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Leinöl, Haferkleie, Kokosmehl, Apfelessig, Flohsamen, Nüsse, Bockshornklee & Co - was ist gut, was zu viel?

Hallo,

seit dem 01.07.2018 beschäftige ich mich (mal wieder ;o)) mit einer Ernährungsumstellung. Aber diesmal möchte ich es noch etwas gesünder angehen.

Der Fokus liegt nicht nur auf einer Abnahme von ca. 10 kg (6kg sind auch schon futsch) und dem von mir schon seit 2014 praktizierten Kurzzeitfasten (intermittierendes Fasten), sondern auch auf einer dauerhaft besseren Ernährung. Meine Cholesterinwerte sind etwas hoch und meine Ärztin hat mir z.B. zu Haferkleie geraten. Daraufhin habe ich mich ein wenig mit ähnlichen Dingen beschäftigt und bin jetzt ein wenig überfordert diese ganzen Informationen zu sortieren.

Ich nehme zur Zeit 2x täglich 2TL Apfelessig einige Zeit vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser ein. Dann starte ich mit Quark, 8-10ml Leinöl, 20g Haferkleie etc., ansonsten halt viel Gemüse, wenig Obst, jeden Abend 15g gemischte, ungehandelte Nüsse, weniger Kohlenhydrate, viel Eiweiß, wenig (tierische) Fette, kaum Zucker, viel Bewegung und trinke viel Wasser...das klappt auch alles wunderbar.

Meine Frage(n): wie soll man sich da zurechtfinden?

Lieber Leinsamen als Leinöl?

Ist Kokosmehl etwas "Gutes" und besser als Dinkelmehl?

Haben Bockshornkleesamen, Kreuzkümmel und Chiasamen positive Wirkungen? 

Ist Apfelessig (natürtrüb, Bio etc.) wirklich so toll, wie man liest?

Hat Haferkleie (mit oder ohne Keim) zuviel Ballaststoffe? 

Welchen Sinn machen Flohsamen in der normalen Ernährung?

Ich weiß, alles etwas umfangreich und vielleicht gar nicht leicht zu beantworten, aber mich interessiert Ihre Meinung dazu und vielleicht könnten Sie mir ein paar Tipps geben mich im gesunden Ernährungsdschungel zurecht zu finden und mir in diesem Bereich dauerhaft viel Gutes zu tun...

Hallo DROPSIE7,

zu Ihren Fragen:

Lieber Leinsamen als Leinöl?  Beides ist gut. Wichtig bei Leinsamen >> schroten Sie ihn in einer alten Kaffemühle. Wenn Sie dies nicht im Haus haben, dann lassen sie ihn in kleinen Mengen im Bioladen oder Reformhaus schroten. Und verwenden Sie ihn schnell. Bei den warmen bis heißen Temperaturen bewahren Sie sowohl das Leinöl als auch den Leinsamen im Kühlschrank auf.

Ist Kokosmehl etwas "Gutes" und besser als Dinkelmehl? * Verwenden Sie Vollkorndinkelmehl

Haben Bockshornkleesamen, Kreuzkümmel und Chiasamen positive Wirkungen? * Leinsamen sind die einheimische bessere Alternative zu den sogenannten "SuperFoods" Bockshornklee, Kreuzkümmmel und Chiasamen.

Ist Apfelessig (natürtrüb, Bio etc.) wirklich so toll, wie man liest? * Verdünnen Sie die 2 TL Apfelessig mit 1nem Glas Wasser. Die leichte Säure des Essigs wirkt abführend. Übertreiben Sie es nicht und nehmen Sie den Apfelessig nicht pur. Pur kann er Ihren Zahnschmelz angreifen.

Hat Haferkleie (mit oder ohne Keim) zuviel Ballaststoffe? * Haferkleie wirkt cholesterinsenkend. Die wasserlöslichen Ballaststoffe der Kleie (mit oder Ohne Keim) binden im Darm das Cholesterin an sich, sie scheiden dies mit Ihrem Kot aus. So wirkt die Haferkleie cholesterinsenkend. Trinken Sie bitte viel, wenn Sie die Kleie verwenden. Sie haben im Leinöl oder Leinsamen noch zusätzlich eine hochwirksame Omega-3-Fettsäure, die ebenfalls hilft bei erhöhten LDL-Cholesterinwerten. Beachten Sie: Es müssen mindestens 8 Esslöffel Haferkleie pro Tag unterbingen. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf, wo Sie sie überall "verstecken" können.

Welchen Sinn machen Flohsamen in der normalen Ernährung? Wenn Sie Haferkleie gut vertragen und tatsächlich auf 8 Esslöffel pro Tag kommen, dann benötigen Sie Flohsamen nicht.

Ballaststoffe sind auch im Gemüse und Obst enthalten. Verwenden Sie Vollkornprodukte wie Vollkornmehl, Vollkornreis, Vollkornnudeln, Vollkornbrot. Sie werden sehen, dass Sie viel schneller und länger satt sind. Vollkornprodukte haben mehr Vitamine und Mineralstoffe.

Gewöhnen Sie sich an einen weniger süßen Geschmack - sie verwenden ja schon wenig Zucker.

Ein Tipp zum Schluss: Essen Sie achtsam. Schmecken Sie während einer Mahlzeit heraus wie gut Sie abgeschmeckt haben und spüren Sie die Aromen auf der Zunge nach.

Gutes Gelingen und viel Freude beim achtsamen genießen

Viele Grüße von Ihrem

AOK Expertenteam

Ihr Expertenteam der AOK

Hallöchen zurück an das nette Experten-Team!

Ganz herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten. Das hilft mir in der Tat etwas weiter und bringt sicher auch etwas mehr Struktur in meinen Ernährungsplan!

Ein Nachfrage habe ich nun allerdings noch: zum Thema Haferkleie wüßte ich gerne, wie sie die 8 Esslöffel begründen. Können sie mir evtl. eine Angabe in Gramm dazu liefern? Ich finde die Angabe mit den Löffeln wirklich imer etwas schwierig, gerade Esslöffel sind ja schon oft unterschiedlich groß ;o)

Meine Hausärtzin hat mir ca. 20g täglich empfohlen und im Netz finde ich auch eher ähnliche Dosierungsempfehlungen. Ich kann mir schon meine eigene Meinung bilden, was Googleergebnisse angeht sowieso, aber 8 EL wären bei mir so ca. 60-70g, das ist schon deutlich mehr, als alles was mir so begegnet ist.

 

Es wäre toll, wenn Sie mir da den Ansatz "es müssen mind. 8 EL sein" noch erläutern könnten. 

Weil ich gerade so ein nettes Gegenüber habe hänge ich doch noch ein weitere Frage an: Könnten Sie mir vielleicht noch eine Einschätzung geben, was den Eiweißanteil bzw. eine Angabe der täglichen Menge aus ihrer Sicht an geht.

Bei mir "wirkt" es bzgl. der Abnahme schon ziemlich gut, wenn ich KH reduziere und relativ viel Eiweiß esse. Fettarmer Quark, Joghurt, Schafskäse und Kefir, Thunfisch etc. aber auch mal eine Eiweißshake oder Eiweiß-Pancakes. Die Vorgabe von 0,8 pro Kilo sind jetzt aus meiner Sicht gar nicht mal so viel...kann man das eine Zeit lang auch erhöhen oder lieber nicht aus Ihrer Sicht? Auch bei diesem Thema gehen die Meinungen ja unglaublich auseinander.

 

Vielen Dank für die nette Beratung also und dann freue ich mich evtl. erneut von Ihnen zu lesen.

Viele Grüße...

 

 

 

 

 

 

 

Hallo DROPSIE7,

Haferkleie sind die äußeren Frucht - und Samenschalen des Haferkorns. Ca. 8 EL wiegen nicht viel. Und da liegt Ihre Hausärztin mit ca. 20g richtig.

Kleie - egal von welchem Getreide - sind Ballaststoffe pur. Die des Hafers sind wasserlöslich und haben die in meiner ersten Antwort beschriebene Wirkung. Sie binden das LDL Cholesterin und nehmen es mit aus unserem Körper. Auf 8 Esslöffel komme ich deshalb, weil in einer Studie von Herrn Prof. Wechsler, der zu dieser noch in Ulm an der Uni war, dies belegt wurde. Und Sie haben recht 8 Esslöffel sind ganz schön viel.

Mein Tipp: Kombinieren Sie Leinöl/Leinsamen und Haferkleie auf Ihrem Speiseplan. Essen Sie auch 3-4 Walnusshälften pro Tag. Walnüsse haben auch viel Omega-3-Fettsäuren.

Und nun zu Ihrer Frage zum Thema Eiweiß: Auch hier machen Sie es richtig. Sie wählen fettbewußt Lebensmittel aus, die eiweißreich sind. Kombinieren Sie diese bitte mit Kohlenhydratlieferanten wie Kartoffel, Vollkornbrot, Vollkornreis, usw. Kartoffeln liefern nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch pflanzliches Eiweiß. So können Sie die mageren Eiweißlieferanten wie Magerquark mit Pellkartoffeln kombinieren. Ca. 200g Pellkartoffeln kombiniert mit Schnittlauchquark plus 1 Portion Blattsalate ist eine ideale Mahlzeit zum Sattwerden.

0,8g Eiweiß pro kg Körpergewicht ist ausreichend. Und achten Sie auf die Kombinationen aus Vollkornprodukten/Pellkartoffeln und mageren Eiweißlieferanten.

Viele Grüße an Sie von

Ihrem Expertenteam

Ihr Expertenteam der AOK

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