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HPV-Impfung: Fragen und Antworten

Die HPV-Impfung kann vor krebsauslösenden Papillomviren schützen. Doch viele Menschen sorgen sich, dass Impfungen mehr schaden als nützen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen helfen Ihnen bei der Entscheidung für oder gegen eine HPV-Impfung.

HPV-Impfung: wer, wann und wie oft

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollten bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden.

Es werden zwei Impfungen im Abstand von fünf Monaten empfohlen.

Ja. Selbst wer sich bereits mit einem HP-Virus infiziert hat, kann mit der Immunisierung noch einen Schutz gegen andere HPV-Typen aufbauen. Eine frühe Impfung wirkt sich Studien zufolge positiv auf den Impfschutz aus.

Bitte beachten Sie jedoch: Die Kostenübernahme der Impfung nach dem 18. Lebensjahr ist keine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Ein Test auf HPV vor der Impfung wird nicht empfohlen. Selbst wenn der Test positiv ausfällt, liegt nur selten eine Infektion mit allen im Impfstoff enthalten HPV-Typen vor.

HPV-Impfung: Wirkung und Nebenwirkungen

Die verfügbaren Impfstoffe sind auf die beiden Hochrisikovarianten HPV16 und HPV18 ausgelegt, die für etwa 70 Prozent aller Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Je nach Impfstoff wird auch ein Schutz vor anderen HPV-Typen aufgebaut, aber nicht vor allen. Zudem wirkt die Impfung nicht gegen bereits bestehende HPV-Infektionen und Gewebeveränderungen. Deshalb sollten Sie zusätzlich die Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wahrnehmen.

Es liegen zahlreiche groß angelegte Beobachtungsstudien mit Millionen von Teilnehmern vor, die die Sicherheit der HPV-Impfstoffe untersucht haben.

Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland zuständig für die Zulassung von Impfstoffen. Es sammelt seit 2007 Daten zu unerwünschten Wirkungen der HPV-Impfung und bescheinigt ihr ein „gutes Sicherheitsprofil“. Der Nutzen übersteige die Risiken deutlich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO kommt zum selben Schluss. Das Robert Koch-Institut bezeichnet die HPV-Impfung als „sehr sicher“.

2015 hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) einen möglichen Zusammenhang mit dem Auftreten des „komplexen regionalen Schmerzsyndroms“ (CRPS) und dem „posturalen Tachykardiesyndrom“ (POTS) untersuchen lassen, nachdem es in Japan und Dänemark zu einzelnen Verdachtsfällen gekommen ist. Der Verdacht erwies sich als unbegründet.

Einige Studien beschäftigen sich zudem speziell mit der Frage, ob die Impfung Autoimmunerkrankungen auslösen oder bei betroffenen Personen einen Krankheitsschub bewirken kann.

Bislang gibt es keine Anhaltspunkte, dass die HPV-Impfung das Risiko von Autoimmunerkrankungen, CRPS oder POTS erhöht.

Es können lokale Reaktionen an der Einstichstelle auftreten wie Schwellungen, Rötungen oder Schmerzen. Recht häufig sind auch Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit. Solche Nebenwirkungen kommen bei Impfungen oft vor und gehen meist schnell vorüber. Schwere Nebenwirkungen, die die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen, wurden bislang nicht beobachtet.

Nein. Die zugelassenen Impfstoffe sind so genannte Totimpfstoffe, die keine lebenden Erreger enthalten.

Nein. Laut einer Studie aus Dänemark ist das Risiko auch dann nicht erhöht, wenn versehentlich in der Schwangerschaft geimpft wurde. Insgesamt gibt es aber noch wenige Daten, insbesondere um das Risiko für Totgeburten oder Fehlbildungen von Neugeborenen abschätzen zu können. Die HPV-Impfung wird deshalb in der Schwangerschaft nicht empfohlen.

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