

Zur Krankenhaussuche der AOK

„Die Prothese soll auch nach zehn Jahren sitzen“

Der Krankenhausnavigator ermöglicht Patienten, nach einem Krankenhaus zu suchen, das ihnen die optimale Behandlung bietet. „Das Besondere des AOK-Krankenhausnavigators ist die Nachbeobachtung über einen längeren Zeitraum“, erklärt Christian Günster, Leiter des Bereichs Qualitäts- und Versorgungsforschung beim Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO). Die Verweildauer in der Klinik nach einem Eingriff wird immer kürzer. Doch Komplikationen treten meist erst später auf. „Die Knieprothese soll ja nicht nur am Entlassungstag sitzen, sondern auch noch nach zehn Jahren“, so der Experte.

Routine und Erfahrung sind ein Maßstab für Qualität

Die AOK versichert rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung und erfasst damit einen entsprechend hohen Anteil an behandelten Patienten. Die sogenannte Fallzahl besagt, wie häufig ein Eingriff durchgeführt wird und gibt damit Auskunft über Routine und Erfahrung der Klinik. Dies und die Information zu Zertifizierungen beispielsweise bei Endoprothetik-Zentren oder Krebszentren spiegeln den Trend zur Spezialisierung wider.

Blinddarm und Hüftfraktur: typische Fälle für den Navigator

Alle Krankenhäuser in Deutschland sind per Gesetz verpflichtet, jährlich einen sogenannten Qualitätsbericht zu veröffentlichen. Mathematiker Günster bereitet die Informationen aus den Berichten für das AOK-Krankenhausvergleichsportal auf, die sogenannten QSR-Daten. QSR steht für Qualitätssicherung mit Routinedaten: Sie misst die Qualität der Behandlung durch die langfristige Analyse von Daten. So ermöglicht QSR ermöglicht einen fairen Vergleich der Qualität. Ein Team aus Medizinern und Gesundheitsexperten entwickelt dieses Verfahren ständig weiter. Dies ermöglicht Patienten, die passende Behandlung im Krankheitsfall zu finden.

Suchen und Finden im Krankenhaus-Navigator

Die Suche umfasst acht Leistungsbereiche für planbare Operationen. Für Patienten stechen zwei besonders hervor: Blinddarm und Hüftfraktur, typische Eingriffe für ganz junge und sehr alte Patienten.

  • Die Operation am Blinddarm ist, anders als angenommen, nicht immer ein Notfall. Meist wird dieser Eingriff bei Kindern und Jugendlichen vorgenommen und lässt den Eltern genügend Zeit, nach der besten Klinik zu recherchieren.
  • Die Hüftfraktur dagegen trifft meist ältere Patienten. Tatsächlich folgt dem Trauma Knochenbruch eine Notfall-OP, die aber im Zusammenhang mit Gebrechlichkeit oder Demenz im Alter absehbar ist. Deshalb, so weiß Günster, würden sich viele Angehörige von Senioren schon vorbeugend im Krankenhausnavigator informieren.

Qualität auf den ersten Blick

„Nachvollziehbar“ und „verständlich“, so sollen die Informationen beim Nutzer ankommen, erklärt Christian Günster. Das leistet das Klinik-Rating durch die Kennzeichnung mit AOK-Bäumchen – ein Qualitätssiegel, das Ratsuchende auf den ersten Blick erkennen können.

„Wenn ein Haus drei Lebensbäumchen hat, gehört es zu den besten 20 Prozent aller bewerteten Kliniken, also zu denen mit den niedrigsten Komplikationsraten“, erklärt Günster das Bewertungssystem.

Im Mittelpunkt steht der Patient

Für die Zukunft ist die Weiterentwicklung des AOK-Krankenhausnavigators bereits geplant. Dr. Milde verrät Details, die die Kliniksuche in Zukunft noch nutzerfreundlicher machen sollen.

  • Noch mehr Gesundheitsinformation und -erklärungen in leichter Sprache, die Patienten sowohl einen ersten Einblick in ein Thema ermöglichen als auch für eine tiefergehende Recherche geeignet sind.
  • Ein neues und einfach gestaltetes Design.
  • Zusätzliche Suche nach Laienbegriffen.
  • Erweiterte Kontaktmöglichkeiten.

„Die AOK hat den Patienten zugehört und setzt ihre Wünsche um“, betont Dr. Sonja Milde. „Im Mittelpunkt steht der Patient, für den ein Eingriff ansteht.“

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