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Transportkostenübernahme Tagespflege

Ich möchte meine Mutti zweimal die Woche in eine Tagespflege geben. Die Einrichtung hat einen Fahrdienst, der aber keinen Transport auf einen Tragestuhl hinauf die Treppen zu Wohnung übernimmt. Meine Mama sitzt im Rollstuhl und hat schwere Demenz Sie bekommt zusätzliche Betreuungsleistungen und die Pflegestufe 2. Der Hausarzt verschrieb eine Verordnung Krankentransport. Die wurde seitens der AOK abgelehnt mit der harschen Antwort: " ... das müssen Sie selber zahlen, sehen Sie zu wie Sie klarkommen ... " Die Kosten der Johanniter betragen pro Fahrt 70 Euro hin und zurück. Das kann und will ich nicht bezahlen, zweimal die Woche.

Wie kann noch abgerechnet werden? Man sagte mir über die Betreuungsleistungen und wenn ja, wie geht das ganze vor sich. Die Aussagen der Mitarbeiter sind sehr schwammig ...

 

Hallo Effi marconie

 

gerne geben wir Ihnen weitergehende Informationen. Die Fahrkosten zur Tagespflege sind grundsätzlich Bestandteil der Leistungen der Tagespflege , die über die Einrichtung mit den Pflgekassen abgerechent werden können.

Es ist korrekt , dass die Krankenversicherung für derartige Leistungen keine Kosten übernehmen darf, da es sich nicht um eine medizinisch notwendige Therapie handelt, die von der Krankenversicherung gezahlt wird. Dieses hätte auch der Hausarzt Ihrer Mutter wissen können.

 

Sofern besondere Krankentransporte notwendig sind, können diese nicht extern über die Leistung der Tagespfelge abgerechnet werden.

 

Wie Sie uns mitteilen, erhält Ihre Mutter Betreuungsleistungen nach der Stufe 2 in Höhe von derzeitig 208,00 Euro monatlich. Sie haben die Möglichkeit, die Fahrkosten über die Betreuungsleistungen nach § 45 b Sozialgesetzbuch XI abzurechnen. Diese Abrechnung ist nur dann möglich, wenn die Betreuungsliestungen nicht bereits anderweitig für die Tagespflege oder andere Betreuungsleistungen abgerechnet werden (z. B. für Unterkunft und Verpflegung). Somit könnte zumindest dreimal im Monat die Abrechnung der Fahrkosten als "Nebenleistung zur Tagespflege" über die Betreuungsleistung abgerechnet werden bis zum monatlichen Höchstbetrag.

 

Alternativ empfeheln wir Ihnen, zumal sich das Krankheitsbild Ihrer Mutter vermutlich nicht verbesert, über einen Umzug in eine ebenerdige Wohnung nachzudenken. Hier beraten  Sie unsere Pflegefachkräfte und Pflegeberater gerne.

 

Wir hoffen, dass Sie hierdurch eine Entlastung erhalten und wünschen Ihnen alles Gute.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Ein Teil der Betreuungsleistungen wird derzeit noch dafür verwendet, wenn ich mal für eine Stunde (1 x pro Woche) aus dem Haus muss, und jemand vom Pflegedienst auf meine Mutti aufpasst. Sollte das mit der Aussage von ihnen kollidieren, kann ich dann für das "Aufpassen" auf Leistungen der Verhinderungspflege zurückgreifen und die Betreuungsleistungen gänzlich für die Fahrkosten nutzen? Oder geht beides! Danke

Hallo Effi marconi

 

Sie können selbstverständlich bei Ihrer Abwesenheti die Verhinderungspflege bis zur Höhe von 1612,00 Euro nutzen und eine Privatperson oder einen Pflegedienst mit der Ersatzpflege beauftragen (beispielsweise stundenweise Verhinderungspflege).

 

Die Verhinderungspflege kann jedoch nicht genutzt werden, um Fahrkosten zur Tagespflege zu finanzieren.

 

Wie bereits mitgeteilt, können Sie die Betreuungsleistungen bis zur Höhe von 208,00 Euro für die Fahrkosten zur Tagespflege  mit einem Spezialtransport nutzen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute  

 

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Danke für die kompetente Antwort. Effi

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